Dienstag, 22. Mai 2012

Newsletter Nr. 16

Software für Fortgeschrittene

Irgendwann mag es dem einen oder anderen nicht mehr reichen, immer nur vorgegebene Soundschnipsel zusammen zu setzen. Eigene Kompositionen aufzunehmen, eigene Klangbilder zu erstellen und abzumischen - dafür sind zuvor genannte Einsteiger-Programme nicht oder nur in Ansätzen geeignet.

Welche Software sich für solche Zwecke besser eignet, wird nachfolgend aufgezeigt. Auch hier gilt wie schon bei der Aufnahme von Internetradio: Wer alles möglichst umsonst haben möchte, muss erheblich mehr Eigeninitiative aufbringen - und manchmal auch viel Geduld.

Samplitude 9SE

Das Programm Samplitude 9SE

Samplitude 9SE ist regelmäßig auf CD-ROMs von Musikzeitschriften zu finden und ist sozusagen eine abgespeckte Version einer deutlich umfangreicheren und teureren Software. Für Aufnahme, Effekte und Abmischen reicht sie allemal aus - und wird von so manchem Profi auch sehr geschätzt.

Für den, der noch gar nicht mit derartigen Programmen gearbeitet hat, ist es nützlich, wenn in der entsprechenden Zeitschrift eine kurze Anleitung für die ersten Schritte gegeben wird. Ansonsten hilft auch ein Blick ins Internet. Samplitude hat für die 9-er Vollversion das komplette Handbuch online gestellt:

Eigene Sounddateien bietet das Programm nicht, alles muss selbst eingespielt oder eingebunden werden. Über sogenannte VST-Instrumente (kleine Plug-Ins oder Zusatzprogramme) können mit einem Tasteninstrument und dem MIDI-Anschluss Klänge virtueller Instrumente (Schlagzeug, Bass, Streicher etc.) erzeugt werden. Neben etlichen kostenlosen VST-Instrumenten gibt es auch eine Reihe teurer, aber auch qualitätsvoller Plug-Ins.

VST-Instrumente erhalten Sie hier:

Die nachfolgend vorgestellten Programme nehmen dem interessierten Musiker Einiges an Vorarbeiten ab. Beide Programme sind für unter 100,- EUR zu erwerben. Das ist, nebenbei bemerkt, für Musik-Software nicht viel Geld.

Magix Samplitude Music Studio 2008

Wer sich schon einmal das kostenlose Samplitude 9SE angeschaut hat, wird mit dem Music Studio gut zurechtkommen. Ansonsten hilft das zwar dünne, aber gut erklärende Handbuch über die ersten Startschwierigkeiten hinweg.

Es würde zu weit führen, hier alle Elemente des Studios zu benennen. Hervorzuheben ist sicherlich der Sample Player und Sound-Controller "Vita", der eine Reihe virtueller Instrumente beinhaltet. Ob Saxophon oder eine elektrische Gitarre - die Klänge sind nicht mehr weit vom Original entfernt. Selbst Geräusche beim Umgreifen auf einer akustischen Gitarre werden gut nachgeahmt.

Auch die Aufnahme verschiedenster Instrumente ist relativ unproblematisch und mit wenigen Klicks gut zu meistern. Ungenauigkeiten beim Spielen können anschließend in einem Editor korrigiert werden.

Das Arbeiten mit diesem Programm erfordert, wie bei jeder komplexen Software, etwas Einarbeitung. Dann jedoch erwartet sowohl den Hobbymusiker als auch den Profi eine Vielzahl an Möglichkeiten für das Einspielen, Aufnehmen, Abmixen und Brennen der eigenen Songs am PC.

Hörbeispiel:

Steinberg Sequel

Einfacher zu erlernen als das Music Studio ist dieses Programm für den PC. Das Programm enthält über 5.000 Soundschnipsel oder Loops - also Sound-Dateien, die hintereinander wie eine Endlosschleife abgespielt werden können. Daneben gibt es viele gut klingende virtuelle Instrumente, die per MIDI und Tastatur gespielt werden und ebenfalls in einem Editor nachbearbeitet werden können.

Die Aufnahme klappt reibungslos - zumindest per Keyboard. Bei direkten Aufnahmen von Gitarren und Bass soll Sequel, glaubt man anderen Testberichten, Probleme haben. Auch eine Einbindung von zusätzlichen VST-Instrumenten ist leider nicht möglich.

Nichtsdestotrotz ist auch Sequel ein tolles Programm für den Heim-Musiker. Es macht einfach Spaß, damit zu arbeiten - und die Ergebnisse können sich sehen oder besser: hören lassen.

Tipp zum Einstieg:

Mit Hilfe des guten Handbuchs lässt sich, sofern man nicht völlig unerfahren ist in der Herstellung von Musik am PC, relativ schnell ein erster Song erstellen. Dadurch sind sogleich die Grundfunktionen klar.

Hörbeispiel:

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Ausschnitt aus dem Poster zum Kongress

Der Medienpass NRW in der Grundschule
Am 16. Juni 2012 von 10 bis 16 Uhr im Haus der Technik, Essen: Kongress "Der Medienpass NRW in der Grundschule"

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