Donnerstag, 29. Juli 2010

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Neuer Messenger für Kinder

Erster Messenger, der speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zwischen acht und zwölf Jahren zugeschnitten ist, entwickelt

(07.04.2009)

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Microsoft hat in Zusammenarbeit mit Jugendschutz.net, der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. den ersten Messenger, der speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zwischen acht und zwölf Jahren zugeschnitten ist, entwickelt. Der Windows Live Messenger für Kids wurde zum "Safer Internet Day" erstmals vorgestellt und ist seit einem Monat unter www.kinder-messenger.de kostenlos erhältlich.

Risiken für Kinder

Laut der KIM 2008 Mediennutzungsstudie (www.mpfs.de), durchgeführt vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest, verfügen 85 Prozent aller deutschen Kinder und Jugendlichen zu Hause über einen Internetzugang. Online trifft sich der Nachwuchs in offenen Chat-Räumen, Social Networks, oder er nutzt eines der angebotenen Messenger-Programme. "Microsoft möchte mit kompetenten Kooperationspartnern Eltern die Möglichkeit geben, ihre Kinder sorgenfrei und sicherer an diese immer populärer werdende Kommunikationsform heranzuführen", so Frank Maenz, Produkt Manager Windows Live/Messenger bei Microsoft Deutschland.

Denn langjährige Recherchen der Organisation jugendschutz.net haben gezeigt, dass bisher alle populären Messenger ein hohes Belästigungsrisiko für Kinder und Jugendliche bergen, was sich vor allem mit der an erfahrene Mediennutzer ausgerichteten Vorkonfiguration der Dienste begründen lässt. "Durch aktives Ändern, das heißt Hochsetzen der Sicherheitseinstellungen, können Risiken erheblich reduziert werden. Da Kinder und Jugendliche das aber selten tun, ist ein sicher konfigurierter Kindermessenger ein großer Fortschritt für den Jugendschutz in Kommunikationsdiensten", so Katja Knierim, Projektleiterin Chats & Communities bei jugendschutz.net.

Gefahrenminimierung durch neuen Messenger

Im Gegensatz zu momentan erhältlicher Messenger-Software wird der neue Windows Live Messenger für Kids von Microsoft durch einen klugen Verzicht auf Features (wie den Austausch von Dateien via Messenger) und eine vereinfachte Handhabung vor allem den jungen Chattern und deren Eltern gerecht.

Die Kinder erhalten aktuelle kindgerechte Spiele- und Surftipps und können in einem eigenen Surfraum für Kinder im zielgruppengerechten Look&Feel sicher das Internet erkunden. "Durch medienpädagogische Zusatzangebote, die wichtige Tipps auch für Eltern zum Thema 'Sicher chatten' vermitteln, wird Kindern für einen kompetenten Umgang mit Messengern der Rücken gestärkt", erläutert Sabine Frank von der FSM.

Der Registrierungsprozess für diesen speziellen Messenger funktioniert nur mit Einverständnis der Eltern – so ist eine Kontrolle über das persönliche Profil und die Kontaktliste des jungen Nutzers automatisch gegeben. Das Profil des Kindes selbst zeichnet sich durch Datensparsamkeit aus – das Veröffentlichen persönlicher Daten oder Fotos unterbleibt.

Sollte es bei einem Chat wirklich einmal zu problematischen Situationen kommen, führt eine integrierte Schnittstelle im Windows Live Messenger für Kids direkt zu einer Beratungshotline der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.: "Wir sind mit unserem Beratungsangebot durch die Integration in den Windows Live Messenger für Kids direkt beim Anwender. Bei uns können die Kinder ihre Probleme schildern und erhalten erste Lösungsansätze, die für sie praktikabel in die Tat umsetzbar sind. Selbstverständlich findet die Beratung anonym durch geschultes Personal statt", so Roland Schirmer, Leiter Projektmanagement der Berliner Johanniter.

Probleme bei Installation

Leider ist der Messenger relativ schwierig zu installieren. Etliche Klicks sind notwendig, bis der Messenger "läuft". Einige Nachfragen während der Installation sind zudem ebenso in englischer Sprache wie die Seite, die zum Einloggen aufgerufen wird. Eine Nachfrage bei der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter) ergab, dass dies in naher Zukunft geändert werden soll.

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