Dienstag, 07. September 2010

Wissen, wie's geht

Die eigene Website

Baustellenschild; Rechte: Internet-ABC

Wenn Sie bei Google "Hier entsteht eine Internetpräsenz" eingeben, erhalten Sie fast 900 Ergebnisse. Manche Seiten, auf denen man nichts Weiteres erfährt, stehen schon lange Zeit so im WWW - oft mit einem Baustellenschild. Vielleicht lag es daran, dass jemand mit Elan und dem Vorsatz daran ging, eine Website zu bauen, um dann schließlich an den technischen Hürden zu scheitern.

Damit Ihnen derartiges nicht passiert, verrät Ihnen das Internet-ABC, was Sie grundlegend wissen sollten, bevor Sie sich an die Arbeit machen!

Ein Hinweis noch: Für das (relativ) neue Medium Internet gibt es auch viele neue Fachbegriffe. Wenn Sie in unserer Rubrik "Wissen, wie's geht" also auf ein unbekanntes Wort stoßen sollten: Einfach im LinkpfeilInternet-ABC-Glossar nachschauen. Dort sind (fast) alle Begriffe erklärt.

Kostenfrei

Das mit dem Bauplatz ist kein Problem, denn kostenlose Webspaceanbieter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Neben den vielen "Freespace"-Anbietern stellt beinahe jeder Provider seinen Kunden Speicherplatz für die privaten Homepages zur Verfügung, ohne dafür Geld zu nehmen. In der Regel zwischen 10 und 20 MB – das ist meist mehr als genug, denn 10 MB reichen für etwa 300 Seiten aus. Und wen es nicht stört, dass in der Adresse seiner Homepage der spendable Wirt auftaucht, bekommt auch diese (also die so genannte Domain) umsonst. Die eigene Internetadresse sieht dann zum Beispiel so aus

http://maria.mustermann.bei.t-online.de
http://hometown.aol.de/kurt.musterfrau

Oder werbefrei

Für den kostenfreien Speicherplatz muss der Homepagebetreiber allerdings noch den einen oder anderen Werbebanner in Kauf nehmen. Wer lieber als "Ich" und werbefrei auftauchen möchte, kann sich Domain und Webspace auch kaufen. Dabei werden bei manchen Anbietern einmalige Gebühren für die Einrichtung fällig. Außerdem schlägt die private Homepage mit monatlich 3 bis 20 € zu Buche. Dafür gibt's bei diesen Anbietern zusätzlichen Support wie zum Beispiel professionelle Web-Editoren – also Programme, mit denen man seine Homepage gestalten kann - oder Grafikprogramme.

Mit HTML

Und schon sind wir beim Homepage-Bau. Harte HTML-Programmierkenntnisse sind schon lange nicht mehr nötig, um die eigene Homepage zu gestalten. Niemand muss mehr die Bedeutung der "Tags" (also der HTML-Befehle) lernen. Längst gibt es Web-Editoren, mit denen sich Webseiten nahezu kinderleicht erstellen lassen. Wer dennoch einen Einblick in die Grundzüge von HTML bekommen möchte, findet im Internet etliche empfehlenswerte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Anfänger. (Siehe Linkliste)

Ohne HTML

Zwei einfach zu bedienende und dennoch effektive Web-Editoren bietet AOL: Für Anfänger ohne Homepage-Erfahrungen eine Sammlung von webbasierten Vorlagen mit Anregungen für die eigene Homepage und daneben ein vollwertiges Programm für den Homepagebau, das großzügig Raum für eigene Gestaltungsmöglichkeiten lässt. Das Angebot gilt übrigens für alle – also nicht nur für AOL-Kunden. T-Online hingegen stellt keinen eigenen Web-Editor zur Verfügung, dafür aber jede Menge Tipps zum Homepagebau. Und kostenlosen Webspace gibt es hier nur für die eigene Kundschaft.

Praktische Programme

Web-Editoren wie Macromedia Dreamweaver, Microsoft Frontpage oder Adobe GoLive sind zwar als Profiwerkzeuge entwickelt worden, werden aber auch mehr und mehr von Heimanwendern genutzt. Denn mit ein bisschen Mut und Experimentiergeist kommen auch Laien mit diesen Programmen klar - sie müssen ja nicht alle vorhandenen Möglichkeiten nutzen. Zwar sind die aktuellen Versionen dieser Programme nicht gerade billig, aber vielleicht ersteigert man ja eine ältere Version bei ebay oder einem ähnlichen Anbieter.

Freeware

Bis zur Version 5.0 hatte Microsoft eine abgespeckte Version seines Web-Editors, nämlich Frontpage Express, in den Internet Explorer integriert. Bei den neuen Browsern gibt es dieses Angebot nicht mehr, aber im Internet wird Frontpage Express noch immer zum Download angeboten:
http://www.wintotal.de/Software/index.php?rb=24&id=1792

Wer ein paar Kenntnisse von HTML besitzt, der kann auf den praktischen "HTML Editor Phase 5" zurückgreifen. Er beherrscht viele HTML-Tags, die per Knopfdruck in Dokumente eingefügt werden können, sowie CSS und JavaScript. Mit ihm können ganze Webauftritte verwaltet uind bearbeitet werden.
http://www.ftp-uploader.de/ftp-download.php4#phase5

Netscape User konnten sich bislang mit dem integrierten Composer ans Basteln ihrer eigenen Homepage machen. Firefox, der neue Webbrowser der Mozilla Foundation, hat keinen eigenen Editor integriert, bietet aber den Download von nvu - ausgesprochen "N view":
http://www.nvu-composer.de

Diese Weiterentwicklung des Netscape Composers kann durchaus mit Programmen wie FrontPage und Dreamweaver konkurrieren. Wer sich ganz ohne zusätzliches Programm an die eigene Homepage wagen will, kann notfalls noch auf Word zurückgreifen und dort mit der Option "Datei speichern unter> Webseite" eine einfache Internetpräsenz erstellen. Es gibt also genug Möglichkeiten, das eigene "Haus im Netz" zu bauen. Aber wie wird es ein wirklich schmuckes Haus? Hier ein paar Tipps:

Inhalt

1. Bevor es ans Werk geht, sollte man sich auf dem guten alten Papier aufzeichnen, was man veröffentlichen möchte, welche verschiedenen Bereiche die Homepage beherbergen wird und wie die Navigation verlaufen soll.

2. Eine wichtige Überlegung: Was will ich meinen zukünftigen Besuchern bieten? Beispiel: Lediglich der Hinweis auf meinen letzten Urlaub ist von wenig Interesse. Aber ausführliche Reisetipps und Insiderempfehlungen werden schon eher Besucher auf diese Seite locken. Der zentrale Begriff heißt also: Nutzen. Was haben die anderen Surfer von meiner Seite?

3. Sehr empfehlenswert: Gucken, wie es die anderen machen. Welche Seiten sind schön (das ist natürlich auch abhängig vom eigenen Geschmack). Wie wird navigiert? Was hat sich da eingebürgert? Surfer sind daran gewöhnt und finden sich auf einer Homepage, die ebenso verfährt, auf Anhieb zurecht.

4. Keine "Bleiwüsten" anlegen. Das heißt: Die Texte in kleinen Blöcken und überschaubar anbieten.

Grafik

1. Hier gilt der bekannte Spruch "Weniger ist mehr". Klar, dass man zeigen will, was man kann, aber Seiten auf denen es an allen Ecken und Enden blinkt und zappelt, werden die Besucher eher abschrecken, als sie zu einem wiederholten Besuch einladen.

2. Ein paar Grundregeln sollte man außerdem beachten: Blaue Schrift auf schwarzem Hintergrund ist zwar bei manch einem Homepagegestalter beliebt, lesen lässt sich eine solche Seite aber nicht gut und mögliche Besucher werden eher vorbeisurfen.

3. Alles, was den Surfer zum Warten verurteilt, wird ihn schnell zum Wegklicken veranlassen. Also bei den Dateien (besonders bei den Bildern) auf das richtige Format und die richtige Größe achten.

4. Schön, wenn man für seine Seite ein attraktives Intro gebastelt hat, aber alle, die öfter auf diese Seiten kommen, verzichten darauf dann gern. Für sie muss es die Möglichkeit geben, dieses Intro zu überspringen.

Copyright, Urheberrecht und Impressum

1. Alle Dateien (seien es Texte, Grafiken, Bilder, Musikstücke, Filmausschnitte), die nicht selbst erstellt werden, unterliegen dem Urheberrecht und eine unerlaubte Veröffentlichung kann sehr teuer werden. Das gilt übrigens auch, wenn man Markennamen als Domainnamen benutzt. Informationen darüber gibt es hier:
http://www.domain-recht.de/recht
http://www.jura.uni-sb.de/urheberrecht
http://www.irights.info

2. Bei jeder Veröffentlichung ist ein Impressum vorgeschrieben - auch wenn im Internet noch längst nicht alle sich daran halten. Man sollte mit gutem Beispiel vorangehen und verraten, wer hinter der Seite steckt. Dazu gehört auch die E-Mail Adresse, damit die Besucher Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen können.

Öffentlichkeitsarbeit

Was nutzt die schönste Seite, wenn niemand sie findet? Homepagebesitzer sollten ihre Seiten wenigstens bei den großen Suchmaschinen anmelden. Diese Prozedur ist recht einfach und wird auf den Seiten der einzelnen Suchmaschinen gut erklärt. Oft übernimmt der Provider diese Aufgabe.

Ab ins Netz

Und wie kommen nun die eigenen Seiten, bei denen all diese Regeln beachtet wurden, ins Netz? Ganz einfach: Das passiert entweder direkt per Mausklick im Browser oder über FTP (File Transfer Protocol), einem der ältesten Internet-Dienste. Mit einem FTP-Programm werden Dateien zwischen dem eigenen Computer und einem Internet-Server ausgetauscht.

Die Links im Überblick

Tipps und Kurse

Bauplätze

Baumaterial

Screenshot der Website www.medienkonvergenz-monitoring.de

SchülerVZ & Co. - Soziale Netzwerke und ihre Bedeutung für Heranwachsende
Die Ergebnisse einer Untersuchung des Projekts "Medienkonvergenz Monitoring" zum Umgang Jugendlicher mit Sozialen Online-Netzwerken liegen vor.

weiter

 

Service & Presse

 

RSS

 

Mitglieder

 

Über uns / About us

 

E-Mail an die Redaktion

E-Mail an die Redaktion

 


Newsletter abonnieren


Schirmherrschaft: www.unesco.de
 
www.klicksafe.dewww.seitenstark.de

Themen

Broschüre  Computerspiele  Internetsucht  Mobbing  Lernsoftware  SchülerVZ & Co.  Schule  Spieletipps