Newsletter Nr. 14
Tipps zum Computerkauf

Ein vielleicht schon bei Ihnen vorhandener PC, der durchaus alle Schreibarbeiten erledigt und mit dem Sie erfolgreich die Weiten des Internet erkunden, eignet sich nur bedingt als Spieleplattform. Computerspiele stellen aufgrund ihrer immer detaillierteren Grafik und Spielphysik oftmals sehr hohe Hardwareanforderungen. Günstige PCs erzeugen ihre Monitorbilder mittels einer sogenannten Onboard-Grafik, welche für Büroarbeiten und Internet reicht. Auf diesen Geräten laufen ältere Spiele und Lernsoftware.
Aktuellere Computerspiele brauchen eine aktuelle Grafikkarte. Deshalb steht nicht selten nach dem Kauf eines aktuellen Spieles der Kauf einer schnelleren Grafikkarte und/oder Prozessors und/oder einer Speichererweiterung an, damit das Spiel flüssig läuft und nicht zur Diaschau verkommt. Die auf den PC-Spielpackungen angebrachten Hardware-Mindestanforderungen erlauben in den meisten Fällen gerade einmal die Spielinstallation auf Ihrem Rechner und dessen Spiel in einer recht groben, detailarmen Auflösung. Um in den Genuss der vollen Spielpracht zu kommen, die Ihre Kinder vielleicht auf Screenshots in Spieletests gesehen haben und welche mit ein Grund für den Spielewunsch war, geht die Spielindustrie von der Aufrüstbereitschaft und Baukastenmentalität von PC-Besitzern aus - oder von einem PC-Neukauf.
Bedenken Sie dabei Folgendes: Gerade der vielfältige und nach immer schnelleren Computern schreiende Spielemarkt verleitet viele dazu, sich von den neuesten Produkten und Angeboten blenden zu lassen. Aber: Ein derzeit mit schnellen Prozessoren, großen Arbeitsspeichern und bester Grafikkarte ausgestatteter Computer ist in einem Jahr auch schon wieder ein Auslaufmodell. Vielleicht tut es gerade für Einsteiger auch ein 'kleinerer' Rechner. Lesen Sie im Folgenden ein paar Grundregeln für den Kauf eines Computers:
a) Vor dem Kauf:
- Überlegen Sie genau, wie viel Geld Sie anlegen möchten.
- Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Anforderungen es an den neuen Computer hat: Wofür braucht Ihre Tochter/Ihr Sohn den Computer - zum Spielen, Internetsurfen, Musikhören und -machen, Video- und Fotobearbeitung oder 'nur' zum Schreiben? Entscheiden Sie dabei vorausschauend, wenn der Rechner in den folgenden Jahren für Ihr Kind interessant bleiben soll.
- Spiele, Video- und Fotobearbeitung sowie Musikmachen benötigen einen flotten Rechner, wobei Sie beachten sollten, dass auch ältere Software (Spiele, Musikprogramme etc.) durchaus interessant und ausreichend sein können.
- Viele Spiele benötigen eine gute Grafikkarte. Achten Sie daher darauf, dass sich entweder eine gute Karte in dem Computer befindet bzw. dass dieser eine Nachrüstung mit einer Karte zulässt. Brauchbare Grafikkarten gibt es bereits für weniger als 100 EUR.
- Video- und Fotobearbeitung benötigen sowohl eine gute Grafikkarte als auch eine große Festplatte.
- Musikmachen am Computer erfordert eine Soundkarte. Diese ist in den meisten preiswerteren Rechner vorhanden. Informieren Sie sich auch hier, ob ein späterer Einbau einer besseren Karte problemlos möglich ist.
- Internetsurfen mit E-Mail und Chatten, die üblichen Office-Anwendungen zum Schreiben, Tabellen erstellen usw., einfache Spiele benötigen die geringsten 'Computerwerte'.
b) Im Geschäft:
Überlegen Sie, wie viel Service Sie benötigen. In einem Supermarkt finden Sie manchmal gute Rechner zu kleinen Preisen, aber kaum fachkundige Beratung. Einzelne Fachmärkte bieten beides! Probieren Sie aus: In welchem Fachmarkt werden Ihnen geduldig und Ihren Kaufwünschen entsprechend Vor- und Nachteile einzelner Computer erläutert? Und wo haben Sie das Gefühl, dass der Verkäufer Ihnen nur etwas Teureres 'aufschwatzen' möchte?
- Erläutern Sie ausführlich Ihre Vorstellungen und lassen Sie sich die Vorteile eines etwas teureren, aber auch die Nachteile eines etwas preiswerteren Modells erklären. So haben Sie relativ schnell einen Überblick, auf welche 'Werte' es beim Kauf eines Computers ankommt.
- Fragen Sie nach Garantieleistungen. Teilweise wird gegen geringe Kosten ein Pick-Up-Service geboten, der ein kostenloses Abholen und Zurückbringen des Computers bei technischen Fehlern beinhaltet.
c) Nach dem Kauf:
- Bewahren Sie alle Rechnungen und Garantiebeschreibungen sorgfältig auf.
- Sollte der Computer nicht so funktionieren, wie Sie es erwarten, öffnen Sie nicht vorschnell das Gehäuse, da es in diesem Fall zu einem Verfallen der Garantieleistungen kommen kann.
Zu den Preisen:
Ein "High-End-PC" (so die Spielezeitschrift "GameStar, 12/2007) - Core 2 Duo E6600, 2-GB-RAM Arbeitsspeicher und der Grafikkarte "Nvidia Geforce 8800 GTS 640" ist ab 800 EUR zu bekommen.
Einen recht flotten PC (z.B. Athlon 64/5200+, Sockel AM2) mit relativ guter Grafikkarte (GeForce 8500 GT 512MB) und genügend Arbeitsspeicher (mind. ein GB RAM) finden Sie im Internetversand bereits für knapp 400 EUR. Dieser Rechner reicht für die meisten Spiele vollkommen aus.
Darunter sind noch etliche Computer zu haben, die jedoch nicht die relativ neue Doppelkern-Technologie verwenden (zu erkennen an "Core 2" oder AM2). Sie liefern ebenfalls oft noch brauchbare Spielergebnisse, doch schluckt hier das meist mitausgelieferte Betriebssystem "Windos Vista" schon große Ressourcen.










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