Samstag, 11. Februar 2012

Wissen, wie's geht

Kaufen im Internet

Jeder Zweite tut es: Knapp die Hälfte der Deutschen zwischen 14 und 69 Jahren kauft inzwischen über das Internet ein. Denn Online-Einkauf hat viele Vorteile. Es gibt keine festen Geschäftszeiten, keine Schlange auf der Straße oder an der Kasse, keine aufdringlichen Verkäufer und schick machen muss man sich auch nicht in der Onlinewelt. Selbst ein dicker Schnupfen oder ein gebrochenes Bein halten nicht vom Onlinebummel ab. Nicht nur das ist anders als beim Einkauf im "richtigen" Laden, es gibt auch ein paar spezielle Gepflogenheiten, Regeln und Abläufe, die man als Online-Shopper kennen sollte.

Einkaufsstraßen

Es ist wie im wirklichen Leben: Man muss wissen, wo man einkaufen möchte. Adressen wie amazon.de, ebay.de oder lastminute.de sind unterdessen allgemein bekannt. Wie aber sieht es mit Spezialgeschäften zum Beispiel für Markenkleidung oder Wein aus? Hier helfen Shopping-Portale weiter. Sie sorgen dafür, dass die Kunden sich im World Wide Web nicht verlaufen. Seiten wie Myshopping, oder Easyeinkauf fahnden gezielt nach den gesuchten Produkten oder Geschäften und listen Online-Shops, sortiert nach den einzelnen Sparten, auf. Die Suchmaschine Google bietet außerdem mit Froogle einen eigenen Suchdienst für Internet-Shops.

Gütesiegel

Ware bezahlt aber nicht erhalten? Vor Ärger beim Einkaufen im Internet wollen Gütesiegel schützen. Sie garantieren nämlich die Seriosität der Shops. Folgende Plaketten besiegeln die Qualität von Internetläden:

Weltweit einkaufen

Zwar ist der Einkauf nahezu über alle Grenzen hinweg möglich, trotzdem sollte hier besondere Vorsicht walten. Die Versandkosten können sehr hoch sein und zudem unterliegen bestimmte Waren dem Einfuhrzoll. Dazu kommt, dass bei ausländischen Produkten die Reklamation meist schwierig abzuwickeln ist.

Bezahlen

Bezahlt wird überwiegend wie beim normalen Einkauf (bis auf Barzahlung) oder beim Versandhandel: Per Überweisungen, Lastschriftabbuchungen, Zahlung mit Kreditkarte oder per Nachnahme.

Wichtig: Man sollte nur bei Händlern bestellen, die eine verschlüsselte Übertragung der Daten garantieren. Das erkennt man daran dass in der Adresse "https://..." statt "http://..." steht und am unteren Browserrand ein geschlossenes Vorhängeschloss abgebildet wird. Man kann auch mit so genannten Prepaid-Karten bezahlen – ein Verfahren, das sich ja bereits bei Handys bewährt hat. Verschiedene Anbieter, haben zudem eigene Zahlungsmethoden entwickelt, um die persönlichen Daten der Kunden zu schützen, zum Beispiel ebay mit dem System Paypal. Übrigens: Bei Internet-Kaufverträgen gilt ein 14-tägiges Rückgaberecht.

Auktionen im Internet

Internet-Auktionshäuser gehören unterdessen zu den meistbesuchten Seiten im Netz. Bei ebay, dem bekanntesten virtuellen Marktplatz, sind inzwischen mehr als 114 Millionen Mitglieder weltweit registriert. Das Geschäftsmodell ist simpel: Bei Geschäftsabschluss kassieren die Auktionshäuser eine Provision von den Verkäufern. In Internet-Auktionshäusern kann man beinahe alles ersteigern. Damit es überhaupt zum Handel kommt, müssen sich Käufer und Verkäufer mit persönlichen Daten anmelden. Für Probleme beim Handel - etwa, wenn Produkte gar nicht oder nicht zur Zufriedenheit geliefert wurden - haben Auktionshäuser spezielle Käuferschutzprogramme im Programm oder bieten zur besonders sicheren Abwicklung Treuhandkonten an. Das Onlinetraining Sicher einkaufen bei eBay klärt über all diese Möglichkeiten auf.

Allgemeine Tipps

  • Bestellen Sie nur bei einem Online-Anbieter, der Namen und Anschrift (nicht nur seine Internetadresse, sondern auch die vollständige Postanschrift!) deutlich angibt.
  • Achten Sie auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen und drucken Sie diese mit der Bestellung aktuell aus. Das ist wichtig für eventuelle Reklamationen.
  • Prüfen Sie, ob die kompletten Kosten klar beziffert sind, also inklusive Nachnahmegebühr, Versandkosten oder Zollgebühren bei Anbietern außerhalb der EU, sonst können sie möglicherweise bei Ihrem nächsten Konto-Auszug eine böse Überraschung erleben.
  • Achten Sie darauf, ob eine Warenkorbfunktion angeboten wird, mit der Sie Ihre Artikel sammeln und gegebenenfalls auch wieder zurücklegen können, bevor Sie zur virtuellen Kasse gehen.
  • Vergleichen Sie auch beim Onlineeinkauf die Preise. Zwar sind sie nach einer Untersuchungen der Stiftung Warentest im Internet tendenziell niedrig, aber nicht immer am günstigsten.
  • Vorsicht bei Bestellungen im Ausland. Umtausch oder Rückgabe sind oft teuer und aufwändig.
  • Ein guter Shop wird Ihnen eine Bestätigung Ihrer Bestellung per E-Mail schicken. Geben Sie deswegen bei Ihren Daten immer die richtige E-Mail Adresse an.
  • Wenn sie bei einem Auktionshaus ein teures Produkt erstanden haben, nutzen Sie den Treuhandservice, bei dem die Zahlung des Kaufpreises so lange zurückgehalten wird, bis die Ware bei Ihnen eingetroffen ist.

Die Links im Überblick

Shoppingportale

    Verbraucherinformationen zum Onlinekauf

    Verschiedene Verbände, Unternehmen und Organisationen informieren im Internet aktuell über die Qualität von Online-Shops und über Verbraucherrechte.

    Gütesiegel

    Zum türkischen Bereich
    Klassenzimmer einer Grundschule; Rechte: Internet-ABC

    Medienpass NRW
    68 Grundschulen erproben ab Anfang des neuen Schulhalbjahres den "Medienpass NRW", ein neues Bildungsangebot für Schüler...

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