Dr. Surf
WLAN: Am Netz, aber nicht verkabelt (15.03.2004)
Liebe Nutzer des Internet-ABC,
ganz ehrlich: Wer noch nie Wireless LAN ausprobiert hat, der ahnt nicht mal, wie praktisch diese Erfindung ist. Früher mussten Computer zwingend per Kabel miteinander verbunden werden - und ebenso mit dem Internet. Heute geht das ohne Probleme drahtlos, per Wireless LAN. Eine Funkstrecke zwischen Rechner und AccessPoint, das ist die Sende-Empfangs-Einheit, die sich mit den Rechnern unterhält, ersetzt das Kabel.
Während Büros heute gewöhnlich professionell vernetzt sind - in jedem Zimmer gibt es garantiert mehrere Steckdosen, um PCs einzustöpselnd -, will man zu Hause eigentlich nicht so gerne Kabel durch die Wohnung legen. Wer auf WLAN setzt, muss das auch nicht. Einmal eingerichtet - und das geht wirklich ziemlich einfach -, lassen sich Sage und Schreibe bis zu 254 Computer drahtlos vernetzen. Mit so vielen verschiedenen Rechnern kann ein AccessPoint (siehe oben) Kontakt aufnehmen. Der Rechner im Kinderzimmer, das tragbare Notebook, ja sogar der winzig kleine Organizer: Sie alle unterhalten sich mit der Funkzentrale - und sind so ständig online.
Ein, zwei Etagen lassen sich problemlos mit WLAN überwinden. Auch einige Wände, sofern sie nicht zu massiv sind. So kann es schon mal passieren, dass man auf dem eigenen Rechner das drahtlose Netzwerk des Nachbarn sieht. Theoretisch könnte man dann auf seine Kosten surfen. Das gehört sich nicht - und muss auch nicht sein. Denn drahtlose Netzwerke lassen sich natürlich absichern. Nur vergessen viele, den Schutzbetrieb im WLAN zu aktivieren.
Wer schon Wireless LAN zu Hause hat, sollte das unbedingt nachholen. Im eigenen Interesse. Funksmog ist bei Wireless LAN übrigens kein Thema. Die Sendeleistung ist minimal - nicht zu vergleichen mit einem Handy.
Wireless LAN ist aber nicht nur zu Hause und im Büro eine feine Sache, sondern durchaus auch unterwegs. An Flughäfen, Bahnhöfen, in Hotels und Cafés: Immer öfter stehen so genannte Hotspots zur Verfügung. Das sind öffentliche Sende-Empfangs-Einheiten, bei denen sich jeder anmelden kann. Wer also ein Notebook mit WLAN-Karte dabei hat, der kann drahtlos ins Netz. Manchmal kostenlos, manchmal gegen Gebühr. An Universitäten sind WLAN-Netze heute Standard. Studenten können so bequem auf dem gesamten Campus online gehen.
Das Notebook entdeckt das drahtlose Netz von ganz alleine. Ein Knopfdruck - schon ist man drin und kann online gehen. Im Laufe des Jahres sogar im Flugzeug. Die Lufthansa stattet ihre Langstreckenflieger nach und nach mit Wireless-LAN-Zugängen aus. Dann ist die Freiheit auch über den Wolken wirklich grenzenlos. Internetzugang inklusive, in 10.000 Metern Höhe. Wireless LAN macht's möglich.









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