Montag, 21. Mai 2012

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Games Convention 2006 - ein Rückblick

(04.09.2006)

Logo GC family

Vom 23. - 27. August hatte die Games Convention wieder einmal ihre Tore für die großen und kleinen Computerspieler geöffnet. Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass auch in diesem Jahr mit steigenden Besucherzahlen zu rechnen war. Dass der Andrang jedoch so groß sein würde - damit hatten auch die Veranstalter zweifellos nicht gerechnet.

Waren es im letzten Jahr noch 134.000 Besucher, die sich über neue Entwicklungen im Bereich der Hard- und Software informieren wollten, so kamen in diesem Jahr statt der erwarteten 150.000 nunmehr über 180.000 Gäste (!) zu der inzwischen weltweit größten Besucher-Fachmesse für Computerspiele. Insbesondere am Sonnabend verzeichnete die Messe in Leipzig mit insgesamt 75.000 Besuchern den größten Andrang bei einer Leipziger Messe überhaupt. Damit waren die Kapazitätsgrenzen erreicht, und vor den neuen Spielen für Jugendliche und Erwachsene, die in abgetrennten Bereichen vorgeführt werden müssen, bildeten sich lange Warteschlangen.

Neue Konsolen - mit Jugendschutzsystemen

Für manchen der angereisten Fans war die Messe sicherlich insofern eine Enttäuschung, weil von den im Vorfeld angekündigten neuen Geräten lediglich die XBOX 360 'bespielt' und ausgiebig getestet werden konnte. Sowohl die neue Playstation 3 wie auch die neue Spielkonsole von Nintendo (Nintendo Wii), die beide zum Jahresende in die Läden kommen sollen, standen nur den Fachbesuchern zur Verfügung.

Interessant ist dabei die Konzeption der Nintendo Wii, bei der der Nutzer durch eine interaktive Spielsteuerung in das Spielgeschehen einbezogen wird und z. B. bei einem Tennisspiel richtig ausholt und zuschlägt, um den virtuellen Ball über das Netz zu befördern.

Im Hinblick auf den Jugendschutz ist bei allen drei 'neuen' Konsolen Erfreuliches zu vermelden: Alle drei sind mit einem Jugendschutzsystem ausgerüstet, das es Eltern durch eine analog den Altersfreigaben von Computerspielen abgestuften Einstellung erlaubt, ihre Kinder vor potentiell gefährdenden Inhalten zu schützen.

GC Family - der Familienbereich

Wie auch im letzten Jahr richtete sich ein besonderes Angebot an Eltern von jüngeren Kindern. Im Bereich der GC Family in der Messehalle 2 standen Computerspiele wie auch Lernsoftware für die jüngeren Kinder im Mittelpunkt. Hier herrschte trotz der auch hier feststellbaren (erfreulichen) deutlichen Zunahme der Besucherzahlen vergleichsweise weniger Gedränge als in den anderen Hallen.

Eltern hatten die Möglichkeit, neue wie auch bereits erschienene (Lern)Spiele gemeinsam mit ihren Kindern anzusehen und auszuprobieren. Darüber hinaus informierten in diesem Bereich wie auch im vergangenen Jahr zahlreiche Einrichtungen und Institutionen über Möglichkeiten des Kinder- und Jugendschutzes nicht nur bei Computerspielen, sondern beispielsweise auch über den Schutz vor ungeeigneten Angeboten im Internet.

Ein weiterer Schwerpunkt der GC Family ist das medienpädagogische Konzept. Prof. Dr. Warkus von der Universität Leipzig sowie weitere Experten standen den Eltern oder anderen interessierten Besuchern als Ansprechpartner für Fragen rund um den Medienkonsum von Kindern zur Verfügung. Die im Familybereich aufgestellten Computerplätze wurden durch Studenten der Universität Leipzig betreut, die den Kindern - wenn notwendig - Hilfestellung boten, so dass die hier Kinder die Möglichkeit hatten, nach Herzenslust von den Spielangeboten Gebrauch zu machen und neue Spiele auszuprobieren.

Darüber hinaus wurde auf der Familybühne ein buntes und abwechslungsreiches Programm rund um die Thematik 'Kinder und Computerspiele' geboten.

Wie auch schon im Vorjahr war festzustellen, dass immer mehr Eltern mit ihren Kindern die GC und hier insbesondere den Familybereich besuchen, um sich über eine der liebsten Nebenbeschäftigungen ihrer Kinder zu erkundigen und zu informieren. Es wäre sehr zu wünschen, dass sich der Erfolg der GC Family auch im nächsten Jahr noch weiter 'herumspricht' und sich noch mehr Eltern mit dem Computerkonsum ihrer Kinder beschäftigen und durch ihr Verhalten zu einer sinnvollen und angemessenen Computernutzung ihrer Kinder beitragen.

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ein LinkpfeilInterview zum Thema 'Computerspiele' mit Jürgen Hilse, Computerspiel-Experte beim Internet-ABC und Ständiger Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden (OLJB) bei der Unterhaltungssoftware SelbstKontrolle (USK).

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