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Prince of Persia






Beschreibung
Nachdem sich sein Esel mitsamt Gold im Sandsturm verabschiedete, trifft der Prinz nicht nur auf die hübsche Elika, sondern auch auf deren familiäre Probleme. Elikas Vater setzte in einem Wutanfall den gemeinen Gott Ahriman fast frei. Noch hält die restliche Energie der Tempelanlage den Gott im Zaum. Seine Macht nimmt aber zu und krempelt die fruchtbaren Regionen um, welche die Kraft des Tempels aufrechterhalten. Elika versucht nun mit Hilfe des Prinzen die angeschlagenen Regionen zu heilen. Sie besitzt die feinen magischen Fähigkeiten dazu, während der Held als Mann fürs Grobe herhält. Ein guter Gott unterstützt das Gespann.
Kletterfreude, Sprungkraft und Kampfeslust zeichnen den Prinzen aus. Der Ablauf der 24 Levelabschnitte gleicht sich: Weg zur fruchtbaren Zone finden, den Endgegner besiegen, die Zone heilen, alle Lichtteile sammeln und ab in den nächsten Level. Eintönigkeit macht sich hier aber nicht breit, da die Levels genug Abwechslungen bieten. Auch die vier Bossgegner entpuppen sich als anspruchsvolle Aufgaben. Teilweise hilft hier weder Magie noch Waffengewalt. Nur ein Tanz bis zum Schubs in den Abgrund oder ein Trümmerregen räumt die Feinde vom Bildschirm.
Die KI-gesteuerte Elika beweist sich als spielbereichernd. Sie dient nicht nur als Wegweiser, wenn über die Kämpferei in Vergessenheit geriet, wohin es eigentlich ging. Speziell Elikas magische Fähigkeiten kommen zum Einsatz. Per Tastendruck unterstützt eine Magieattacke im Kampf, beim Springen gelingt der Doppelsprung mithilfe von Elika und falls der Prinz mal abstürzt, rettet Elika ihn auf magische Weise. Der Prinz kann also in diesem Spiel nicht sterben. Anfänger freuen sich über die niedrige Frustration und über ungestraftes Experimentieren. Einmal daneben gesprungen? Kein Problem, einfach noch einmal probieren.
Die Grafik bezaubert mit einer bunten Bilderwelt, die ziemlich nah an die Vorstellungen der Märchen von 1001 Nacht rankommen. Den Fan realistisch anmutender Computerwelten stößt der wie gemalt wirkende Grafikstil vielleicht ab.
Für Jungen ab 12 Jahren das richtige Adventure, auch wenn hier als Gegner einfache Turbanträger gereicht hätten und nicht solche Wesen, die auch in ein Aliens-greifen-die-Erde-an-Spiel reingepasst hätten. Mädchen ab 12 schauen wieder in die Röhre, denn anstatt kooperativ mit dem Prinzen die weibliche Rolle spielen zu dürfen, übernimmt die KI die Steuerung der Frau. Potential verschenkt, denn: Welches Mädchen mag schon den Prinzen spielen wollen, wenn es auch eine starke Frau in der Geschichte gibt?









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