Spieletipps
skate.






Beschreibung
Bereits nach wenigen Sekunden wird klar, worum es in skate geht: Bevor man selber die Kontrolle übernehmen kann, sieht man einen Skater, dessen Gesicht verborgen bleibt, einige Tricks vollführen, nur um danach seinen Zusammenstoß mit einem Auto mit anzuhören - das Bild wird kurz vor dem Aufprall schwarz. Darauf folgt eine Sequenz, die auf witzige Art und Weise den Weg ins Krankenhaus zeigt: Hierbei werden die unter anderem als Ladenbesitzer, Krankenwagenfahrer und Konditor verkleideten Profiskater vorgestellt, die man im Spiel noch häufig treffen wird.
Im Krankenhaus angekommen wird klar, dass der überfahrene Skater der Spieler selbst war: In einer kurzen Sequenz erklärt ein Schönheitschirurg, dass der Skater das Krankenhaus ohne eine grundlegende "Neuzusammensetzung" nicht verlassen kann. So bietet skate den bis jetzt wohl kreativsten Ansatz, die Charaktererstellung zu Beginn des Spiels logisch zu erklären. Ob dies nun der Realität entsprechen kann, darf getrost außen vorgelassen werden.
Nach der Notfall-OP steht der frisch zusammengeflickte Skater nun bereit, das Tutorial, die Übungsstufe, zu durchlaufen, welches die komplexe und realistische Steuerung von skate äußerst anschaulich und für jedermann begreifbar erklärt. Dennoch ist die Steuerung zwar einfach zu erlernen aber keinesfalls einfach zu beherrschen: Anders als beim Konkurrenten Tony Hawk werden Sprünge, Tricks und Steuerung des Boards nicht einsteigerfreundlich per Tastendruck ausgeführt, die Kontrolle wird größtenteils über die beiden Analogsticks übernommen: Der rechte steuert dabei alles, was mit dem Brett zu tun hat, und der linke übernimmt die Kontrolle über den Körper des Skaters. Körperdrehung und Bewegung des Skateboards müssen für einzelne Sprünge gut aufeinander abgestimmt sein - hört sich kompliziert an. Sobald aber die Steuerung über das Tutorial einmal erlernt ist, ist es gar nicht mehr so schwer.
Und da wären wir, verbunden mit der Steuerung, bei einem weiteren wichtigen Aspekt, der die Simulationsbetonung von skate weiter hervorhebt: Bei vielen anderen Trendsport-Spielen, geht es meist darum, möglichst viele Tricks in möglichst kurzer Zeit zu vollbringen. Anders skate: Hier gilt es, einen eleganten, flüssigen Bewegungsablauf zu vollziehen und dabei möglichst komplizierte Einzeltricks zu verbinden. Diese Bewegungsabläufe werden grafisch äußerst anschaulich dargestellt, an einigen Stellen grenzt skate bezüglich der Animation des Hauptcharakters und der Lichteffekte am Fotorealismus.
Als letztes seien noch die Stürze zu nennen: Missglückt ein Trick oder fällt der Skater einen Abhang hinunter, färbt sich der Bildschirm rot ein und der Sturz wir aus einer andere Kameraperspektive gezeigt. Dabei sind keinerlei Verletzungen am Körper der Spielfigur zu sehen, jedoch wir bei besonders heftigen Stürzen eine Auflistung der verletzten Knochen angezeigt. Auch die Stürze selber sehen teilweise wirklich schmerzhaft aus. Von großer Brutalität kann hier nicht die Rede sein, jedoch sollte man gut überlegen, ob man Kindern unter zwölf Jahren solche Szenen zutrauen möchte.
Alles in allem ist skate für jeden Skateboardfan ein absoluter Pflichtkauf und eine willkommene Abwechslung zu Tony Hawk.










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