Dienstag, 22. Mai 2012

Newsletter Nr. 18

Videos im Netz

Wegweiser in der Videovielfalt

Screenshot der Website www.youtube.com

Das Internet bietet Zugang zu unzähligen Videos und Filmen. Aber wo finde ich das richtige Angebot für mich? Worauf muss ich achten? Wie ist es um den Jugendschutz bestellt? Diese und weitere Fragen werden in den folgenden Kapiteln beantwortet.

Grundsätzlich kann man zwei Arten von Portalen unterscheiden:

  • Videocommunitys wie youtube.com oder clipfish.de, auf denen in erster Linie User eigene Videos uploaden und somit für stetig neue Inhalte sorgen.
  • Geschlossene Portale wie beispielsweise die Nachrichtenseiten spiegel.de oder ftd.de, die ergänzend zu ihren Artikeln kurze Videoschnipsel anbieten, sowie die Mediatheken von ARD oder ZDF oder werbefinanzierte Portale wie myspass.de.

In der Regel sind die Angebote dieser Anbieter kostenlos. In Einzellfällen kann auf den Community-Seiten eine Anmeldung erforderlich sein, um so genannten "premium content" oder Inhalte für Erwachsene anschauen zu können. Die Registrierung dient in der Regel allerdings eher der rechtlichen Absicherung der Portale und weniger dem Jugendschutz. Denn um einen uneingeschränkten Zutritt zu sämtlichen Inhalten zu bekommen, reicht es meist aus, das Alter in den Formularen entsprechend auszuwählen. Eine korrekte Altersverifizierung findet nicht statt.

Hierin liegt auch ein wesentlicher Kritikpunkt, der immer wieder an diese Portale gerichtet wird. Denn neben Musik-, Comedy- oder Serienclips ist dort auch ein reichhaltiges Angebot an Filmen mit pornografischen, gewaltverherrlichenden oder rassistischen Inhalten zu finden.

Aufgrund der Datenmenge - täglich werden an die 100.000 Videos allein auf YouTube hochgeladen - ist es den Seitenbetreibern kaum möglich, eine lückenlose Kontrolle der Inhalte zu gewährleisten. Gern wird auf das Nutzernetzwerk verwiesen, welches unerlaubte Videos meldet. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst nach einer entsprechenden Meldung an die Verantwortlichen die beanstandeten Videos häufig noch lange Zeit online blieben. Und ist ein Video erst einmal ins Internet gelangt, ist es extrem aufwändig, dieses wieder zu entfernen. Vor allem "spannende" Videos werden schnell kopiert und in weitere Communitys eingespeist. So beginnt dann ein schier endloses Katz und Maus Spiel.

Allerdings machen Videos mit problematischen Inhalten bei den großen Videocommunitys eher einen kleinen Prozentsatz aus. Weit gefährlicher sind hier pornografische Seiten. Auch hier geht es darum, dass die User private Filme hochladen und so das Portal mit Inhalten füllen. Anschauen kann sich die Filme dann jeder, denn hierfür ist nicht einmal eine Anmeldung erforderlich. Lediglich ein Klick auf "Enter" und schon haben auch Kinder Zugriff ...

Wichtig ist es daher, mit den Kindern über die Nutzung des Internets zu sprechen, sie über die Gefahren aufzuklären und Absprachen zu treffen. Das betrifft zum einen die problematischen Inhalte auf diesen Seiten, zum anderen aber auch die Gefahr, sich unbemerkt einen Virus auf den Rechner zu laden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch so genannte Webfilter auf dem Kindercomputer installieren.

Weitere Informationen des Internet-ABC:

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Ausschnitt aus dem Poster zum Kongress

Der Medienpass NRW in der Grundschule
Am 16. Juni 2012 von 10 bis 16 Uhr im Haus der Technik, Essen: Kongress "Der Medienpass NRW in der Grundschule"

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