Die wichtigsten Fragen
Internet sicher
Sind meine Daten im Netz geschützt?
Alles, was Sie im Netz ohne zusätzliche Verschlüsselung verschicken, ist dort so gut oder schlecht vor anderen geschützt wie der Inhalt einer normalen Postkarte. Das heißt zwar nicht, dass jeder mitliest, aber wer es darauf anlegt, kann herausfinden, was Sie verschicken. Deshalb unbedingt beachten: Kreditkartennummern, Passwörter und Daten fürs Onlinebanking nie in einer Mail mitteilen.
Übrigens: Wenn Sie an Preisausschreiben teilnehmen, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Adresse weiterverkauft wird. Es sei denn, Sie haben darauf geachtet, dass in den AGBs entsprechende Informationen aufgeführt sind, die das verbieten und Sie das oft vorhandene Feld zur Einwilligung der Weitergabe Ihrer Daten nicht angeklickt haben.
Was darf ich beim Chat oder am Pinboard preisgeben?
Kinder sollten im Internet niemals persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer oder andere Informationen über sich oder die ganze Familie mitteilen. Aber auch Erwachsene sollten überlegen, wem sie welche persönlichen Daten preis geben. Denn nicht immer wissen Sie, was mit Ihren Angaben geschieht. Auch wenn sie bloß zu Werbezwecken weiter gegeben werden: Ein ständig voller virtueller oder realer Briefkasten kostet Zeit und Nerven.
Welche Mails kann ich unbesorgt öffnen?
Reine Text-E-Mails (txt) sind im Prinzip ungefährlich. Problematischer ist es mit HTML-Mails. Diese können ausführbaren Code enthalten, der schon durch das simple Öffnen der Mail aktiviert wird und unter Umständen einen Schädling auf den Plan ruft. Schalten Sie das Vorschaufenster in Ihrem E-Mail-Programm daher besser ab. Gefährlich sind E-Mail-Anhänge, die so genannten Attachments. Mails mit Attachments von unbekannten Absendern sollten Sie besser löschen.
Weil aber manche Viren unbeobachtet Mails an x-beliebige Adressen aus dem Adressbuch verschicken können, ist es sogar möglich, dass Sie von einem Bekannten eine infizierte Mail bekommen. Und der weiß gar nichts davon, weil nicht er, sondern der Virus die Post auf den Weg geschickt hat. Dazu zwei Tipps: vorsichtig mit Attachments umgehen und den PC immer mit einem aktuellen Virenscanner kontrollieren.
Gibt es wirklich sicheres Surfen?
Wenn sicheres Surfen meint, dass Sie bei Ihrer Tour garantiert nicht mit illegalen Inhalten konfrontiert werden oder dass nur virenfreie Mails Ihren Rechner erreichen, ist die Antwort: nein. Trotz Filter oder Filtereinstellungen Ihres Browsers stoßen Sie auf Seiten mit problematischen Inhalten, so können Sie das bei den zuständigen Behörden melden. Diese können entsprechende Verfahren einleiten oder die Provider auffordern, die entsprechenden Seiten aus dem Netz zu nehmen. Auch vom Angebot des Internet-ABC aus können Sie
Verdächtige Seiten melden.
Zu Ihrer Sicherheit in punkto Viren tragen Sie bei, indem Sie vorsichtig mit fremden Dateien - seien es E-Mail Anhänge, Programme von Disketten oder Downloads unbekannter Herkunft - umgehen und sie im Zweifelsfall erst gar nicht öffnen.
Kann ich mir durch das Surfen Viren holen?
Bisher galt: Durch schlichtes Surfen oder Lesen von E-Mails wurden Viren nicht verbreitet, sondern nur durch das Öffnen sogenannter Attachments. Seit "Nimda" ist das anders. Denn dieser Virus schaffte es auch, Webseiten zu infizieren und breitete sich auf fremden Rechnern schon durch das Lesen der Mails aus. Damit Sie möglichst vor bösen Überraschungen geschützt sind, sollten Sie immer einen aktuellen Virenscanner auf Ihrem PC installiert haben.
Woher kommen eigentlich Computerviren?
Computerviren werden ganz gezielt programmiert. Über die Absicht ihrer Produzenten kann man nur spekulieren: Wollen sie Macht demonstrieren, gefällt es ihnen, anderen Schaden zuzufügen oder wollen sie Ihr Können beweisen? Die meisten Virenprogrammierer zielen auf das Löschen von Datenträgern, die Beschädigung von Programmen oder einfach das Erzeugen von Verwirrung und Durcheinander ab. Sicher ist, dass schon sehr viel (materieller) Schaden mit Computerviren angerichtet wurde. Allein in kleinen und mittelgroßen Betrieben und Unternehmen in Europa entstehen durch Hackerangriffe und Virenattacken jährlich Schäden von rund 22 Milliarden Euro – so schätzen Antivirenhersteller.
Kann ich mich irgendwo aktuell über Viren erkundigen?
Ja. Nähere Informationen finden Sie in den gängigen Computerzeitschriften sowie auf deren Internetseiten. Darüber hinaus gibt es
www.antivirus-online.de - eine sehr informative Website mit ausführlichen Hintergrundinfos zu Virentypen, Geschichte der Viren, Bedrohungspotenzial und zu den neuesten Schutzprogrammen.
Wenn Sie sich außerdem über die neueste und beste Antivirensoftware informieren möchten, empfehlen wir einen Blick auf
www.av-test.de. Hier werden die Ergebnisse der Tests von Antivirenprogrammen veröffentlicht.
Warum soll man eigentlich nicht den eigenen Namen oder das Geburtsdatum als Passwort verwenden?
Ganz einfach: weil es dann sehr leicht zu knacken ist. Schließlich sollen mit dem Passwort bestimmte Dateien, Informationen oder der Zugang zum PC gesichert werden. Andererseits will man sich sein eigenes Passwort auch gut merken können. Ein Tipp: Nutzen Sie die Anfangsbuchstaben eines Satzes, an den Sie sich leicht erinnern, zum Beispiel "Im August wird unsere Tochter Kathrin eingeschult" (IAWUTKE), fügen gegebenenfalls noch ein Sonderzeichen oder eine Zahl hinzu, und schon haben Sie ein ziemlich sicheres Passwort.
Wie kann ich mich vor Werbung in meinem E-Mail Briefkasten schützen?
Die meisten E-Mail-Programme bieten Ihnen zum Schutz vor lästiger Post eine Funktion, mit der Sie gezielt Absender sperren können und von diesen in Zukunft keine E-Mails mehr erhalten. Einige kostenlose E-Mail-Anbieter wie gmx.de oder Web.de bieten zudem Spam-Filter an. Die entsprechenden Einstellungen können Sie selbst vornehmen.
Je unbedachter Sie mit Ihrer E-Mail-Adresse umgehen, umso mehr Werbung wird Ihr Postfach erreichen. Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht wahllos in Formulare z. B. bei Gewinnspielen, Umfragen oder in Gästebücher im Internet ein.
Noch besser: Legen Sie eine zusätzliche Adresse an, zum Beispiel bei einem kostenlosen E-Mail-Anbieter im Netz. Wenn Sie bei dem Besuch einer Webseite, einer Umfrage o. ä. diese E-Mail-Adresse angeben, verhindern Sie, dass Ihr Hauptbriefkasten mit nervigen Werbemails zugepackt wird. Und abmelden können Sie Ihre zweite E-Mail-Adresse jederzeit.
Außerdem gibt es heute eine Reihe von Softwareprodukten, die versuchen, Werbepost automatisch als Spam zu klassifizieren. Wenn Sie viel Werbemüll erhalten, lohnt sich der Versuch einen solchen "Spamfilter" einzusetzen ganz sicher.
Was sind Dialer und wie schütze ich mich und meine Kinder davor?
Dialer sind Kostenfallen im Internet, in die gerade ahnungslose Surfer leicht hineintappen können. Ursprünglich stammen Dialerprogramme aus dem kostenpflichtigen Erotikbereich. Der Kunde bestätigt den Abruf eines Angebotes mit der Eingabe von "OK". Mit dieser Eingabe wird eine Abbuchung über die Telefonrechnung eingeleitet, deren Höhe je nach Angebot variiert. Gleichzeitig installiert sich der eigentliche Dialer, ein Einwahlprogramm, auf der Festplatte. Jedes Mal, wenn der Computer danach online geht, werden Euros fällig.
Dialer werden heute vielfach auch auf Seiten eingesetzt, die für Kinder und Jugendliche von Interesse sind. Insbesondere Hausaufgaben- und Referateseiten nutzen Dialersoftware, um den Surfern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Oberstes Gebot: Niemals ein "OK" eintippen. Erklären Sie den Kindern, dass ein solches OK meist rund 30 Euro kostet, ohne dass es eine lohnenswerte Gegenleistung dafür gibt.
Seit dem der Einsatz von Dialerprogrammen Mitte 2005 in Deutschland gesetzlich stark reglementiert wurde und zudem immer mehr Menschen über DSL ins Internet gehen, bieten einzelne Anbieter solcher dubiosen Dienste auch die Möglichkeit an über SMS-Nachrichten zu bezahlen. Auch darüber sollten Sie mit Ihren Kindern sprechen, damit sie die Masche der Geschäftemacher durchschauen und sich nicht dazu verleiten lassen via SMS einen überteuerten Freischaltcode zu bestellen.
Ausführliche und hilfreiche Informationen über Betrügereien mit Dialern und wie man sich als Opfer dagegen wehren kann, finden sich unter www.dialerschutz.de. Dort gibt es auch Programme zum Download, die Dialer auf dem eigenen Computer entdecken.
Auf welche Tricks und Betrügereien muss ich mich als Onlinebanking-Kunde einstellen? (Phishing und Pharming)
Wertvollstes Gut des Online-Bankings sind die Zugangsdaten, die Einlass zu Ihrem Konto gewähren. Genau darauf haben es Betrüger abgesehen!
Mit "Phishing" und "Pharming" werden zwei Arten von Angriffen bezeichnet, mit denen Betrüger versuchen, an die persönlichen Daten der Nutzer zu kommen, um deren Konten abzuräumen.
Phishing ("password" (dt. Passwort) & "fishing" (dt. fischen) = Herausfischen von Passwörtern) funktioniert über die Zusendung einer gefälschten E-Mail, in der Sie die Aufforderung erhalten, Ihre persönlichen Daten zu Ihrer Bankverbindung preiszugeben, z. B. mit dem Vorwand, es sei eine Aktualisierung erforderlich. Wenn Sie dem in der Mail enthaltenen Link folgen, werden Sie zu einer Fake-Website geführt, auf der Sie die Daten eintragen sollen. Geben Sie hier Ihre Daten ein, so gelangen diese geradewegs zu den Betrügern. Wie schützt man sich vor Phishing? Ganz einfach: Füllen Sie solche Formulare niemals aus! Seriöse Banken fragen Sie grundsätzlich nicht über E-Mail nach vertraulichen Daten.
"Pharming" (engl. password & farming = ernten) ist noch raffinierter. Selbst wenn der User von Hand oder über ein Lesezeichen seine Bankseite aufruft, gelangt er auf eine falsche Seite. Diese sieht unverdächtig aus, befindet sich aber auf dem Server der Betrüger. Aber keine Panik, auch ein Pharming-Betrug lässt sich entdecken: Achten Sie auf das kleine Schloss-Symbol rechts unten am Bildschirmrand. Ist das Vorhängeschloss geöffnet, sollten die Alarmsirenen schrillen. Lassen Sie im Zweifelsfall Ihr Online-Konto sperren und informieren Sie Ihre Bank. Weitere Informationen sowie Listen von aktuellen Betrüger-Fällen unter:
https://www.a-i3.org/
Wie mache ich mein Betriebssystem Windows sicher?
Sie können mit ein paar einfachen Handgriffen dazu beitragen, dass Ihr Betriebssystem Windows XP sicherer und gegen Angriffe geschützt ist. Als erstes sollten Sie sich vergewissern, dass auf Ihrem Rechner das Service Pack 2 installiert wurde. Es stopft diverse Sicherheitslöcher und ermöglicht eine sichere Grundkonfiguration. Das Service Pack 2 ist Grundlage und Voraussetzung für ein sicheres XP. Sie erhalten es kostenlos auf der Internetseite von Microsoft. Und damit sind wir bei einer weiteren Sicherheitsmaßnahme: Das Service Pack 2 beinhaltet eine eigene Firewall. Aktivieren Sie diese, um sich vor Angriffen von außen zu schützen.
Da mit dem Service Pack nicht automatisch alle Sicherheitslecks geflickt sind, vor allem nicht solche, die erst noch entdeckt werden, sollten Sie unbedingt die automatische Update-Funktion von Windows einschalten. Somit erhalten Sie regelmäßig Sicherheitsflicken, so genannte "Patches", die sich bequem und unbemerkt im Hintergrund installieren, sofern Sie Ihren Rechner ab und an mit dem Internet verbinden.
Eine weitere Möglichkeit, um das Betriebssystem abzusichern: Arbeiten Sie nicht im Administrator-Modus von Windows, sondern richten Sie sich ein persönliches Nutzerkonto ein, das sich durch einen eingeschränkten Modus kennzeichnet. Nach der gängigen Standardinstallation hat jeder Nutzer bei Windows XP automatisch Administratorrechte. Die erlauben es, Programme uneingeschränkt zu installieren. Sind Sie als Administrator eingeloggt und es trifft ein Virus auf Ihre Festplatte, wird Windows ihn nicht daran hindern, sich einzunisten. Denn auch Viren sind letztlich kleine Computerprogramme.
Um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, empfiehlt sich außerdem noch der Einsatz eines Antivirenprogramms.









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