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Drogen- und Suchtbericht 2009
Auch Online- und Computerspielsucht wird thematisiert
(05.05.2009)

Der am 4. Mai 2009 veröffentlichte Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung betont, dass sich die Drogen- und Suchtpolitik zukünftig auch den "neuen Süchten" widmen müsse.
Der Bericht führt aus, dass "pathologischer Internetgebrauch" noch nicht hinlänglich erforscht sei. Auch lägen noch "keine verlässlichen Zahlen zu Personen vor, die sich wegen problematischen Internetkonsums in Beratung und Behandlung begeben haben". Trotzdem dürfe das Problem keinesfalls unterschätzt werden: Nach verschiedenen Studien seien 3 bis 7 % der Internetnutzer als "onlinesüchtig", ebenso viele als stark suchtgefährdet einzustufen: "Im Blickpunkt steht dabei die ausufernde Teilnahme an Onlinespielen oder Chats ebenso wie der übermäßige Konsum sexueller Inhalte." (S. 88)
Forschung notwendig
Aufgrund der noch nicht ausreichenden Datenlage zur Online- und Computerspielsucht sei es notwendig, die Forschungen zum Störungsbild zu vertiefen, statistische Daten zu sammeln und auszuwerten, um anschließend geeignete Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Erste Studien und Befragungen seien bereits in Auftrag gegeben worden, erste Ergebnisse lägen in Kürze vor. Auch ein Modellprojekt zur Behandlung von Computerspiel- und Internetsucht sei bereits ins Leben gerufen worden ("Ambulanz für Spielsucht", Johannes Gutenberg-Universität Mainz). Weitere beispielhafte Modelle und Projekte werden in dem Bericht kurz angeführt und erläutert.
Betont wird in dem Bericht zudem die erforderliche Stärkung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen, Eltern und Pädagogen.









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