Sonntag, 26. Oktober 2014

Aktuell

Google+ will Facebook werden

Screenshot der Seite www.google.com/intl/de/+/learnmore/index.html

(20.07.2011)

Wer "soziales Netzwerk" sagt, der meint heute Facebook. Über 700 Millionen Menschen sind mittlerweile bei Facebook registriert. Niemand weiß, wie viele Karteileichen darunter sind, aber fest steht: Facebook hat es geschafft, zum führenden sozialen Netzwerk zu werden.

Doch nun bekommt Facebook Konkurrenz: Auch Google hat ein soziales Netzwerk gestartet, Google+. Wer mitmachen möchte, braucht einen kostenlosen Google-Account. Plus-User können sich mit anderen Plus-Usern befreunden und ihre Freunde bequem in Gruppen einteilen, bei Google+ "Circles" (Kreise) genannt. Freunde, Familie, Stammtisch, Sportverein: Jeder Kontakt lässt sich in beliebig viele Kategorien einordnen. So kann man entscheiden, wer was sehen darf. Die Handhabung ist einfacher, bequemer und verständlicher als bei Facebook.

Google+ bietet am Anfang nicht viele Funktionen, die aber sind gut durchdacht, Optik und Layout wirken aufgeräumt, so wie bei Google üblich. Google+ bietet auch einen luxuriösen Videochat, der sich "Hangout" nennt. Hier können bis zu zehn Personen parallel per Video chatten. Kostenlos. Skype bietet etwas Vergleichbares, allerdings nur gegen Gebühr, wenn mehr als zwei Personen chatten wollen.

Auch das Hochladen von Fotos und Videos will Google+ vereinfachen, insbesondere von Mobilgeräten. Die entsprechende iPhone-App befindet sich noch in der Genehmigungsphase, für Android-Geräte gibt es bereits komfortable Apps. Mitglieder des Plus-Dienstes können ihre Fotos und Videos jederzeit teilen, egal ob sie gerade surfen, ein Video anschauen oder Fotos bestaunen.

Eine klare Kampfansage an Facebook. Dem führenden sozialen Netzwerk ist es in den letzten Monaten gelungen, immer mehr Onlinezeit der User zu binden - und das kostet Google nicht nur Marktanteile, sondern auch jede Menge Geld. Denn das Unternehmen kann so weniger Anzeigen verkaufen. Google will präsenter sein, mehr Klicks von den Usern, mehr Zeit und mehr Aufmerksamkeit. Google+ kommt in Insiderkreisen gut an: Das Netzwerk ist gut durchdacht und designt. Das Teilen von Informationen und Neuigkeiten ist einfach und bequem.

Facebook dürfte all das nicht freuen, denn Google ist wohl so ziemlich der einzige Player am Markt, der Facebook ernsthaft Konkurrenz machen kann. Google hat nicht nur das nötige Know-how, sondern auch die Macht und genug Möglichkeiten, User in den neuen Onlinedienst zu ziehen. Es wird wohl eher nicht gelingen, Facebook noch die Führungsposition im Geschäft der sozialen Netzwerke streitig zu machen. Aber eine gute Nummer zwei zu sein wäre für Google schon ein riesiger Erfolg, vor allem ein wirtschaftlicher.

Für die User ist Konkurrenz grundsätzlich gut, denn dann kann man vergleichen - und die Anbieter müssen sich mehr anstrengen. Schön wäre, wenn sie sich auch in punkto Datenschutz und Transparenz anstrengen würden, doch davon ist derzeit keine Rede. Wäre aber auch ein gutes Argument, ein soziales Netzwerk auszuwählen: Wo habe ich eine optimale Übersicht über die gespeicherten Daten, wer nimmt mein Bedürfnis nach Datenschutz ernst?

[Ein Beitrag von Jörg Schieb]

Diesen Beitrag empfehlen

Wie hat Ihnen der Artikel gefallen?

 

Bewertung

(ein Stern = nicht so toll, 5 Sterne = spitze!)

Durschnittliche Bewertung:

4 Sterne

19 Bewertungen

Ihre Bewertung:

 

Was halten Sie von Google+?

Name:



Titel:



Kommentar:





Zum türkischen Bereich
Screenshot der Website www.euromediaawards.eu/

Erasmus EuroMedia Awards 2014
Die European Society for Communication and Education (ESEC) hat dem Internet-ABC das Gütesiegel der Erasmus EuroMedia Awards 2014 verliehen.

weiter

 

Presse

 

Materialien & Service

 

RSS

 

Mitglieder

 

Über uns / About us

 

Auszeichnungen / Preise

 

E-Mail an die Redaktion

E-Mail an die Redaktion

 


Newsletter abonnieren


Schirmherrschaft: www.unesco.de
 
www.klicksafe.dewww.seitenstark.de

Themen

Online-Communitys  Computerspiele  Jugendschutz  Mobbing  Lernsoftware  Schule  Spieletipps