Freitag, 10. Februar 2012

Spiel des Monats (Juli 2007)

Crush

Screenshot des Spiels: Crush
 
Spiel des Monats: 07.2007
 
Titel:
Crush
Erscheinungsjahr:
2007
Genre:
Quiz & Denkspiel  
 
System:
Sony PSP 
Preis in Euro:
50,00
Verlag:
Sega
ISBN:
 
Alter:
10
USK Wertung:
 
'Crush' ist inhaltlich und optisch höchst anspruchsvoll und setzt eine ausgeprägt gute Fähigkeit zum räumlichen Denken voraus - und macht zudem großen Spaß!

 
Spielspass:
sehr gut
Bedienung:
sehr gut
Technische Qualität:
sehr gut
Gesamtbewertung:
sehr gut


Beschreibung

Screenshot des Spiels: Crush

Sudoku, wohin das Auge blickt: Ob unterwegs in U-Bahnen, Bussen oder Flugzeugen, ob in Wartezimmern oder zuhause – überall zücken Menschen ihre Bleistifte und geben sich dem kniffligen Spiel hin. Das klassische Zahlenrätsel ist wieder schwer in Mode! Je schwieriger und vertrackter, desto besser. Das haben auch die Spielhersteller begriffen und werfen einen Hirntrainer nach dem anderen auf den Markt. Völlig neue Zielgruppen greifen jetzt zu Nintendo DS und PSP, um die eigene Hirnaktivität auf Vordermann zu bringen. Die Firma Sega hebt sich nun mit 'Crush' angenehm von der Konkurrenz ab: Das Spiel ist inhaltlich und optisch höchst anspruchsvoll und setzt eine ausgeprägt gute Fähigkeit zum räumlichen Denken voraus.

Letzte Hoffnung

Screenshot des Spiels: Crush

Danny ist ein Fall für die Psychoanalyse. Seit Wochen kann er nicht mehr schlafen. Er ist extrem nervös, reizbar und kurz vor dem Durchdrehen. Da tritt der ominöse Dr. Reubens auf den Plan und verspricht rasche Linderung. Mit Hilfe von Hypnose sendet er Danny direkt in die Tiefen seines eigenen Gehirns. Die angewandte Methode verfügt über einen Namen, der selbst Freud und Jung entzückt hätte: 'Cognitiver Replikator zur Unterstützung der Selbstfindung während der Hypnose', kurz 'CRUSH'. Die Neurosen des Patienten nehmen im Spiel geometrische Formen an und nur einer kann es mit ihnen aufnehmen: der Spieler.

Dimensionswechsel

Screenshot des Spiels: Crush

In insgesamt 40 Levels hat Danny die Aufgabe, ein Neurosenrätsel nach dem anderen zu lösen, in dem er in verschiedenen aufeinander geschichteten Blöcken den Ausgang findet. Das ist aber oft nicht leicht, denn viele Areale schweben in der Luft und scheinen so unerreichbar.

An diesem Punkt kommt die geniale Kunst des 'Crushens' in Spiel: Der Spieler kann durch einen 'Crush' die Optik des Spiels erheblich verändern, indem er von der 3D- in die 2D-Ansicht wechselt. Und siehe da: Was im dreidimensionalen Raum unmöglich erschien, wird in der Zweidimensionalität ganz einfach. Nun sitzen plötzlich zwei ursprünglich voneinander entfernte Blöcke direkt Seite an Seite, und Danny erklimmt die Stufen. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch – und das ist der Clou. Denn der Spieler muss selbst wissen oder ausprobieren, wann ihn welche Optik wohin bringen kann.

Knobeln, springen, sammeln

Screenshot des Spiels: Crush

Danny bewegt sich in dem Spiel fort, indem er läuft, springt oder kriecht. Dabei sammelt er Bonusgegenstände ein. Auch ein genauer Blick auf die Blöcke erscheint angebracht. Denn es gibt sowohl solide als auch hohle Blöcke, und auch die Geistervarianten haben es in sich. Aufpassen, sonst stürzt Danny in die Tiefe! Immer wieder rauft sich der Spieler den Kopf und weiß nicht weiter. Dann taucht plötzlich unvermittelt ein beweglicher Schalter auf und öffnet einen Geheimgang. Auf seinen Wegen gilt es auch Gedanken einzufangen. Jeder Gedanke kann eine völlig andere Wirkung haben, so verleihen einige beispielsweise eine höhere Sprungkraft. Übrigens: Verzweifelte Spieler lassen sich gerne mit Hilfe des Dreieck-Buttons einen Lösungstipp servieren ...

Spiel der Spitzenklasse

Screenshot des Spiels: Crush

Natürlich würde sich kein Mensch in dieser verrückten Welt zurecht finden, wenn das Spiel nicht über eine ausgezeichnete Grafik verfügen würde. Hier hilft vor allem die sensationelle Kamera, die den Blickwinkel aus verschiedenen Richtungen anzeigt und so auch ein erster Hinweis in Richtung Lösung sein kann. Um sich aber von allen Möglichkeiten in der Welt der Blöcke ein gutes Bild machen zu können, braucht es (räumliches) Vorstellungvermögen, Kombinationsgabe und viel Fantasie.

Fazit

Zu Beginn ist das Spiel etwas gewöhnungsbedürftig, denn wer denkt schon im Alltag abwechselnd drei- oder zweidimensional? Doch das genaue Tutorial führt den Spieler leicht in die Welt von 'Crush' ein. Nach wenigen Minuten kennt er die wichtigsten Handgriffe, um recht flott die Perspektiven zu wechseln. Die sehr unterschiedlichen und zum Teil auch sehr schwierigen Herausforderungen tragen dem Spiel einen extrem hohen Wiederspielwert ein. Fazit: Ein echter Knaller und jeden Cent wert, denn hier wird wirklich Köpfchen gefordert.

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