Samstag, 26. Juli 2014

Wissen, wie's geht

Hausaufgaben im Netz

Schulmäppchen; Rechte: Internet-ABC

Das Netz steckt voller Informationen, aber wie findet man die passenden Angebote, die zudem seriös und verwendbar sind, so dass die Kinder unbesorgt surfen können? Klar: Mit einer Suchmaschine. Aber leider sind die Ergebnisse der Suchabfragen nicht unbedingt zufriedenstellend. Schließlich stehen hier scheinbar wahllos wichtige Informationen neben Werbung oder Erotikangeboten.

Unsere Tipps helfen Ihnen, Ihr Kind bei der Suche nach Informationen zu unterstützen und dabei Kostenfallen und unseriöse Angebote zu vermeiden.

Allgemeine Tipps zur Suche

Bei der Suche nach guten Angeboten sollten die Fragen möglichst genau formuliert werden, etwa: "Satz des Pythagoras" oder "Gerundium im Englischen". Verwenden Sie bei der Suche Anführungszeichen, so grenzen Sie die Ergebnisse auf die exakte Schreibweise und Wortreihenfolge ein.

Für die Bewertung einzelner Treffer gilt: Seiten von Hochschulen, Schulen oder Institutionen sind in der Regel verlässlich und oft auch gut aufbereitet. Es lohnt sich aber auch, auf Angebote privater Homepages zurückzugreifen, denn es gibt viele engagierte Menschen (oftmals Lehrer), die ihr Fachwissen im Netz zur Verfügung stellen.

Auch Web-Kataloge helfen weiter. Dort gibt es beispielsweise bei allesklar.de oder dmoz.de unter der Rubrik "Wissen" ausgewählte Linklisten.

Findet sich dann der gesuchte Begriff nicht auf den ersten Blick in der angesteuerten Website, lohnt es sich, die Funktion "Suchen" unter "Bearbeiten" in der Menüleiste des Browsers zu nutzen. Sie erreichen diese Funktion auch über den Shortcut "Strg" und "F". Besonders nützlich ist diese Funktion auf langen Scrollseiten.

Gute Startpunkte

Auf den Kinderseiten des Internet ABC - bei Ameisenbär Percy im Bereich Schule & Hobby - befindet sich unser Schulfachnavigator mit einer Sammlung empfehlenswerter Links, die nach Fächern sortiert ist und Altershinweise enthält. So lassen sich für jedes Schulfach, von Biologie, über Mathe, Deutsch bis hin zu Religion und Sport ausgewählte Websites ansteuern.

Auch der deutsche Bildungsserver stellt eine Sammlung zum Thema Hausaufgaben und Referate zur Verfügung. Hier werden ausführliche Informationen und kommentierte Links zum Thema zusammengetragen.

Achtung Abzocke

Stoppschild mit Aufschrift: Abzocke; Rechte: Internet-ABC

Achtung: Immer wieder versuchen Abzocker Wissbegierde oder Faulheit der Schüler gnadenlos auszunutzen und verknüpfen die Abfrage nach Referaten, Texten oder Formeln mit z.T. immensen Kosten - in den Web-Anfängen häufig über Dialer oder einfach per schriftlicher Rechnung. Die Suche nach Referattexten und fertigen Hausaufgaben kann schnell einige Hundert Euro teuer werden - was allerdings über die Qualität der Fundstücke nichts aussagt. Wer auf diesen Seiten leichtfertig das Kleingedruckte überliest, persönliche Daten preisgibt und Formulare ausfüllt bzw. auf einen "OK"-Button drückt, wird bald mit hohen Kostenforderungen konfrontiert.

Mit der flächendeckenden Verbreitung von DSL verlieren Dialer erfreulicherweise ihren Schrecken. Wer noch analog via Modem oder ISDN ins Internet geht, kann Dialern  mit kostenlosen Schutzprogrammen aus dem Internet oder einer generellen Sperrung von Dialer-Nummern für den eigenen Anschluss das Handwerk legen.

Technischer Schutz ist immer nur die eine Seite der Medaille. Mindestens ebenso wichtig ist: Aufklärung. Auch wenn der Nachwuchs oft besser mit PC oder Handy umgehen kann als Mama und Papa: Eltern müssen auch hier ihre Verantwortung ernst nehmen, um ihre Kinder vor miesen Machenschaften im Netz zu schützen. Sie können auch einfach mal vorrechnen, wie viele qualifizierte Nachhilfestunden sich statt der Kosten für dubiose Referats- oder Hausaufgabenangebote finanzieren ließen.

Informieren Sie sich, woran man unseriöse Angebote erkennt, und was man im Falle einer erfolgten Abzocke unternehmen kann - und geben Sie Ihr Wissen an Ihre Kinder weiter!

Tipps:

Fremde Federn - Abschreiben lohnt nicht

Zwei, drei Mausklicks - und das Referat ist fertig? Ein verlockendes Angebot, schließlich ist der Fundus an Referaten und Hausarbeiten im Netz riesig. Aber: Durch Abschreiben ist noch niemand schlau geworden. Und auf Dauer wird sich das Abschreiben selten auszahlen. Mag sein, dass das Referat oder die Hausarbeit mit "gut" benotet werden, die endgültige Beurteilung aber setzt sich aus weiteren Komponenten wie der mündlichen Mitarbeit und dem Gesamteindruck zusammen. Da können fremde Hausaufgaben oder Referate wohl kaum weiterhelfen.

Außerdem müssen die Schüler auch die Qualität der Texte einschätzen können, sonst  kopieren sie sich schlechte Arbeiten aus dem Netz. Und das ist ja nicht gerade in ihrem Sinne, denn die aktuellen Methoden des Schummelns sind auch den Lehrern längst nicht mehr fremd. Besonders peinlich kann es beispielsweise werden, wenn gleich mehrere Schüler dieselbe Internetquelle benutzt haben und die Arbeiten nahezu identisch sind.

Lernportale - Zwei Beispiele von Verlagen

Weitere Informationen / Linktipps



(Erstellt bzw. aktualisiert im April 2012)

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