Spieletipps
Fire Emblem






Beschreibung
Auf den Spieler wartet die klassische Rollenspiel-Fanatsy-Story, kurz: Junger Prinz rettet Königreich vor dem Bösem. Die längere Version: Der Spieler schlüpft in die Rolle des jungen Prinzen Marth, dessen Schwester einer Entführung zum Opfer fiel und der angesichts einer Invasion mit wenigen Getreuen ins Exil flieht. Dort gilt es, tapfere Kämpfer um sich zu scharen, den Widerstand zu organisieren und eine immer größer werdende Truppe von Veteranen und Verbündeten in den Kampf zu führen. Nicht nur Menschen, sondern auch ein Drachen bereiten dem Königreich Sorgen. Gut, dass Marth als königlicher Erbe das magische Schwert und das Feueremblem führt, um dem Drachen schließlich den Garaus zu machen. Alles erinnert ein wenig an einen Mix aus König Arthus, Herr der Ringe und diverse ältere Ritterfilme.
Die Story bietet trotz aller Vorhersehbarkeit interessante Momente und spannendes Rollenspiel. Auf jeder Karte gibt es beispielsweise Häuser und Dörfer, deren Bewohner nützliche taktische Hinweise verraten, eine kleine Geschichte erzählen oder auf verschollene Verwandte oder Deserteure aufmerksam machen. Wer hier nicht abschaltet und genau hinhört bzw. liest, findet diese Leute und gewinnt diese für die eigene Armee. Bei den sechs gebotenen Schwierigkeitsgraden spielen Neulinge das gesamte Abenteuer auf Tutorialniveau, während Kenner zwischen fünf Härtegraden wählen, an denen sie sich die Zähne ausbeißen. Die KI erweist sich rasch als gnadenlos, attackiert gezielt schwache Einheiten wie Heiler und nutzt sehr schlau das Schere-Stein-Papier-Prinzip, welches die Basis für viele Strategiespiele bildet. Das Grundkonzept lautet: Axt schlägt Lanze. Lanze schlägt Schwert. Schwert schlägt Axt. Eine Prognose zeigt an, inwiefern Vor- oder Nachteile mit der aktiven Waffe entstehen. Vor jeder Schlacht stellt der Befehlshaber seine Truppe aus dem stetig anwachsenden Helden-Pool zusammen und verteilt Waffen, Zauber und Tränke.
Zweifronten-Kriege auf verschachtelten Karten mit engen Zugängen oder Gebirgen bieten strategische Herausforderungen durch die vielen Lösungsmöglichkeiten. Den Trupp zusammenhalten oder mit einem raschen Streich die obere Festung sichern? Im Kampfgetümmel treten potenzielle Überläufer erst als Gegner auf, mit der richtigen Person angesprochen, wechseln sie schnell die Lager. So kommt es in der Schlacht nicht nur auf den geschickten Einsatz der eigenen Recken an, sondern zudem stets auf die Verbesserung der eigenen Position.
Die Animationen bleiben hinter dem Standard zurück, aber dafür geht es jetzt entweder online gegen Herausforderer oder über die drahtlose Verbindung gegen Freunden vor Ort - leider nur, wenn alle ein Modul besitzen.
Die Wurzel aller rundenbasierten Startegiespiele ist immer noch Schach (zur Erinnerung: eine weiße Armee kämpft gegen die schwarze Armee). Beim Schach ist allerdings nie klar, wer gut und wer böse ist. Beide sind Angreifer und Verteidiger. Um wie vieles leichter es doch dieses rundenbasierte Computerspiel macht. Bei "Fire Emblem" steht fest, wer für das Gute kämpft. Aufgrund des Kampfmomentes mehr ein Spiel für Jungen als für Mädchen und aufgrund der Komplexität eher ab 10 Jahren zu empfehlen. Vorher müssen dann doch ältere Brüder oder Väter mit aushelfen.









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