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Lernen im und mit dem Internet

Das Internet ermöglicht Lernerfahrungen! Computer und Internet können abwechslungsreiche Helfer für das schulische Lernen und die Aneignung von Wissen sein. Wie lässt sich im Internet lernen und was ist das Besondere daran? Welche Angebote stehen bereit und wie findet man diese? Auf diese Fragen geht dieser Schwerpunkt ein. Es bietet einen kleinen Leitfaden, um das Internet als Lernbegleiter einzusetzen. Beispiele zeigen auf, wie Schüler mit dem Internet aktiv lernen können.
Wie gesagt: Computer und Internet können nicht den schulischen Unterricht mit Lehrer, Lernmaterialien und mündlicher Mitarbeit ersetzen. Aber zur Unterstützung und Hilfe taugen sie allemal. Dazu möchte das Internet-ABC ein paar Anregungen liefern.
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Übersicht
- Was das Lernen im Internet besonders macht: Motivation, individuelles Lerntempo, selbstbestimmtes Lernen, E-Learning
- Was das Internet zum Lernen bietet: Aktuelle Informationen, Lexika und Nachschlagewerke, Audio und Video, Interaktivität
- Anlaufstellen für das Lernen im Netz: Schulfachnavigator, Bildungsserver, Lernportale, Kinder-Suchmaschinen
- Achtung: Abzocke und Kopieren
- Lernen mit Software
- Zum guten Schluss
- Weitere Informationen / Linktipps
Was das Lernen im Internet besonders macht
Was macht den Reiz aus, mit dem Computer zu lernen? Und welche Argumente sprechen für den Einsatz des Internets als Lernhilfe?
Motivation – Kinder mögen den Computer
Der Computer an sich hat einen hohen Aufforderungscharakter. Er begeistert und motiviert Kinder und Jugendliche. Sie genießen das selbstbestimmte Surfen und Spielen am Computer – eine ideale Voraussetzung dafür, durch diese Aktivitäten den Horizont zu erweitern. Warum sollten Sie die Begeisterung der Kinder nicht nutzen? Welcher Vater, welche Mutter kennt das nicht: Die Luft ist raus, die Kinder haben einfach keine Lust auf's Lernen.
Da kommt eine kleine Surftour durch die Lern- und Wissenswelt des Internets vielleicht gerade recht, um neue Lernwege zu gehen. Selbst Schüler, die den Begriffen "Schule", "Lernen" und "Wissen" normalerweise skeptisch gegenüber stehen, zeigen sich am Computer interessiert und lassen sich durchaus auf schwierige Themen ein. Kindern, denen das Stillsitzen schwer fällt, kann es am Computer gelingen, konzentriert zu arbeiten. Sie akzeptieren unter Umständen eher als in der Schule die durch das Medium festgelegte Reihenfolge der Aufgaben und führen die Arbeitsschritte in der vorgegebenen Abfolge durch.
Individuelles Lerntempo und zeitliche Flexibilität
Wer im Internet lernt, lernt zeitlich flexibel: Er lernt zu den Zeiten, die er selbst wählt, und in einem Lerntempo, was er selbst bestimmt. Denn der Lernraum Internet ist rund um die Uhr geöffnet. Der Lernende handelt selbstgesteuert und nimmt das Ruder auf der Reise durch das Wissensmeer selbst in die Hand. So kann er sich nach seiner individuellen Konzentrationsfähigkeit richten und selbst bestimmen, wann er eine Pause einlegt. Sollte Ihr Kind kein Ende finden und sich damit womöglich selbst überfordern, begrenzen Sie die tägliche Dauer der Internet-Lernphasen auf ein kindgerechtes Maß.
Das Web ist geduldig

Wer am Computer lernt, muss sich nicht schämen oder minderwertig fühlen, wenn er eine Aufgabe wiederholen möchte. Niemand lacht oder verteilt schlecht Noten. Leistungsdruck und Leistungszwang, wie etwa in der Schulklasse, entfallen damit.
Mit den richtigen Lernangeboten kann auf die individuellen Bedürfnisse des Schülers eingegangen werden. Wissenslücken können gestopft und Schwächen "abtrainiert" werden. Wiederholung sorgt für dauerhaftes Einprägen des Lernstoffs – im Web ein leicht zu tätigender Prozess: Ein Quiz z.B. kann problemlos mehrfach gespielt, eine Infoseite beliebig oft aufgerufen werden. Selbstverstständlich kann der Lernende sich auch neues Wissen aneignen oder bereits Erlerntes vertiefen.
Auch wer das Bedürfnis hat, mit anderen Lernenden in Kontakt zu treten, findet im Web die Möglichkeit dazu. Der Austausch mit anderen in Foren oder Themenchats unterstützt beim Wissenserwerb und bei der Erarbeitung von Themen.
Selbstbestimmtes Lernen
Das Web ermöglicht einen anderen Zugang als klassisches Pauken oder das Lesen im Schulbuch. Der Schüler "hält die Maus in der Hand" – und steuert selbst! Er hat die Kontrolle. Nicht der Lehrer an der Tafel bestimmt Lernstoff, Aufgaben und Tempo, sondern der Schüler klickt sich autonom in die Bereiche, die ihn interessieren. In der Reihenfolge, die er selbst wählt, in der Geschwindigkeit, die er möchte und mit so vielen Wiederholungen, wie er für nötig hält. Durch die aktive Beteiligung und die Kontrolle entsteht Motivation.
Der Lernende handelt eigenständig und selbstverantwortlich und muss sich das zu Erlernende selbst erschließen. Der Lernraum Internet mit seiner Hypertext-Struktur und Angebotsfülle ist eine gute Ausgangsbasis, um diesen Lernansatz praktisch umzusetzten. Um sich Wissen zu erschließen, muss der Lernende im Web aktiv handeln und bestimmt selbst. Der Nachteil dabei: Die selbständige Wissensaneignung verlangt auch ein gewisses Maß an Disziplin und Vorwissen.
Für diese eigenständigen Lernprozesse benötigt der Schüler, je nach Alter und Vorkenntnissen, didaktische Unterstützung. Ein Kind, das nicht lesen kann, wird mit einem Buch wenig anzufangen wissen. Ein Kind, dem die Mutter die einzelnen Bilder eines Bilderbuches erklärt, wird dagegen lernen können.
Anregungen und Anleitung im Netz gewährt dem Lernenden z.B. eine entsprechend gestaltete Lernumgebung. Gute Webseiten zum Lernen sind so aufgebaut, dass sie den individuellen Lernprozess fördern und leiten.
Hier wird der Schüler mit einer Aufgabe oder Problemsituation konfrontiert, die er lösen muss. Damit das online und ohne Unterstützung eines realen Mentors funktionieren kann, wird der Lernstoff dem Thema und dem Lernender adäquat strukturiert und arrangiert. Man spricht in diesem Zusammenhang von Online-Didaktik. Lehr-Lern-Arrangements im Web können ganz unterschiedlich aufgebaut sein: In ihrer Online-Didaktik unterscheiden sich komplette E-Learning-Kurse von einzelnen Lernspielen oder kleineren Wissenshappen.
Global gesehen eröffnet die gesamte hypermediale Struktur des World Wide Webs eine grenzenlose, vernetzte Wissens- und Lernwelt.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die sogenannten WebQuests. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich hierbei um eine Art Online-Wissens-Rallyes. WebQuests fördern das selbstgesteuerte Lernen in besonderem Maße. Sie können auch im Schulunterricht eingesetzt werden. Die Schüler werden mit Aufgaben bedacht, die sie mit Hilfe der Informationsquelle Internet gemeinsam lösen. Der klassische Frontalunterricht erhält ein Gegenstück, bei dem eigenständiges Erarbeiten im Zentrum steht.
Beispiele:
- BundesQuest – ein WebQuest des Bundesrates
(Unter "Aufgaben" sind Beispiele für die angeleitete Internetrecherche) - WebQuests für Grundschüler
E-Learning
Der Fachbegriff für das Lernen mit Computer und Internet lautet E-Learning. Der Begriff ist zurückzuführen auf die englischen Wörter "electronic learning". Ein Lernen also, das auf elektronische Hilfsmittel und Methoden setzt. Via E-Learning kann zu Hause am Computer gelernt werden, ohne einen Klassenraum zu betreten oder eine Lehrperson zur Seite zu haben. Lernhelfer und Wissensvermittler sind in diesem Fall der Computer und die digitalen Angebote, die auf dem Bildschirm erscheinen. E-Learning lässt sich über verschiedene Systeme und Techniken realisieren. Sofern das E-Learning mit realem Lernen in Präsenzveranstaltungen kombiniert wird, spricht man von Blended Learning.
Im engeren Sinne findet E-Learning in festen Internetkursen oder komplexen Lernumgebungen statt. In einer weiteren Definition umfasst E-Learning jegliches Onlinelernen: alle Lehr- und Lernprozesse, die über das Internet ablaufen. Insofern können auch einzelne Elemente außerhalb größerer Lernarrangements, wie Kinderseiten, ein Quiz oder Wissensseiten durchaus zum Onlinelernen beitragen und deren Nutzung als E-Learning bezeichnet werden.
Was das Internet zum Lernen bietet
Das Spektrum der Seiten, die sich zum Lernen einsetzen lassen, ist vielfältig: Neben den bekannten Infoseiten für Erwachsene gibt es Kinderseiten, Nachschlagewerke, Materialbörsen, Seiten mit Online-Übungen und interaktiven Spielen. Es finden sich Online-Ressourcen für alle Schulstufen, von der Grundschule bis zur Erwachsenenbildung. Als Informationsquelle und Wissenspool bietet das Internet Passendes für jedes Schulfach. Ebenso heterogen ist die Anbieterstruktur. Von der privaten Homepage bis zu öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten findet sich eine Fülle von Anbietern, deren Seiten sich in Qualität und Umfang teils erheblich unterscheiden.
Die folgende Übersicht gewährt Einblicke in die Möglichkeiten des Webs als Lernmedium. Sie lernen Beispiele kennen, die die Vorteile des Webs für das Lernen aufzeigen: Es ist aktuell, informativ, multimedial und interaktiv.
Aktuelle und authentische Informationen
Zum Lernen gehört Motivation. Wer begreift, dass er für sich und für das Leben lernt, sich mit aktuellen Themen befasst, der ist motivierter als der Schüler, der verstaubte Themen zum x-ten Male durchkaut und glaubt, nur für den Lehrer und gute Noten zu pauken. Über das Internet können Lernender mit wenigen Klicks Ländergrenzen überschreiten, z.B. Websites internationaler Organisationen "besuchen". Welcher Physik-Schüler ist vom Besuch der US-Raumfahrtbehörde NASA nicht fasziniert?
Umweltorganisationen und Ministerien bieten Kinderseiten, die Umwelt- und Naturlernen ermöglichen und zu Engagement aufrufen. Das Motto lautet selbst aktiv werden und z.B. etwas für die Umwelt tun, beispielsweise bei Greenpeace.
Verlage, Zeitungen und öffentliche Einrichtungen bieten über ihre Webauftritte tagesaktuelle Information. Ämter und Ministerien sorgen für Service. Das Auswärtige Amt z.B. präsentiert auf der Wissensseite Kinder.Diplo aktuelle Länderinfos.
Weitere Beispiele:
- Blinde Kuh: News
Nachrichten verschiedener Anbieter bündelt diese Nachrichtenübersicht für Kinder: aktuelle Schlagzeilen, Textnachrichten, Hörnachrichten, Videos sowie Lexikonverlinkungen. - Zeit-Archiv
In Zeitungsarchiven, z.B. von der ZEIT, lässt sich nach Originalberichten recherchieren. - Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung
Die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung beinhaltet Originalinterviews mit Zeitzeugen und Politikern.
Wörterbücher, Lexika, Wikis, Nachschlagewerke (Informationen)
Das Internet ist die größte Bibliothek der Welt. Zur inhaltlichen Recherche bietet es eine spannende Alternative zu herkömmlichen Lexika oder Schulbüchern. Das Nachschlagen der Wörter geht blitzschnell, langwieriges Blättern entfällt. Verknüpfungen zu weiterführenden Begriffen und Themen lassen sich über Hyperlinks ansteuern.
Beispiele: Lexika und Nachschlagewerke:
- Paradebeispiel: die freie Enzyklopädie Wikipedia
- Wissen.de-Lexikon
- Der Duden-Verlag stellt seine Schülerlexika online
- Wissenskarten speziell für Grundschüler
- Das grüne Buch ist ein Tierlexikon für Kinder
- Chemikalien-Lexikon
- Rossipotti-Literaturlexikon für Kinder
- Wortschatzlexikon der Uni Leipzig
Beispiel für ein Online-Wörterbuch: Das Wortschatzlexikon der Uni Leipzig mit 35 Millionen Sätzen und 500 Millionen Wörtern besticht durch Umfang und interaktive Möglichkeiten.
Sprachen lernen
Das Internet macht das Erlernen von Sprachen abwechslungsreich und authentisch. Mehrsprachige, vertonte Online-Wörterbücher gewähren Service beim Nachschlagen. Der LEO ist das größte Deutsch-Englische Online-Wörterbuch. Verben verschiedener Sprachen lassen sich z.B. beim Lingofox konjugieren.
Über das weltweite Netz kann grenzübergreifend gelernt werden. In Chats und Foren treffen sich Menschen aus aller Welt. Ein guter Anreiz, um Englisch und andere Fremdsprachen zu erlernen und praktisch zu erproben. Sprachen im Internet zu trainieren macht Schülern Spaß, auch weil Originalseiten der zu erlernenden Sprache besucht werden können.
Über das weltweite Netz kann grenzübergreifend gelernt werden. In Chats und Foren treffen sich Menschen aus aller Welt. Ein guter Anreiz, um Englisch und andere Fremdsprachen zu erlernen und praktisch zu erproben. Sprachen im Internet zu trainieren macht Schülern Spaß, auch weil Originalseiten der zu erlernenden Sprache besucht werden können.
Beispiele:
- LearnEnglish Kids
LearnEnglish Kids ist ein buntes Programm für junge Englischlerner mit Spielen, Liedern, Geschichten und Aktivitäten. - Kico4You
Das bereits erwähnte Online-Üben mit interaktiven Trainingseinheiten ist auch für Fremdsprachen möglich, z.B. bei Kico4You mit Englischübungen, um die Grammatik zu pauken. - Planet Schule: Surfin' Britain
Surfin' Britain bietet einen ganzen Englischkurs als Lernumgebung. Einzige Bedingung ist die vorherige kostenlose Anmeldung.
Audio und Video: Multimedia – "Hör und schau dich schlau!"

Das World Wide Web mit Bildern, Animationen, Ton und Film ist multimedial. Multimedial aufbereitete Lerninhalte sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an und tragen dazu bei, dass Lernstoff besser verstanden und behalten wird.
Leseanfängern und Schülern mit Leseschwächen kommen Vertonungen in Form von gesprochenen Texten und Hörbeiträge entgegen. Audio ist aber auch praktisch und entbindet den Lernendem von Raum und Zeit: Podcasts können sich Lernende z.B. auf dem MP3-Player an einem Ort ihrer Wahl anhören.
Beispiele weiterer Audio-Angebote, die Lernen unterstützen:
- Der Vorleser
Der Vorleser bietet Literatur zum Hören, z.B. Goethe, Tucholsky oder Heine. Vorgelesen bringen literarische Werke manch Schüler auf den Geschmack. - Listen-to-our-Future
Klassisch geht es bei Listen-to-our-Future zu. Die Kinder sehen und hören hinter die Kulissen einer Philharmonie. - Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU): Singvögel bestimmen
Singvögel nach Buch zu bestimmen ist nicht leicht. Wer auch die Stimmen einheimischer Gartenvögel hört, lernt leichter und mit Spaß.
Audio und Video erwecken Lernstoff zum Leben. Visualisierungen unterstützen den Lernprozess, indem sie Abläufe transparent und begreiflich machen. Abstraktes erschließt sich leichter, sobald es visualisiert wird. Animationen und Filme aus dem Web eignen sich insbesondere, um komplexe Themen, z.B. naturwissenschaftliche Phänomene oder physikalische Sachverhalte anschaulich darzustellen und verständlich zu erklären, oder um geschichtlichen Ereignissen Authenzität einzuhauchen.
Beispiele:
- Planet Schule
Videoclips erklären Geographieschülern die Erde. - ZDF.de
Eine Reise durch das Sonnensystem erklärt unsere Planeten. - Chemie-Animationen
- Lexi-TV
Videos zu vielen Themenbereichen gibt es bei Lexi-TV, dem Wissensmagazin des MDR.
- Bundeszentrale für politische Bildung
Die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung liefert Filme zu politischen und zeitgeschichtlichen Themen.
Interaktives Lernen und Online-Üben
Interaktive Web-Angebote eignen sich zum ausgiebigen Üben, beispielsweise um sich auf Klassenarbeiten vorzubereiten oder persönliche Schwachpunkte auszubügeln. Auch dabei ist selbstständiges Lernen gefragt – was durchaus Selbstdisziplin erfordert. Mit interaktiven Aufgaben kann frisch erworbenes Wissen spielerisch gestestet werden. So lassen sich Fähigkeiten und Kenntnisse vertiefen und festigen. Online-Aufgaben sind geduldig, sie fordern bei wiederholten Fehlern immer wieder auf, nach der richtigen Lösung zu suchen.
Beispiele: Übungen
- 2cool4school.de
Mit Online-Vokabeltrainern lassen sich Vokabeln abfragen. - Orthografietrainer
Rechtschreibung üben mit dem Orthografietrainer - Deutsch und Englisch: Übungen
Diese Lehrerhomepage bietet interaktive Übungen zur Selbstkontrolle für Deutsch und Englisch. - Über 5.000 interaktive Online-Übungen aus allen Wissensbereichen
Beispiele: Quiz und Spiele
Seit der flächendeckenden Verbreitung der Flash-Technik finden sich im Web immer mehr interaktive Lernspiele. Lernstoff, der in Abenteuern und interaktiven Rätseln verpackt ist, motiviert zum Finden der Lösung.
- Mission BluePlanet
Mission BluePlanet ist ein Klimaquiz-Spiel mit Fragen rund um Klimawandel, Wind, Wetter und Energie. Nach jeder Frage folgen Informationen, die dem Lernenden die Möglichkeit geben, sein Wissen zu vertiefen. - Europa Go!
Die Spiel- und Lernwelt Europa Go! fordert in kurzweiligen Quiz und Aufgaben europäisches Wissen. - Weltquiz
Anlaufstellen für das Lernen im Netz
Wo finden Schüler, Lernende und Lehrer passende Angebote im Netz? Unsere Tipps:
Guter Ausgangspunkt: Der Schulfachnavigator
Der Schulfachnavigator des Internet-ABC bietet schon Grundschülern eine geeignete Einstiegshilfe für das Lernen mit Hilfe des Internets. Er ist mit lehrreichen Linktipps reich bestückt. Einige davon wurden hier bereits vorgestellt. Mit den aufgeführten Adressen lässt sich das Lernen in allen Schulfächern unterstützen. Dieser thematisch auf die Fächer abgesteckte Rahmen eignet sich besonders zum selbstständigen Entdecken und Probieren für Kinder. So lassen sich für jedes Schulfach von Biologie bis Sport redaktionell ausgewählte Websites ansteuern.
Bildungsserver
Die Landesbildungsserver sammeln ebenfalls Internetadressen auf empfehlenswerte Lernangebote für alle Fächer. Allerdings sind die Linklisten eher für Lehrer bzw. Erwachsene angelegt, so dass Sie die Seiten ggf. besser zusammen mit den Kindern besuchen, damit diese sich auch zurechtfinden.
Die Rubrik Unterricht des Deutschen Bildungsservers führt ebenfalls Links auf Lern- und Infoseiten.
Die Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V. (ZUM) versteht sich als Portal für Unterrichtsmedien. Es beinhaltet Fachportale für alle Fächer und eine Materialübersicht, von der aus auch Links (kleines Kettensymbol) erreichbar sind.
- Übersicht der Landesbildungsserver
- Rubrik Unterricht des Deutschen Bildungsservers
- ZUM: Materialübersicht
Lernportale
Umfängliche und offen zugängliche Lernplattformen für Kinder sind im Internet vergleichsweise selten. Bei den einen handelt es sich um geschlossene kostenpflichtige Lernwelten wie dem "Toggolino-Club" für Vorschüler oder "Scoyo". bei diesen Angeboten wird ein Abonnement abgeschlossen.
Zum anderen gibt es Angebote von Verlagen, die auf eigene Produkte aufmerksam machen möchten, wie z.B. Learnetix.de von Cornelsen.
- Learnetix.de
Diese Lern-Community offeriert Übungen, Nachschlagewerke, Hausaufgabenhilfen und Chats. Zur vollständigen Nutzung ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. - lo-net
Für Lehrkräfte besteht die Möglichkeit eigene geschlossene Lernumgebungen für die Klasse einzurichten, um das Internet als virtuellen Lernraum in den Unterricht einzubeziehen. - Planet Schule
Eine empfehlenswerte Ausnahme bildet "Planet Schule", das Bildungs- und Lernportal von WDR und SWR. Es ergänzt die Schulfernsehsendungen, ist aber auch ohne Rezeption der Sendungen eine wahre Lern-Fundgrube mit Filmen, Animationen, Lernspielen und Hintergrundwissen. Einen Besuch lohnt auch die Partnerseite
Planet Wissen. - Ich-will-lernen.de
Noch ein Tipp für ältere Schüler und Erwachsene: "Ich-will-lernen.de" vom Volkshochschul-Verband e.V. ist Deutschlands größtes offenes Lernportal mit kostenlosen interaktiven Übungen im Bereich Alphabetisierung (Lesen, Schreiben, Rechnen) und zum Nachholen von Schulabschlüssen. Nutzer können sich anonym anmelden und werden von Tutoren begleitet.
Wie finden Schüler darüber hinaus die passenden Seiten?
Das große Angebot und die Fülle von Informationen im Netz können verunsichern. Rund 200 Millionen Web-Adressen lassen weniger daran zweifeln, ob man die nötigen Informationen und Lernseiten im Internet findet, sondern werfen vielmehr die Frage auf, wo man sie findet und wie lange man suchen muss.
Am besten beginnt man die Suche an geeigneten Startpunkten. Google ist nicht immer bester Ausgangspunkt – gerade wenn es um altersadäquate Angebote geht. Findet sich im Schulfachnavigator des Internet-ABC und den anderen hier vorgestellten Anlaufstellen nicht das Passende, sollten jüngere Schüler für eigenständige Recherchen vorzugsweise Kindersuchmaschinen wie die Blinde Kuh oder FragFinn.de heranziehen.
Um die Suche zu erleichtern, können sich Kinder mit den wichtigsten Suchstrategien vertraut machen. Unser "Wissen, wie's geht"-Modul zum Thema "Suchen und Finden im Netz" hilft weiter.
- Kindersuchmaschine Blinde Kuh
- Kindersuchmaschine FragFinn.de
- Wissen, wie's geht: Suchen und Finden im Netz
Achtung: Abzocke und Kopieren
Informieren statt Kopieren
Als Eltern sollten Sie auch darüber Bescheid wissen, was in negativer Hinsicht im Internet möglich ist. Dazu gehört, Lernstoff abzukupfern anstatt ihn sich selbst zu erarbeiten. Schüler tauschen online ganze Hausarbeiten, Referate und Klausurlösungen aus. Ein Beispiel ist die Referatedatenbank Fundus.
Die Schüler können und sollen sich Informationen und Anregungen im Netz beschaffen. Ganze Textabschnitte oder gar Referate von anderen stumpf zu kopieren, ist dagegen tabu. Argumente, um den Kindern zu erklären, dass es sich hierbei um Datenklau und Betrug handelt, bringt das "Wissen, wie's geht"-Modul "Texte, Filme, Musik aus dem Netz – Was ist erlaubt?". Es gibt übrigens mittlerweile eigene Programme, die Lehrer einsetzen können, um Plagiate zu identifizieren.
Vorsicht Abzocke
Hausaufgabenhilfe aus dem Netz ist mitunter mit Vorsicht zu genießen. Schüler sollten wissen, dass sie auch auf kostenpflichtige Angebote stoßen können. Für die Einsicht in Dokumente soll dann per Kreditkarte oder Lastschriftverfahren bezahlt werden, teilweise auch per Handy über die Mobilfunkrechnung bzw. das Prepaid-Guthaben.
Oberstes Gebot: Niemals mit unüberlegter Registrierung Daten preisgeben. Zunächst in Ruhe die AGB und das Impressum prüfen und abwägen, ob sich die Gebühr lohnt und das Angebot sein Geld wert ist. Fest steht: Es gibt jede Menge guter kostenloser Angebote!
Lernen mit Software
Beim Stichwort "Lernen am Computer" denken viele gar nicht an das Internet, sondern an das große Angebot an Lernsoftware. Auch mit Lernsoftware kann der Lernstoff der Schule eigenständig von den Schülern erlernt, eingeübt oder vertieft werden. Ähnlich dem Internet kann Software dazu beitragen, Motivation für ein ungeliebtes Fach zu geben, z.B. mittels eines Lernabenteuers. Unsere Lernsoftware-Datenbank führt geeignete Produkte auf:
Zum guten Schluss
Virtuelle Erfahrungen sollen nicht die sinnliche Qualität "realen" Lernens oder das gemeinsame Lernen mit anderen Schülern und Lehrern als persönlichen Ansprechpartnern ersetzen. Was Computer und Internet können, ist, das Lernen wirksam zu unterstützen und den Lernprozess zu bereichern.
Lassen Sie sich auf das Lernabenteuer Internet ein, und erlauben Sie den Kindern, den Computer als zusätzliches Lerninstrument zu gebrauchen.
Voraussetzung für den Lernerfolg am Computer: Nur wer weiß, wie und wo er lernen kann, kann es auch tun! Unterstützen Sie die Kinder, indem sie gemeinsam geeignete Internetseiten oder Software auswählen. Besprechen Sie zusammen, welche Angebote sich zum Lernen besonders eignen, und setzen Sie Lesezeichen im Browser, z.B. auf den Schulfachnavigator. So lässt sich ein Rahmen abstecken, der positive Lernerfahrungen ermöglicht. Begleiten Sie die Kinder auf ihrem Lernweg durch das World Wide Web!









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