Newsletter Nr. 15
Im Bann virtueller Welten
"Wir haben unseren Sohn ans Internet, an World of Warcraft verloren."
(Zitat aus www.rollenspielsucht.de, einer Elterninitiative)
Wenn der 13-jährige Marco aus der Schule kommt, schaltet er als erstes den Computer ein und loggt sich in seine Onlinespielwelt ein. Kein Wort zu seinen Eltern, keine Verabredung mit Freunden, nur noch die Kontakte in der Cyberwelt sind für ihn von Belang. Und so hängt er bis zum familiären Abendessen, an dem er nur widerwillig teilnimmt, vor dem Bildschirm. Er kämpft zusammen mit seinen Mitspielern gegen virtuelle Kreaturen und arbeitet sich im Rang Stufe für Stufe nach oben. Immer wieder kommt es zum Streit mit seinen Eltern, die kein Verständnis für seine exzessive Nutzung aufbringen. Sie machen sich Sorgen, wissen aber nicht, was sie tun sollen. Marco verschlechtert sich in der Schule und kapselt sich von seinen Mitschülern ab.
Dieses fiktive Beispiel liefert einen kleinen Einblick, wie das Leben eines Kindes, aussehen kann, das exzessiv am Computer spielt. Virtuelle Welten ziehen Kinder und Jugendliche in ihren Bann. Machen Sie sich anhand der nachfolgenden Links ein ausführliches Bild, wie Menschen in eine Internetsucht hineinstrudeln und welche Konsequenzen das haben kann.
Linktipps:
- Tagebuch eines Onlinespielers
"World of Warcraft: Der soziale Verfall eines Menschen" - Untertitel: "Es ist der 11. Februar 2005 und heute begehe ich einen der größten Fehler meines Lebens" - Onlinesucht.de
Gabriele Farke, ehemals selbst onlinesüchtig, gründete den Verein HSO 2007 e.V. (Hilfe zur Selbsthilfe für Onlinesüchtige), der das Aufklärungs- und Hilfeportal Onlinesucht.de betreibt. Wer wissen möchte, wie sich Onlinesucht in individuellen Leben manifestiert, welche Facetten und Formen die Abhängigkeit annehmen kann, findet hier Fallbeispiele.
- www.cyberlord.at
Onlinesüchtige berichten von gescheiterten Beziehungen, Familienproblemen oder Jobverlust.









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