Newsletter Nr. 14
Ein kleiner Medienvertrag

Handelt es sich um einen Erst- oder Neukauf, gestaltet sich das Vorgespräch mit den Kindern umfangreicher. Haben Freunde ähnliche Geräte oder Spiele? Wie stellen sich die Kinder den heimischen Gebrauch vor? Wie lange wollen sie spielen? Steht das Gerät im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer? Eltern sollten in diesem Gespräch ihre Befürchtungen und Ängste mitteilen, Kinder ihre Hoffnungen.
Ziel dieses innerfamiliären "Medienvertrages" sollten klare Rechte und Pflichten sein - und im Vorfeld festgelegte Konsequenzen für einen Regelbruch. Allerdings: Ein Computerspielverbot sollte nie den Misserfolg in Schule usw. bestrafen. Dies würde dem Medium eine Wertigkeit einräumen, die wir Erwachsenen eigentlich nicht wollen.
Das Aushandeln eines frei zur Verfügung stehenden Computerspielzeit-Budgets gehört in ein solches Vorgespräch. Dabei sollte nicht wie beim Fernsehen oftmals üblich ein Tagesbudget, sondern ein Wochenbudget festgelegt werden. Kinder lernen dadurch nicht nur besser, ihre Zeit zu "managen", sondern haben auch die Chance, sich in komplexere Spiele einzuarbeiten, welche ihre Kreativität und Logik fördern. Eine halbe Stunde am Tag für ein umfangreiches Aufbauspiel versagt Erfolgserlebnisse. Die Folge: Eine Zuwendung zu Spielen, die rasche Erfolgserlebnisse versprechen. Die im Volksmund so genannten "Ballerspiele" verheißen mit schnellen Abschüssen eben solche schnellen Erfolge.










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