Spiel des Monats (August 2005)
Juiced






Beschreibung

Juiced bedeutet soviel wie aufgemotzt. Und so sehen die Wagen bei diesem Autorennspiel auch aus: tiefergelegt, Nitro-Antrieb, 50-Mio-Wattanlage. Das Spiel ist eine gelungene Mischung aus bekannten Spielen der gleichen Kategorie. Juiced besitzt aber einen entscheidenden Unterschied: Es geht nicht um schnödes Rennstreckendüsen, sondern um das sogenannte Streetracing. Mit entsprechendem Charme, Gehabe und Gangs.
Worum geht es?

Auf den Straßen von Angel City zählt nur eines: Respekt. Aber nicht die Fäuste sind wichtig, sondern was unter der Motorhaube steckt. Wettrennen sind die modernen Auseinandersetzungen der Machos und Desperados. Wer zu diesen Gangs gehören will, kommt auch an Glanzlacken, Autoradios und Chromfelgen nicht vorbei. Mit einem Handy und 40.000 Dollar in der Tasche trifft der Spieler auf der Suche nach Herausforderungen einen Fremden, der ihm sein Auto für ein Rennduell anbietet. Der Wetteinsatz beträgt 4.000 Dollar. Entweder ist der Spieler die dann los oder hat mehr Kohle, um sich einen Wagen zu kaufen, ihn aufzumotzen und endlich zu den Gangs dazuzugehören. Doch danach ist meist noch nicht Schluss. Die Herausforderungen sind zu verlockend: an jeder Ecke ein Auto-Wettrennen, das den Siegern noch mehr verspricht.
Wer wagt, gewinnt

Egal ob "Quick-Race-Modus" oder "Karriere-Modus": Nur Gewinner kommen weiter. Beim Quick-Race schalten die weitere Strecken und neue Autos frei. Die insgesamt 50 Boliden sind hier schon maximal aufgetuned. Im Karriere-Modus kommen die selbst finanzierten Autos erst mal blank und langweilig vom Gebrauchtwagenhändler. Der Spieler kann anschließend, sofern es sein Konto erlaubt, die Karre tiefer legen lassen, die Karosserie umspritzen und die Innenausstattung mit der teuersten Audio- und Video-Hardware versehen. Doch Vorsicht bei den Wetteinsätzen! So mancher Fahrer verliert nicht nur sein Gesicht, sondern gleich die ganze Karre.
Die Sache mit dem Respekt

In "Juiced" kann sich der Spieler entscheiden, ob er auf andere Fahrer setzen will oder selbst hinter dem Lenkrad hockt. Wer im Sprint-Rennen auf der 500 Meter langen Bahn als erstes im Ziel ist, hat gewonnen. Wahre "Proll"-Qualitäten sind bei Angeberrennen gefragt. 360-Grad-Drehungen, Drifts, Rückwärts-Kehren sind wahre Respektbooster und werden dementsprechend vom zahlreichen Publikum gewürdigt: mit reichlich Telefonnummern und neuen Kontakten. Je wuchtiger, schneller und teurer das Auto ist, umso leichtfertiger geben die anderen ihre Handynummern weiter.
Besuch in der Werkstatt

Per Mausklick wählt er aus, ob er an dem Rennen teilnehmen möchte, selbst eines gegen Wettgebühr organisiert oder einfach nur zusehen möchte. Vor dem eigenen Gang auf die Rennstrecke empfiehlt sich der Besuch in der "Werkstatt". Dort werden Autos ständig getestet und verbessert. Eine Laufleiste führt dazu drei Hauptkategorien auf: Leistung, Wagenfarbe und Aussehen. Per Mausklick öffnet sich ein Untermenü mit noch feineren Auswahlmöglichkeiten. Bei der Optik des Wagens sind das zum Beispiel Frontspoiler, Radfelgen, Neonlichter, Sponsorensticker oder Autoradios.
Fazit
Ein rasantes Rennspiel mit dicken Karren, das richtig in die Sitze drückt. Die Boliden sind leicht zu handhaben und geraten nicht gleich bei jeder Bodenwelle ins Schlingern. Durch den coolen Angebersound und eine detailreiche Grafikgestaltung stimmt auch das Umfeld für das Rumgeprolle, das zwar nicht sehr dezent ist, aber dafür konsequent eingehalten wird. Auftunen ist dank übersichtlicher Menuführung ziemlich einfach. Durch die unterschiedlichen Rennmodi ist auch was für Sofort-Einsteiger dabei, die keine Lust haben lange rumzuwirtschaften. So ist "Juiced" auch was für zwischendurch. Mehrspielermodus.










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