Newsletter Nr. 20
1. Schwerpunktthema "Mobbing und Cybermobbing"
Einleitung
Berlin, November 2008: In einer speziellen Veranstaltungsreihe für Kinder an einer Universität wird eine Vorlesung zum Thema Mobbing angeboten. Zum Einstieg fragt die Professorin: "Wer von euch ist in der Schule schon einmal gemobbt worden?" Daraufhin erheben sich ALLE Mädchen und Jungen!
Ein Beweis dafür, dass Mobbing zur täglichen Erfahrung jedes Kindes gehört? Wohl nicht. Eher zeigt dieses Beispiel, dass der Begriff Mobbing heutzutage schnell verwendet wird und nicht mehr trennscharf ist. Jedes Hänseln, jedes Herumschubsen auf dem Schulhof und jedes Schimpfwort wird als Mobbing tituliert. Das aber ist falsch. Richtig ist aber auch, dass allzu viele Kinder tatsächlich Mobbing erfahren - sei es im realen Leben oder im Netz. Darunter leiden diese Kinder massiv: physisch und seelisch. Bei allen wird das Selbstwertgefühl empfindlich getroffen, manche von ihnen zerbrechen daran. Das darf nicht sein.
Beim Mobbing ist es wie in anderen Bereichen auch: Um einen Weg aus der belastenden Situation zu finden, muss man sie erst einmal erkennen und wissen, wie und wo man sich Hilfe holen kann. Gerade für Sie als Eltern und Pädagogen ist es wichtig, Anzeichen von Mobbing erkennen zu können. Denn Kinder, die gemobbt werden, sind in der Regel völlig eingeschüchtert und hilflos - sie wenden sich eben nicht sofort an einen Erwachsenen und schildern offen ihr Dilemma. Dasselbe gilt für Kinder, die in der Täterrolle unterwegs sind. Auch sie werden da kaum allein einen Weg herausfinden.












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