Wissen, wie's geht
Nachschlagen im Internet
Heißt es nach der Rechtschreibreform Känguruh oder Kängeru? Wann war der Dreißigjährige Krieg, was ist Podcasting und wer hat "Im Westen nichts Neues" geschrieben? Antworten zu diesen Fragen musste man noch vor nicht allzu langer Zeit mühsam in vielen verschiedenen Büchern nachschlagen oder allwissende Freunde fragen. Jetzt genügen schon wenige Klicks im Internet und nahezu keine Frage bleibt mehr unbeantwortet. Denn im Internet ist ein gigantischer Fundus an Informationen aus ganz verschiedenen Lexika verfügbar. Angefangen bei allgemeinen Enzyklopädien bis zu ganz speziellen Nachschlagewerken etwa zum Thema Gesundheit, Recht, Kunst oder Technik. Übrigens: Sprachlich zeigt das Internet seine starke Seite: Besonders groß ist das Nachschlageangebot nämlich in Sachen Wörterbücher und Volltextübersetzer.
Es ist schon verlockend, an so viel geballtes Wissen ganz bequem vom eigenen Schreibtisch aus zu gelangen. Aber eines sollte man - wie übrigens grundsätzlich bei Informationen im Netz – nicht vergessen: Nämlich die Qualität und den Wahrheitsgehalt der gefunden Informationen zu prüfen. Bei Nachschlagewerken von Verlagen etwa kann man sich – wie bei den gedruckten Werken auch - noch darauf verlassen, dass die Inhalte geprüft wurden, dies gilt auch für Informationen, die von Institutionen wie etwa Hochschulen zur Verfügung gestellt werden.
Daneben aber gibt es viele Angebote, bei denen nicht ersichtlich ist, wie zuverlässig die Information ist oder ob gar bestimmte Interessen dahinter stecken. Besser ist es also allemal, zweimal nachzuschlagen und die einmal gefundene Information auch noch bei anderen Quellen nachzuprüfen.
Übersicht
Suchen und finden
Die Schweizer Suchmaschine
Lexikon.ch sucht und findet Lexika, Thesauri, Wörterbücher, Zitatensammlungen, Abkürzungsverzeichnisse und Reimlexika im Internet.
Die
Fachhochschule Augsburg hat eine umfangreiche Linkliste zu Enzyklopädien, Lexika und Wörterbüchern zusammengestellt.
Auch in den Webkatalogen der Suchmaschinen kann man gezielt nach Lexika fahnden, wie etwa bei
Yahoo unter dem Stichwort Nachschlagen.
Allgemeine Lexika und Nachschlagewerke
In die freie Enzyklopädie
Wikipedia kann jeder sein Wissen einstellen und den Text direkt im Browser bearbeiten. Die Enzyklopädie existiert in mehr als 200 Sprachen und ihr Umfang wächst rasant. Weil aber jeder an diesem Nachschlagewerk mitschreiben kann, sind auch Fehler oder bewusst falsche Einträge nie ausgeschlossen. Trotzdem lohnt sich ein Blick in diese Enzyklopädie, denn auch viele Experten stellen hier ihr Wissen kostenlos zur Verfügung.
wissen.de ist ebenfalls ein kostenfreies Internetportal, das Inhalte aus verschiedenen Wissensbereichen zu einem Wissensnetzwerk verknüpft. Das wissen.de-Lexikon mit mehr als 150.000 Stichwörtern, das Bertelsmann Wörterbuch, WAHRIG Rechtschreibung, Chronik-Reihe und zweisprachigen Wörterbücher von Langenscheidt bilden die Basis des Portals.
xipolis.net bündelt die wichtigsten Nachschlagewerke bekannter Verlage. Gesucht werden kann z. B. im Brockhaus in 15 Bänden, im großen Wörterbuch der deutschen Sprache, in vielen Speziallexika und Wörterbüchern. Für unregistrierte Nutzer ist allerdings lediglich die Artikel-Vorschau einsehbar, die Artikel-Volltextansicht ist kostenpflichtig. Kostenlos ist der xipolis.net-Newsletter, der monatlich über aktuelle Wissensthemen informiert.
Im
Fischer Weltalmanach lassen sich Daten über alle Staaten der Erde abfragen. Besonders interessant ist die Verknüpfung zu aktuellen Nachrichten.
Akronyme
ABC, USP, GPS … immer mehr Abkürzungen tauchen in unserem Alltag auf. Wer nach Entschlüsselung dieser Akronyme sucht, wird im
Akronymwörterbuch der FU Berlin meist fündig. Einfach Abkürzung eingeben und die Langfassung lesen. Sogar Fremdsprachen werden berücksichtigt.
Deutsche Sprache
Diese
Spezialwörterbücher für Rechtschreibung, Flexion und Wortbildung liefern auch die passenden Regeln und ausführliche Erklärungen zur deutschen Sprache.
Im
Etymologie Wörterbuch kann man nach der Herkunft von Worten recherchieren.
Die neue Rechtschreibung: Das komplette Regelwerk und das Wörterverzeichnis online beim
Rat für deutsche Rechtschreibung.
Gesundheit
Das
Krankheitslexikon von lifeline informiert über die häufigsten Krankheiten. Von Angina pectoris bis Zwangsstörungen - mit Zusatzwissen über Ursachen, Symptome, Therapie und Prävention.
Schnell mal nachgeschlagen: Mehr als 12.000 Stichwörter - von Abdomen bis Zytostatikum: Das
Barmenia-Gesundheitslexikon beantwortet Fragen zu Symptomen, Krankheiten, Medikamenten und Behandlungsmöglichkeiten.
Internet -Wissen
Die wichtigsten Begriffe, die man rund um das Internet braucht und kennen sollte, sind auch im
Internet-ABC aufgelistet - von A bis Z.
Kunst
Etwa 10.000 Begriffe aus allen Epochen der Kunstgeschichte können in der
Onlineversion des Standardwerks von P.W. Hartmann bequem nachgeschlagen werden.
Recht
Von Abfindung bis Zwischenzeugnis - im
Rechtswörterbuch des ARD Ratgeber Rechts finden sich verständlich formulierte Antworten auf rechtliche Alltagsfragen.
Speziell für Schüler
Das
Schülerlexikon - ein Angebot des Duden Schulbuchverlags - basiert auf den gleichnamigen gedruckten Werken (inklusive CD-ROM) und ist derzeit für insgesamt siebzehn Schulfächer abrufbar. Der Zugriff auf das Interangebot ist kostenfrei, lediglich multimediale und interaktive Elemente werden ausschließlich für Besitzer der Bücher frei geschaltet.
Bei der
Bundeszentrale für politische Bildung können Schüler in zwei Onlinelexika aktuelle politische Begriffe nachschlagen - von Abgeordneter bis Zweitstimme.
Volltextübersetzer
Der Münchener Sprachenverlag digital publishing stellt mit
Webtranslate ein kostenloses Übersetzungsportal für Englisch und Französisch im Internet zur Verfügung. Ähnlich funktioniert der
Übersetzungsservice des Münchner Sprachtechnologie-Unternehmens Linguatec und des französische Unternehmen
Softissimo. Diese Programme übersetzen auch ins Italienische und Spanische.
Die Suchmaschine AltaVista betreibt mit
Babelfish einen Standardübersetzer für Texte und Webseiten mit einer Vielzahl von Sprachpaaren wie etwa Japanisch-Englisch, Spanisch-Französisch oder Französisch-Niederländisch.
Auf eines aber sollte man achten: Auch bei professionellen Volltextübersetzern sind Übersetzungen nicht unbedingt perfekt. Wer so übersetzte Texte weiter verwenden möchte, sollte sie vorab auf jeden Fall prüfen oder prüfen lassen.
Wörterbücher
Egal ob man Schifffahrt nach der alten oder neuen Rechtschreibung eingibt oder bei immediate ein m vergisst: Dieses
Wörterbuch der TU Chemnitz ist fehlertolerant, es verzeiht also auch mal einen Tipp- oder Rechtschreibfehler. Übersetzt wird vom Deutschen ins Englische und umgekehrt.
Mit ganz besonderen Tools punktet das
Onlinewörterbuch vom Pons. Übersetzt wird hier ins Englische, Französische, Italienische, Polnische und Spanische, beziehungsweise aus diesen Sprachen ins Deutsche und mit wenigen Klicks lässt sich das Wörtbuch so einstellen, dass es immer – also auch bei allen Reisen durchs Internet – verfügbar ist. Außerdem bietet Pons mit dem dazu passenden
Lexitrainer ein persönliches elektronisches Wörterbuch.
Leo von der Informatik der Technischen Universität München ist eines der ältesten, bekanntesten und umfangreichsten Deutsch-Englischen Wörterbücher im Netz und hat jetzt auch
Deutsch-Französisch im Angebot. Es liefert nicht nur die bloße Übersetzung sondern auch Wortzusammensetzungen, Redewendungen und Beispielsätze. Die Stärken dieses Wörterbuchs sind außerdem: Hörbeispiele, Wendungen, Ausdrücke und zusammengesetzte Einträge.
Dritte Person Singular, Imperfekt von to go? Einfach eingeben und schon gibt dieser
Konjugator die richtige Flexionsform. Übrigens für Verben aus insgesamt 24 Sprachen.









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