Wissen, wie's geht
Suchen und finden im Netz
Guck doch mal ins Netz. Wer heute nach Informationen sucht, der geht ins Internet. Bloß: Findet er dort das, was er sucht, sind die Suchergebnisse seriös und kann man auch Kinder und Jugendliche unbesorgt zum Suchen ins Netz schicken? Das Internet ABC zeigt, wie die Suche erfolgreich wird und was Eltern und Kinder beim Suchen im Netz beachten sollten.
Übersicht
Die verschiedenen Suchmaschinen
Im World Wide Web gibt es Milliarden von Seiten. Wer in dieser Datenmenge etwas finden will, braucht Orientierung. Dafür sorgen ganz unterschiedliche Suchmaschinen.
Allgemeine Suchmaschinen
Die bekannteste Suchmaschine und mit knapp 80 Prozent Marktanteil auch die meist genutzte ist
Google. Daneben werden
Yahoo,
Lycos,
MSN, und die Suchfunktionen bei
AOL,
web.de und
T-Online gern genutzt. Allgemeine Suchmaschinen durchforsten das World Wide Web unablässig nach neuen Informationen und speichern diese in Datenbanken ab. Sucht man dort nach einem bestimmten Begriff, dann werden die passenden Ergebnisse aus diesen Datenbanken generiert. Sie erhalten dann eine – meist recht lange – Liste mit Suchergebnissen. Diese Suche lässt sich verfeinern, indem man bestimmte Begriffe kombiniert. So kann man mit einem Wort, mit mehreren Wörtern oder mit einer genauen Wortgruppe suchen. Gleichzeitig kann man bestimmte Wörter ausschließen. Auch lässt sich das ganze Web durchforsten oder man beschränkt sich nur auf deutschsprachige Ergebnisse.
Web-Kataloge
Web-Kataloge werden von Menschen erstellt. Eine Redaktion begutachtet die Internetangebote und sortiert sie in einen Schlagwortkatalog ein. Web-Kataloge eignen sich gut zur Suche nach einem ganz bestimmten Thema oder einem Sachgebiet.
Webkataloge gibt es unter anderem bei:
Spezielle Suchmaschinen
Spezialsuchmaschinen widmen sich nur einem Bereich. Die Wahrscheinlichkeit, brauchbare Treffer zu erhalten, ist hier relativ hoch. Spezialsuchmaschinen gibt es zum Beispiel für Reisen, Onlineshopping, Medizin, Hobbys oder für Nachrichten. An erster Stelle bei den Spezialsuchmaschinen stehen die:
Kindersuchmaschinen
Kindersuchmaschinen wollen Kinder vor problematischen Internetangeboten – also vor pornografischen, rechtsextremen oder Gewalt verherrlichenden Inhalten – bewahren. Hier werden nur jugendfreie Links angezeigt.
Bekannte und empfehlenswerte Kindersuchmaschinen sind:
Aktuelle Nachrichten
Seit einiger Zeit bieten die großen Suchmaschinen ein spezielles Angebot zur Nachrichtensuche. Wer also nicht nur bei einer Onlinezeitung, einem Nachrichtenmagazin oder einem Webangebot eines Fernsehsenders nach neuesten Nachrichten fahnden will, lässt sich die Ergebnisse gleich mehrerer Online-Publikationen anzeigen und zwar mit diesen Suchmaschinen:
Ganz ausgereift ist diese Suche allerdings noch nicht, denn es werden längst nicht alle Onlinemedien berücksichtigt.
Meta-Suchmaschinen
Meta-Suchmaschinen durchsuchen mehrere Suchmaschinen gleichzeitig. Hier ist die Suche dann empfehlenswert, wenn die Anfrage in einer einzigen Suchmaschine nicht das gewünschte Ergebnis gebracht hat. Denn selbst die beste Suchmaschine erfasst nur einen Teil des Webs, auch wenn es sich dabei um Millionen von Seiten handelt. Bewährt hat sich die
Meta-Suchmaschine des Rechenzentrums der Universität Hannover.
Wie seriös sind die Suchergebnisse?
Im World Wide Web gibt es mehrere Milliarden von Seiten. Täglich kommt ungefähr eine Million neuer Seiten hinzu, gleichzeitig verschwinden schätzungsweise 300 000 Seiten. Das ist so, also würden in einer Bibliothek täglich 6000 neue Bücher angeliefert und 1000 abgeholt. Dazu kommt: Im Internet kann jeder veröffentlichen. Eine Qualitätskontrolle gibt es nicht. So finden sich neben wertvollen Informationen und guten Unterhaltungsangeboten auch viele zweifelhafte, jugendgefährdende und sogar kriminelle Inhalte. Das sollte man immer bei der Suche im Netz berücksichtigen. Die Kunst ist, die seriösen von den unseriösen Inhalten zu unterscheiden.
Manipulierte Ergebnisse
Internetangebote sind dann wirtschaftlich interessant, wenn viele Besucher kommen. Nur dann können die Betreiber der Seite Werbung verkaufen, ihre eigenen Produkte an den Mann oder die Frau bringen oder mit teuren Einwahlprogrammen, den so genannten Dialern, Geld machen. Deswegen wird immer wieder versucht, die Suchmaschinen mit unterschiedlichen Verfahren zu manipulieren, um mit dem eigenen Angebot bei den Suchergebnissen möglichst weit oben zu stehen. Andererseits sind die Suchmaschinenbetreiber daran interessiert, relevante und keine manipulierten Ergebnisse anzuzeigen. Sie versuchen also deshalb, solche Manipulationen zu verhindern und löschen gegebenenfalls sogar derartige Webanbieter aus ihrem Index.
Werbung
Einige Suchmaschinen sind in Verruf geraten, weil sie sich angeblich von Anbietern gute Suchplatzierung honorieren lassen. Andere Suchmaschinen kennzeichnen die Werbelinks nur unzureichend. Einige große Suchmaschinen wie Google, Yahoo und MSN machen die Werbelinks durch eine entsprechende Platzierung auf der Seite oder durch optische Hilfsmittel kenntlich. So können auch Surfer, die nur gelegentlich im Netz unterwegs sind, die Werbung von echten Suchergebnissen unterscheiden.
Fragwürdige Inhalte
Es bleibt im Internet nicht aus, dass man irgendwann auf Seiten mit fragwürdigen Inhalten stößt. Denn pornografische, rassistische, Gewalt verherrlichende oder andere kriminelle Inhalte sind auch Bestandteil des Internets. Wer bei seiner Websuche auf solche Angebote stößt, sollte die speziellen Meldestellen informieren. Diese überprüfen dann diese Websites und unternehmen gegebenenfalls etwas dagegen. Viele Suchmaschinen haben einen Service eingerichtet, bei dem man diese zweifelhaften Seiten angeben kann. Oder man wendet sich direkt an eine der folgenden Einrichtungen:
Jugendschutz.net, Die
Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia Diensteanbieter (FSM) oder nutzt den Link
"Verdächtige Seiten melden" im Internet-ABC.
Geschickt suchen
Egal ob werbefinanzierte, manipulierte oder tatsächliche Suchergebnisse: Nicht immer erscheinen unbedingt die besten Links an erster Stelle. Deshalb gilt: Besser einmal mehr hinschauen, bevor man auf ein Suchergebnis klickt. Meist ergibt sich aus den zusätzlichen Informationen - dem kurzen Vorschautext in der Ergebnisliste - ob die Seite wirklich interessant ist. Auch lässt sich aus der URL oft schon erkennen, ob ein seriöser Anbieter dahinter steckt.
Man sollte getrost mehrere Suchmaschinen für die Suche benutzen und sich nicht nur mit einem Ergebnis begnügen. Wer sich auf den Wahrheitsgehalt der Angaben verlassen will – sei es auf medizinische Ratschläge oder auf Texte, die in einem Referat zitiert werden sollen – sollte immer mehrere Quellen zu Rate zu ziehen.
Bookmarks setzen
Gute Websites will man auch in Zukunft häufiger ansteuern. Das wird bequemer, wenn man sie als Bookmark bzw. Favorit speichert und geschieht mit einem Klick auf den entsprechenden Button im Browser.
Vielleicht ist der elfjährige Sohn Fußballfan und die neunjährige Tochter Clara möchte alles über Dinosaurier wissen. Wo gibt es die meisten Informationen? Im Internet. Aber kann man die beiden unbesorgt zum Suchen ins Netz schicken? Mehr als zwei Millionen Fundstellen zeigt die Suchmaschine Google beim Stichwort Dinosaurier an und zehn Millionen für den Begriff Fußball. Die Links führen ebenso zu teuren Klingeltonangeboten, fragwürdigen Fanseiten oder Online-Shops, wie zu wissenschaftlichen Informationen oder brauchbaren Angeboten für Kinder. Selbst für Eltern ist es nicht leicht, unter diesen vielen Links die passenden zu erkennen.
Verbot ist keine Lösung
Die Kinder aber deswegen vom Internet fern zu halten ist keine Lösung. Besser ist, nach geeigneten Wegen zu suchen, wie Kinder an gute und für sie interessante Angebote kommen. Kinder suchen im Netz das, wofür sie sich auch sonst interessieren: Informationen über ihre Lieblingssportart, über ihre Hobbys, über Buchhelden, über Superstars oder Seiten, auf denen sie spielen können. Mit Kindersuchmaschinen finden Eltern und Kinder die passenden Angebote. Diese speziellen Suchmaschinen durchsuchen eine begrenzte Auswahl von Webseiten und Redakteure prüfen zudem die Ergebnisse. Hier werden also nur jugendfreie Links angezeigt.
Vertippt
Ein Buchstabe zuviel, ein Bindestrich an der falschen Stelle oder .com statt .de: Wer sich beim Eingeben der Internetadresse vertippt, landet schnell auf dubiosen oder kostenpflichtigen Seiten. Deshalb sollten jüngere Kinder ihre Lieblingsseiten nur über ihre Favoritenliste ansteuern und nicht selbst eingeben. Neue Seiten ergänzen Eltern mit ihren Kindern gemeinsam.
Doppeldeutige Suchbegriffe
Immer wieder melden unseriöse Anbieter ihre Seiten bei Suchmaschinen falsch an, kaufen erfolgreiche Websites auf oder bauen häufig benutzte Begriffe in ihre Seiten ein. So landen Surfer bei eigentlich harmlosen Suchbegriffen wie Taschengeld, Barbie, Hausaufgaben oder Malvorlagen plötzlich auf Hardcore-Angeboten und kostenpflichtigen Websites, die pro Nutzung bis zu 30 Euro berechnen.
Wie können Kinder suchen?
Grundschulpflichtige Kinder sollten noch nicht mit allgemeinen Suchmaschinen suchen, wenn sie allein im Internet unterwegs sind. Eltern können die voreingestellte Suchmaschine im Browser durch eine spezielle Kindersuchmaschine ersetzen. Dann kommen die Kinder nicht auf problematische Seiten, wenn sie einen Begriff in dieses Suchfenster eingeben. Beim Browser Firefox lässt sich die Suchmaschinenauswahl mit wenigen Klicks erweitern. Für andere Browser gibt es eine Anleitung bei der Kindersuchmaschine
www.blinde-kuh.de. Zusätzlich kann man eine Kindersuchmaschine als Startseite im Browser einrichten. Unter dem Menüpunkt "Extras" lässt sich die voreingestellte Startseite beliebig ändern. Kindersuchmaschinen bieten weit mehr als bloße Linkempfehlungen. Neben aktuellen Nachrichten, Spielen oder Rezepten werden spezielle Informationen etwa über Indianer, Umwelt oder Fernsehsendungen für Kinder angeboten. Hier werden Kinder also fündig.
Die Links im Überblick
Allgemeine Suchmaschinen
Web-Kataloge
Kindersuchmaschinen
- http://www.blinde-kuh.de/
- http://www.milkmoon.de/
- http://www.helles-koepfchen.de/
- http://sea.search.msn.de/kids/









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