Spiel des Monats (November 2009)
Mindstorms NXT 2.0






Mindstorms NXT 2.0

Mindstorms ist ein recht ambitionierte Roboterbaukasten der Firma Lego, der vor einigen Jahren zusammen mit der MIT-Koryphäe Seymour Papert entwickelt wurde. Die Grundidee dahinter: Kinder sollten ohne technisches Diplom und Schraubenzieher eigene Roboterwesen bauen und programmieren können. Längst erfreut sich dieser elektronische Kreativbaukasten nicht nur bei der Zielgruppe größer Beliebtheit, sondern auch bei Studenten, Erwachsenen und sogar bei Lehrern. Dieser Roboter ist eben mehr als nur ein Spielzeug. Er fördert Kreativität, Logik und technisches Verständnis. Der Baukasten lässt einem 1001 Möglichkeit, und die Grenzen liegen dabei nur in der eigenen Fantasie.
Schon das Auspacken dieses riesigen Kartons macht Spaß. Darin sind nicht nur die Bausteine, sondern auch die Software und die Bedienungs- und Bauanleitung. Alles unkompliziert und vollkommen Lego-like. Aus den über 600 Legoteilen bauen dann Mädchen und Jungen nach Anleitungen verschiedene Modelle und Wesen. Lego selbst schlägt coole Raupenfahrzeuge, kühne Roboterwesen und ein gefährlich wirkendes Schnappkrokodil vor. Es bleibt aber jedem Konstrukteur selbst vorbehalten, sich auch etwas gänzlich Eigenes auszudenken und umzusetzen.
Der Aufbau eines ersten Prototypen für erste Versuche nimmt höchstens eine halbe Stunde in Anspruch. Es kann aber auch - mit Freuden - länger dauern. Schließlich gehört das Konstruieren zu den wunderschönsten Tätigkeiten der Kinderzeit. Und auch so mancher Vater würde hier gerne mitmischen. Wenn er darf.

Das Herz der Roboterwesen bildet der intelligente NXT-Legostein mit dem Mikroprozessor. Ohne ihn geht nichts, darum wird er in jede Roboterfigur eingebaut. Der Ultraschallsensor verleiht dem künstlichen Wesen Augen, und es kann sich räumlich orientieren und Gegenständen und Hindernissen ausweichen. Der Berührungssensor hingegen wird unter anderem wie ein Kommandobutton bedient. Ein kleiner Druck auf ihn und der Roboter beginnt sich zu bewegen oder zu singen.
Das alles hängt natürlich ganz von der Vorgabe in der Programmierung ab. Der Farbsensor identifiziert sechs Farben und kann auch zwischen hell und dunkel unterscheiden. Die drei Servomotoren versetzen das Roboterwesen dann in Bewegung.
Die Anwendung der verschiedenen Sensoren birgt unendliche Kombinationen und Spielideen in sich. Vor allem, wenn dann noch mit einem Mikrofon Sprache und Gesang an den NXT-Stein übertragen wird. Dann kann sich Robo zum Erstaunen der Zuschauer auch mitteilen. Und noch etwas zum Thema Persönlichkeit: Der NXT-Legobaustein zeigt auch aufgespielte Bilder auf seinem Display.

Sich einen Roboter ausdenken ist dabei nur eine Sache, ihn dann zu programmieren eine völlig andere. Hier kommt dann der Einfluss von Seymour Papert ins Spiel, der lange vor Internet und CD-ROM schon mit seiner Programmiersprache "Logo" in den USA für Furore sorgte.
Die Programmierung bei "Mindstorms NXT 2.0" ist im Ergebnis anspruchsvoll und komplex, in der Bedienung aber - und darauf kommt es schließlich an - ganz einfach. Per Drag and Drop lassen sich die diversen Funktions-Symbole auf den Bildschirm ziehen. Da gibt es Kästen mit Bewegung und Aufnahmen. Mit dem Schleifen-Block wird eine Funktion immer wieder ausgeführt, mit dem Schalt-Block trifft der Roboter dann Entscheidungen, die vorgegeben sind. Diese Kommandos werden dann ohne Kabel an den Roboter übertragen. Das funktioniert mit Mac und PC. Jede neue Veränderung in der Programmierung kann sofort am "lebenden Objekt" in Action auf seine Wirkung überprüft und ausprobiert werden.
Viele Anregungen, Ideen und andere Baubeispiele gibt es dazu auch im Internet unter









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