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Brillant aufgelöst: Kunstwerke aus der Nähe betrachten
(16.11.2010)

Viele der Bilder von Leonardo da Vinci, Gaudenzio Ferrari, Andrea Pozzo, Sandro Botticelli und Caravaggio gelten als Meisterwerke - und sind zu Recht weltberühmt. Sie überhaupt mal zu sehen, etwa in einem Museum, ist für viele unmöglich. Sie in aller Ruhe aus der Nähe zu betrachten undenkbar. Zumindest bislang. Denn eine Auswahl der bekanntesten Werke kann man nun auch online anschauen. Das ermöglicht ganz neue Perspektiven: Der "Venus" von Botticcelli mal ganz tief in die Augen schauen, ohne Ärger mit dem Museumswärter zu bekommen? Beim "Abendmahl" von da Vinci mit am Tisch sitzen? Kein Problem mehr.
Die Webseite www.haltadefinizione.com präsentiert einige der bekanntesten Gemälde der Welt in extrem, hoher Auflösung: Bis zu 28 Milliarden Pixel sind die Bilder groß, etwa dreitausend Mal mehr als bei einer normalen Digitalkamera. Auf dieses Weise werden Details sichtbar, die kein Museumsbesucher je erblickt hat. Denn an die weltberühmten Gemälde darf kein gewöhnlicher Sterblicher so dicht heran, dass er beispielsweise einzelne Haarsträhnen erkennen kann (oder die Risse in den Jahrhunderte alten Gemälden). Ganz so, als betrachte man die Meisterwerke durch ein gigantisches Vergrößerungsglas.
Dadurch sind Details bis zu einem Hundertstel Millimeter zu sehen. So mikroskopisch nahe dran an ihren eigenen Gemälden waren selbst die Künstler seinerzeit nicht. Beim Navigieren durch den Pixel-Kosmos hilft ein einfaches Steuerpult, das im Wesentlichen aus Plus- und Minuszeichen für den Zoomeffekt und aus Pfeilen für den Richtungswechsel besteht.
(Ein Linktipp von Jörg Schieb)
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