Samstag, 11. Februar 2012

Wissen, wie's geht

Gesundheit

Apothekenschild; Rechte: Internet-ABC

Neben Schnee, Kaminfeuer oder Bratapfel bringt der Winter vor allen Dingen eins: Erkältung und Grippe. Was tun, wenn die Nase läuft, der Hals kratzt und die Ohren jucken? Gut, wenn man jetzt ein passendes Hausmittel parat hat. Aber wie war das noch mal: Sind Zwiebeln gut gegen Ohrenschmerzen oder gegen Husten? Was hilft gegen eine verstopfte Nase? Viel frische Luft oder eher ein heißes Bad? Und was unterscheidet schließlich eine Erkältung von einer Grippe - und wann ist ein Arztbesuch angesagt? Jetzt sind gute Ratschläge gefragt. Und daran herrscht im Internet kein Mangel. Wir haben ein paar besonders interessante Internetadressen zu diesem Thema für Sie zusammengestellt. Dabei sollten Sie allerdings eins nicht vergessen: Das Internet kann helfen, einen Arztbesuch vor- oder nachzubereiten, einen Arztbesuch ersetzen kann es nicht.

Erkältung oder Grippe?

Lifeline (http://www.lifeline.de) ist das derzeit größte deutschsprachige Gesundheitsportal im Internet. Die Rubrik "Specials" informiert ausführlich über Erkältungskrankheiten. Besonders empfehlenswert: Das Schaubild zu den Symptomen, das über die Stichworte "Wissen/Erkältungssymptome" in der linken Spalte erreicht wird. Von dort kommen Sie nämlich per Mausklick auf die entsprechenden Stichworte wie Ohrenschmerzen, Husten oder Kopf- und Gliederschmerzen zu ausführlichen Erläuterungen. Der Link "Handeln" führt dann zu den entscheidenden Ratschlägen. Und schon ist geklärt, was es mit heißen Bädern, frischer Luft oder Kamillentee eigentlich auf sich hat.

Doch wie unterscheidet sich eine Erkältung von einer echten Grippe? Und was muss bei den jeweiligen Krankheitsbildern beachtet werden? Darüber klärt auf den Lifeline-Seiten die Rubrik "Krankheiten" auf. Wer im alphabetischen Auswahlfeld den Begriff "Erkältung" wählt, erhält eine Schritt-für-Schritt-Erklärung, angefangen bei den Symptomen über die Diagnose bis zu den Therapien.
Was demgegenüber eine "Grippe" ausmacht, erfahren Sie in einem eigenen Kapitel.

Kinderärzte im Netz

Wie gefährlich sind Schnupfen, Husten und Fieber bei Kindern? Welche Vorbeugemaßnahmen gibt es, wann ist der Arztbesuch notwendig und welche Hausmittel sind für den Nachwuchs empfehlenswert? Die "Kinderärzte im Netz" (http://www.kinderaerzteimnetz.de) informieren ausführlich über Krankheitsbilder, Auswirkungen, Therapien und Vorsorge.

Spezialthema: Mittelohrentzündung

Sind die Ohrenschmerzen Begleiterscheinungen einer leichten Erkältung oder deutet sich schon eine Mittelohrentzündung an? Das Kompetenznetz der Fakultät für Medizin an der Universität Witten/Herdecke klärt gründlich über diese Krankheit auf, die zu den häufigsten im Kindesalter gehört. Die notwendigen ärztlichen Untersuchungen werden vorgestellt und erläutert. Bei den verschiedenen therapeutischen Maßnahmen geht es auch um die Frage "Was kann ich selber tun?" Hier wird schließlich das Rätsel um die Wirkung der Zwiebel gelöst.

Auf Arztsuche

Vielleicht haben Sie noch keinen Haus- oder Kinderarzt an Ihrem neuen Wohnort oder die Krankheit erwischt Sie während eines Besuchs bei Freunden oder im Urlaub. Gut, wenn Sie dann für die Arztsuche aufs Internet zurückgreifen können. Bei der Arztauskunft (http://www.arzt-auskunft.de) einem Service der Stiftung Gesundheit, suchen Sie gezielt nach Fachgebiet, Therapieschwerpunkten oder Themen wie zum Beispiel Augen und Ohren oder Gelenke und Knochen.

Auf der Web-Site Arzt.de (http://www.arzt.de/Arztsuche), finden Sie den Suchdienst der Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen. Er verlinkt auf die entsprechenden Suchseiten in den einzelnen Bundesländern. Von dort gelangen Sie zu den jeweiligen Orten. Die Datenbanken liefern Anschriften und Sprechzeiten der Ärzte, mitunter sogar den passenden Lageplan oder Auskünfte über die Fremdsprachenkenntnisse der Mediziner.

Apotheke im Netz

War ein Arztbesuch notwendig und ist das Rezept in der Tasche, muss eine dienstbereite Apotheke gefunden werden. Während der Standardöffnungszeiten kein Problem - aber nach 18 Uhr, Mittwoch Nachmittags oder am Wochenende nicht immer eine einfache Sache. Auch hier kann ein Blick ins Internet weiterhelfen. Der Suchdienst Apotheke.de listet mehr als 2000 Apotheken mit Adresse und Telefonnummer auf und informiert über viele (leider noch nicht alle) aktuelle Notdienstapotheken.

Medikamente "aus dem Netz"?

Und was ist mit Medikamenten "aus dem Netz"? Seit 2004 ist der Versandhandel von Medikamenten nach deutschem Recht erlaubt. Vorsicht ist aber angesagt, gerade bei "besonders" preiswerten Medikamenten aus dem Ausland: Die Stiftung Warentest und die Verbraucherverbände warnen vor einem "russischen Roulette", weil die Medikamente nicht selten ohne Beipackzettel oder beschädigt ankommen und dem Kunden die Inhaltsstoffe sogenannter "Nachbauten" oder gar Fälschungen nicht bekannt sind.

Trotzdem kann das Internet den Medikamentenkauf erleichtern. Haben Sie nicht auch schon erlebt, dass ausgerechnet die Arznei, die Sie brauchen, in Ihrer Apotheke nicht vorrätig war und Sie den Weg dorthin zweimal machen mussten? Mit dem Vorbestellservice im Gesundheitsportal der deutschen Apotheker wird das nicht mehr passieren. Hier können Sie das Medikament bei Ihrer Apotheke vor Ort bestellen und anschließend abholen (etwa die Hälfte der Apotheken bietet diesen Service an). Sie haben also einen Weg gespart.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach Gesundheits-Tipps im Internet!

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