Mittwoch, 10. März 2010

Spieletipps

Guild Wars

Screenshot des Spiels: Guild Wars
 
Titel:
Guild Wars
Erscheinungsjahr:
2005
Genre:
Rollenspiel  
 
System:
PC 
Preis in Euro:
45,00
Verlag:
NCSoft
ISBN:
 
Alter:
14
USK Wertung:
Freigegeben ab 12 Jahren
 
World Of Warcraft ist toll, kostet aber monatlich. "Guild Wars" ist die sinnvolle Alternative, weil sich in diesem Onlinerollenspiel mit Freunden ohne zusätzliche Kosten spielen lässt.

 
Spielspass:
sehr gut
Bedienung:
sehr gut
Technische Qualität:
sehr gut
Gesamtbewertung:
sehr gut


Beschreibung

World Of Warcraft ist toll, kostet aber monatlich. "Guild Wars" ist die sinnvolle Alternative, weil sich in diesem Onlinerollenspiel mit Freunden ohne zusätzliche Kosten spielen lässt. Einmal die CD-ROM erworben - und das wars. Dies erklärt den Erfolg von "Guild Wars".

Das Spielziel ist das Spiel zu leben. In einer Welt, die von Untoten und Monstern bedroht ist, muss der Spieler die Menschheit zusammen mit anderen Spielern seiner Gilde befreien oder gegen sie im Versus-Modus antreten. Jeder sucht sich aus sechs Charakterklassen seine passende Fantasy-Spielfigur aus. Natürlich muss die Auswahl wohlüberlegt sein, denn Krieger, Waldläufer, Mensch, Nekromant, Mönch oder Elementarmagier haben jeweils andere Stärken und Schwächen. Zusätzliche Nebeneigenschaften gibt es nicht und auch für das Aussehen stehen mit gerade mal sieben Optionen pro Eigenschaft eher wenig Möglichkeiten zur Verfügung.

Nach einem kurzen Intro, die Steuerung wird übrigens nur kurz erklärt, geht's auch schon los. In einer Welt, die wegen der zarten Farben an japanische Comics erinnert, warten viele Abenteuer auf den Spieler. In manche gerät er einfach so herein, wenn zum Beispiel plötzlich Monster auftauchen. Meistens nimmt er aber Aufträge von Charakteren an, die der Computer steuert. Ein Mausklick auf die jeweilige Person genügt und schon erzählt sie, was der Spieler für sie oder sie für den Spieler tun kann. So werden Aufträge angenommen aber auch Waffen, Brot oder Weiterbildungen erkauft.

Es dauert aber sehr lange bis die Spielfigur einigermaßen gut ausgerüstet ist, um Gegnern entgegenzutreten. Soll ein Unhold angegriffen werden, genügt ein kurzer Links-Klick auf das Untier und schon geht die Prügelei los: bei jedem Treffer fliegen Lichtknäuel durch die Gegend. Stirbt die Spielfigur, wird sie an einem festgelegten Punkt wiedergeboren und verliert keine Fähigkeiten oder Energie – wenig Realismus und auch weniger Frust.

Das ganze Spiel ist sehr hell und freundlich gestaltet – bis zu einem Punkt. Fällt das Schloss der Menschenstadt, dann ziehen dunkle Wolken auf und alles wird trostlos. Kult.

Suchtpotenzial?

Online-Rollenspielen wird oft ein gewisses Suchtpotenzial nachgesagt. Tatsächlich ist es so, dass die dauerhaft bestehenden (sog. "persistenten") Spielwelten den Spieler unter Druck setzen können: Das Spiel ist endlos. Die Spielwelt läuft auch nach dem Ausloggen weiter. Geschehen in Abwesenheit wichtige Spielzüge, kann man nicht reagieren. So verwundert es nicht, dass es Spieler gibt, die nicht vom Bildschirm weg wollen. Diese Bindung an ein Spiel kann gerade bei Kindern und Jugendlichen, die sich mitten im Prozess der Persönlichkeitsausbildung befinden, oder über wenig Selbstdisziplin verfügen, problematisch werden.

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