Dienstag, 22. Mai 2012

Newsletter Nr. 13

Instant Messaging

Verschiedene Instant-Messenger; Rechte: Internet-ABC

Eine besondere Chat-Form bildet das Instant Messaging. Hierfür wird ein Programm auf dem eigenen Computer installiert. Sobald man sich ins Internet einloggt, übermittelt es allen, die auf der Kontaktliste stehen, dass man online ist. Nun kann gezielt mit Freunden gechattet werden.

Bekannte Messenger-Programme sind z.B. ICQ, AOL-, Yahoo!- oder MSN-Messenger. Hat man sich für ein Programm entschieden, kann auch nur mit den Leuten kommuniziert werden, die dasselbe Programm verwenden (Ausnahme z.B. ICQ und AOL).

ICQ (I seek you = Ich suche dich) heißt der bekannteste Messenger, der die Computer von Schülern erobert hat und den Webchat mit zunehmendem Alter in den Schatten stellt. Belegt das Messaging bei den Kindern (laut KIM-Studie 2006) noch keinen eigenen Rang, sind es stolze 58% der Jugendlichen (12-19 Jahre), die mindestens mehrmals pro Woche mit Messengern chatten (JIM-Studie 2006).

Das Gefährdungspotenzial des Messaging ähnelt teilweise dem von Web-Chats. Auch hier können Kinder auf unangenehme Kontakte und sexuelle Belästigungen in Dialogen stoßen. Gefährlicher ist Messaging deshalb, weil es jeglicher Form von Moderation oder sozialer Kontrolle entbehrt. Dazu besteht wie beim E-Mailen die Möglichkeit, Dateien, Bilder oder Filme, die problematische Inhalte oder Viren enthalten, über Messenger zu versenden bzw. zu empfangen.

Auch sind Messenger wie ICQ nicht werbefrei. Links im Dialogfenster führen zu Flirtlines und Dating-Services. Auf der ICQ-Website lässt die Personensuche) Teilnehmer finden, deren Profile öffentlich einsehbar sind. Laut AGB ist ICQ nur für User über 13 Jahren; die Angaben bei der Anmeldung werden aber nicht geprüft.

Checkliste - Sicher chatten mit Messengern

  • Einen Messenger auswählen, der Sicherheitseinstellungen zulässt.
  • Grundsätzlich sollten Messenger so eingestellt werden, dass neue Kontakte vorher akzeptiert werden müssen, bevor sie in die Kontaktliste aufgenommen werden. Anfragen Fremder ablehnen.
  • ICQ-Nummern von Freunden ohne deren Einverständnis nicht weiter reichen.
  • Unliebsame Kontakte löschen bzw. mit der "Ignore-Funktion" sperren.
    Prinzipiell gelten für Messenger auch die Verhaltensregeln wie im Web-Chat.

Weitere Informationen und Sicherheitstipps des Internet-ABC:

Weitere Informationen und Sicherheitstipps aus dem Internet:

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