Wissen, wie's geht
Browser-Plug-Ins und Downloads
Browser-Plug-Ins sind kleine Zusatzprogramme für den Browser, mit denen zum Beispiel Videos oder Musik abgespielt werden können. Denn Browser waren lange Zeit nur dazu angelegt, Textseiten und Bilder anzuzeigen. Unterdessen bietet das Internet aber weit mehr, nämlich Musik, Sound, Videos, Animationen, Spiele oder Lernprogramme. Die neuesten Browserversionen sind meist bereits darauf eingerichtet, auch multimediale und interaktive Anwendungen aufzurufen. Ältere Browserversionen müssen zusätzlich damit versorgt werden und das geschieht über so genannte Plug-Ins.
Aber auch für derzeit aktuelle Browser werden Plug-Ins nicht überflüssig, denn immer wieder gibt es neue Programmformate, für die auch neue Plug-Ins notwendig werden. Und außerdem – wie in der Computerwelt üblich – werden ständig Updates von bestehenden Programmen angeboten. So können Browser immer wieder an die technologische Entwicklung angepasst werden. Zudem legt zum Beispiel der Mozilla Browser Firefox Wert darauf, bei der Erstinstallation möglichst wenig Plug-Ins mitzuliefern, das hält die Installationsdatei klein und der Nutzer kann selbst entscheiden, welche Plug-Ins er installiert.
Übersicht
So funktioniert's
Und wie funktioniert das? Ganz einfach: Per Download. Beim Downloaden werden die Daten von einem zum anderen Rechner übertragen. Das heißt, per Internet werden Informationen auf den lokalen Rechner geladen, gespeichert und anschließend installiert. Ein Plug-In integriert sich dann voll in die Oberfläche des Browsers.
Vorsicht beim Download
Nicht nur Plug-Ins, auch andere Dateien, Musikstücke oder etwa Filme werden im Internet herunter geladen. Hier sollte man unbedingt darauf achten, dass der Anbieter vertrauenswürdig ist. Denn nicht alles, was im Internet zum Download angeboten wird, ist gut für den Rechner. Schließlich sind zum Beispiel exe- (Programm-) Dateien auch hervorragende Transporteure für Viren, Würmer und Co.
Besonders gefährlich sind Dialer, die bisher insbesondere als Zahlungssystem für Pornographie-Angebote eingesetzt wurden. Unterdessen werden sie mehr und mehr von Abzockern genutzt, um arglose Surfer zu schädigen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. (Siehe auch "Wissen wie's geht – Hausaufgaben aus dem Netz").
Beim
Dialerschutz gibt es ausführliche und aktuelle Informationen über Dialer. Außerdem Tricks und Tools zum Schutz und zur Entfernung vor unerwünschten 0190-Dialern.
Der
OnlineCounter des SWR schützt vor ungewünschten 0190-Dialern, indem er ständig das eigene PC-System überwacht und eindringlich warnt, wenn eine DFÜ-Netzwerkverbindung über eine 0190-Nummer erkannt wird.
Die Website
BSI für Bürger informiert umfassend über Sicherheitsprobleme.
Acrobat Reader
Wer im Internet surft, begegnet ihnen unweigerlich, den PDF-Dateien. Denn Informationsbroschüren, Kataloge, Bücher und wissenschaftliche Arbeiten lagern auf vielen Internetseiten in diesem Format. Öffnen und lesen kann sie nur, wer über die entsprechende Software verfügt: den
Acrobat Reader, den es als kostenlosen Download beim Hersteller Adobe gibt. Die Installation erfolgt in der Regel automatisch und problemlos. Der Reader wird auch auf vielen CD-ROM kostenlos mitgeliefert, etwa um die jeweiligen digitalen Handbücher lesen zu können. PDF steht für "Portable Document Format". Dieses Spezialformat macht Dokumente über unterschiedliche Betriebssysteme und Programme hinweg in der vom Autor gewünschten Form sichtbar. Ein PDF-Dokument verändert also sein Layout nicht – selbst dann, wenn der Betrachter die in dem Dokument verwendeten Programme und Schriften auf seinem System gar nicht installiert hat. Dank dieser Eigenschaft hat sich PDF zum führenden Format für elektronische Veröffentlichungen durchgesetzt.
Real Player und Windows Media Player
Wer die Tagesschau am Computerbildschirm oder WDR 5 per PC hören möchte, braucht dafür auch ein spezielles Plug-In. Die beiden bekanntesten Programme sind gegenwärtig: Der
Real Player der Firma Real Audio und der
Windows Media Player von Microsoft.
Winamp
Als komfortabler Multimediaplayer mit Musikverwaltung und CD-Brennfunktion hat sich auch der
Winamp MP3 Player 5 bewährt, den es ebenfalls als kostenlose Downloadversion gibt.
Shockwave und Flash
Mit dem
Shockwave Player und dem
Flash Player lassen sich Animationen und Filme im Internet ansehen. Außerdem kann man online und interaktiv spielen und lernen. Denn interaktive Animationsfilme, zum Beispiel, basieren auf der Flashtechnik und Spiele (auch im Internet ABC) oder Lernprogramme verwenden den Shockwave Player.
Java
Mit der
Java-Software lassen sich so genannte Applets ausführen, die mit der Programmiersprache Java geschrieben wurden. Damit kann man zum Beispiel auch online spielen, Berechnungen ausführen oder 3D-Bilder ansehen.
Immer am Ball: Mit RSS und Podcast
Die Nachrichtenflut im Internet wächst. Gut, wenn man da immer aktuell informiert, aber nicht mit Informationen zugeschüttet wird. Dafür sorgt ein spezieller Service: RSS-Feed (Really Simple Syndication). Damit kann sich der Surfer eine praktische Übersicht aller Nachrichten (etwa aus dem Bereich Sport, Politik oder Kultur) zusammenstellen, die ihm in regelmäßigen Abständen aktuell präsentiert wird. Damit das funktioniert, braucht man einen der zahlreichen Newsreader. Eine umfangreiche Liste der meist kostenlosen Programme gibt es im RSS-Verzeichnis. Oder man wählt den RSS-Feed direkt auf der Internetseite der Zeitung aus. Dort findet sich meist ein Symbol oder ein Hinweis wie "RSS" oder "Newsfeed" mit den entsprechenden Erläuterungen. Mit modernen Browsern wie Firefox oder dem Internet Explorer 7 geht es noch einfacher. Dort erscheint das Logo dann in der Adresszeile und einmal angeklickt, ist der Newsfeed aktiviert.
Podcast
Ebenso wie man mit den RSS-Feeds Nachrichten in Textformaten abonniert, kann man das jetzt auch mit Audioinformationen tun, mit Podcasts nämlich, dem "Download-Radio" aus dem Web. Tondokumente können so, unabhängig von ihrer Liveübertragung, am PC angehört bzw. auf einen MP3 Player überspielt werden. Wer will, stellt sich so ein individuelles Radioprogramm zusammen, das dann unterwegs gehört werden kann. Bei vielen Podcasts handelt es sich um private Sendungen, die sich einem bestimmten Thema widmen. Aber auch viele öffentliche Rundfunkanstalten und Zeitungen bieten bereits dieses Format an. Um Podcasts zu abonnieren braucht man einen RSS-Reader mit Podcast-Unterstützung. Ein Verzeichnis mit Links zu solchen Programmen – so genannten Podcatchern – findet sich auf der Internet-Seite
Podcast.de.
Meist kostenlos
Die meisten Downloads sind kostenlos, aber für einige werden Gebühren fällig. Zum Beispiel für Broschüren, Musik, Filme oder Computerprogramme. Außerdem gibt es – wie zum Beispiel beim Real Player – auch Spezial Editionen mit Zusatzfunktionen, die Geld kosten. Hier sollte man sich auf jeden Fall fragen, ob die kostenpflichtige Variante wirklich notwendig ist. Und noch ein Tipp: Auch wenn einzelne Plug-Ins oder Downloads nicht zwangsläufig sehr viel Speicherkapazität benötigen: Die Masse macht's. Man sollte also gut überlegen, welche Plug-Ins und Zusatzprogramme man wirklich braucht.









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