Wissen, wie's geht
Dialer, Cookies, Phishing
Dialer

Eigentlich ist ein Dialer nichts Böses: Das DFÜ-Netzwerk von Windows zum Beispiel ist ein Dialer, ein Programm, das eine Einwahl ins Internet ermöglicht. Webdialer oder auch 0900-Dialer (früher 0190-Dialer) wiederum dienen dazu, Abrechnungen für kostenpflichtige Angebote im Internet über die Telefonrechnung vorzunehmen.
Die gefährlichen Dialer sind jene, die ohne Ihr Wissen auf Ihrem Computer installiert werden und neue, sehr teure Verbindungen zu oben genannten Diensten aufbauen. Als DSL-Nutzer sind Sie sicher vor Dialern, solange kein zusätzlicher Zugang zum Internet besteht (ISDN/analog). Brauchen Sie diese zweite Verbindung ständig oder benutzen insgesamt lediglich ein Modem, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen:
- Beantragen Sie eine Sperrung aller 0190- und 0900-Nummern bei Ihrer Telefongesellschaft. Bedenken Sie dabei aber bitte, dass Sie dann auch keine seriösen Angebote, die mit diesen Nummern arbeiten, mehr nutzen können.
- Speichern Sie nicht das Zugangspasswort für die Internetverbindung. So müssen Sie bei jeder Einwahl ins Internet die Verbindung daraufhin überprüfen, ob es die von Ihnen gewünschte ist.
- Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Dialer-Blocker zu installieren. Dabei handelt es sich um ein Zusatzgerät, das zwischen Computer und TAE-Dose installiert wird und in dem Sie Rufnummern speichern, deren Anwahl erlaubt ist. Bei anderen Nummern wird der Einwahlversuch abgebrochen.
Wie Sie Ihren Browser sicher konfigurieren, erfahren Sie weiter unten im Kapitel
Cookies
Cookies sind kleine Dateien, die der Browser auf Ihrem Rechner ablegt, um Ihr Nutzungsverhalten zu dokumentieren, zum Beispiel, wie oft Sie eine bestimmte Website besuchen. So kann der Anbieter eines Internetauftrittes sein Angebot leichter den Bedürfnissen der Nutzer anpassen. Ursprünglich wurden die Cookies entwickelt, um eingegebene Daten auf interaktiven Websites zu speichern und so sicherzustellen, dass Sie bei erneutem Aufsuchen der Seite nicht alle Eingaben wiederholen müssen.
Standardeinstellungen, wie beispielsweise die Darstellung der Website, können einmal grundsätzlich abgespeichert werden. Das macht das Surfen auf Seiten, bei denen die Identität des Nutzers von Belang ist (zum Beispiel bei Shops) durchaus angenehm.
Cookies sind nicht gefährlich in dem Sinne, dass durch sie Viren verbreitet werden. Datenschutzrechtlich ergeben sich schon eher Probleme, nämlich dann, wenn von Ihnen ein Nutzerprofil erstellt wird und dazu die Informationen von verschiedenen Anbietern verwendet und zu einem Profil kombiniert werden. Spam-Mails können die Folge sein.
Wenn mehrere Nutzer zum gleichen Computer Zugang haben, besteht außerdem die Möglichkeit, dass eingegebene Daten in Cookies abgelegt wurden und nun von jemand anderem "genutzt" werden können. Ein Beispiel: Beim Online-Shopping werden dann die Produkte angezeigt, die in den Interessensbereich des Vornutzers passen. Oder der nachfolgende Nutzer kann das Level eines Online-Spiels wieder aufnehmen, was der Vorgänger erreicht hatte.
Sie können selbst entscheiden, ob Ihr Browser Cookies akzeptieren soll oder nicht. Auch hierzu erhalten Sie weitere Informationen im Abschnitt
Phishing
Phishing beschreibt den Versuch über gefälschte E-Mails, manchmal auch SMS, an sensible Daten heranzukommen. Die Nachrichten werden von scheinbar vertrauenswürdigen Institutionen oder Personen versendet und fordern dazu auf, Zugangsdaten für Online-Banking oder Kreditkarteninformationen auf einer Website, die der Ihrer Bank oder anderen Institutionen täuschend ähnlich sieht, preiszugeben. In der Folge werden in Ihrem Namen zum Beispiel Überweisungen oder Ähnliches getätigt.
Am besten schützen Sie sich, in dem Sie die Augen offen halten:
Grundsätzlich gilt: Eine seriöse Bank würde würde niemals eine Mail versenden, in der Zugangsdaten abgefragt werden!
Viele Fälschungen lassen sich beim genauen Hinsehen leicht erkennen:
- Der Empfänger der E-Mail wird mit "Sehr geehrter Kunde" angesprochen, nicht mit seinem Namen.
- Die Adresse des Absenders der E-Mail oder die Adresse der Website sind in ihrer Schreibweise oftmals nicht ganz korrekt.
- Die Übertragung geschieht nicht verschlüsselt: Verschlüsselte Seiten besitzen in der Adressleiste der Website zu Beginn der Adresse ein "https://" (statt "http://"), das "s" steht für die verschlüsselte Übertragung.
- Bei sicher verschlüsselten Seiten finden Sie in der unteren Statuszeile des Browsers ein kleines Schloss-Symbol, das geschlossen ist. Bei unverschlüsselten Seiten hingegen ist das Vorhängeschloss geöffnet dargestellt.
- In der Regel melden neuere Browser automatisch, wenn das Sicherheitszertifikat abgelaufen oder ungültig ist.
Die Gültigkeit des Zertifikats einer Seite kann überprüft werden: Durch einen Doppelklick auf das Schloss-Symbol in der Statuszeile.
Phishing braucht meist den Einsatz von Scripten und HTML-Darstellung in E-Mails. Was Sie zu Ihrem Schutz tun können, lesen Sie im Kapitel










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