Samstag, 11. Februar 2012

Wissen, wie's geht

Virenschutz

Wirkungsweise von Viren

Die Bezeichnung "Virus" ist der Medizin entlehnt und deutet die Wirkungsweise des Schädlings bereits an:

Viren verbreiten sich durch Datenaustausch per E-Mail, Download oder von einem Rechner zum anderen, indem zum Beispiel per USB-Stick Daten übertragen werden. Sie vermehren sich unkontrolliert und schaden ihrem Wirt in unterschiedlichem Ausmaß. Dass sie ein Wirtsprogramm benötigen, unterscheidet Computerviren von ihren Verwandten, den Computerwürmern. Viren können sich nicht selbstständig verbreiten, sondern befallen ein Programm und ruhen, bis dieses ausgeführt wird. Dann allerdings befällt ein Virus auch nicht-infizierte Programme.

Durch die Verbindung nahezu aller Rechner mit lokalen Netzen und dem Internet haben die Viren an Bedeutung verloren. Denn der Datenaustausch über externe Medien wie Disketten, CD's oder Speichersticks ist seltener geworden. Würmer, die sich agressiv selbst verbreiten und es auf Sicherheitslücken abgesehen haben, haben ihren Platz eingenommen.

Da für Sie als Computernutzer der Unterschied zwischen Wurm und Virus oft nicht zu erkennen ist, wird generell von Viren geredet.

Virenschutz mit Antivirenprogramm

Sie oder Ihr Kind sollten niemals Dateien oder Programme öffnen, deren Herkunft unklar ist. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie diese per E-Mail empfangen haben.

Schützen Sie Ihren Rechner auf jeden Fall mit einem Antivirusprogramm, damit Festplatte und Arbeitsspeicher regelmäßig nach Schädlingen durchsucht werden. Sie können wählen zwischen kostenlosen Antivirenprogrammen, wie zum Beispiel AntiVir), die zumeist Werbung beinhalten oder kostenpflichtigen Programmen, die oftmals auch zusätzliche Features (wie Spam-Filter, Firewall) bieten.

Laden Sie sich ein Virensuchprogramm grundsätzlich nur von der Herstellerseite herunter. Seien Sie überhaupt vorsichtig mit kopierter Software.

Ein Antivirenprogramm kann nur ihm bekannte Viren erkennen. Achten Sie daher darauf, dass es stets aktuell ist. Installieren Sie nicht mehrere Antivirenprogramme, da diese sich ins Gehege kommen könnten. Und überlegen Sie sorgfältig, ob Sie wirklich zusätzlich noch eine Anti-Trojaner-Software oder Ähnliches installieren wollen. Mehrere Programme gleichzeitig zu nutzen, bedeutet nicht unbedingt mehr Schutz, verlangsamt aber Ihr System!

Virencheck

Testen Sie jede neu zu installierende Software zunächst auf Viren. Unter Windows XP gehen Sie dabei folgendermaßen vor: "Arbeitsplatz > Laufwerk > Programm (mit rechter Maustaste anklicken) > Virensuche mit..."

Wie das aussehen kann, erfahren Sie in dieser kleinen Demo zum Thema "Virencheck":

Demo: Virencheck


Wichtig: Programme müssen aktuell sein

Aktualisieren Sie regelmäßig alle Programme und auch das Betriebssystem Ihres Computers mit Hilfe von Updates. Wenn Sie Ihren Rechner für mehrere Benutzer eingerichtet haben, kann nur der Administrator oder ggf. ein Mitglied der Administratorgruppe Updates installieren (siehe unten).

Nutzen Sie das Betriebssystem Windows XP ab dem Service-Pack 2 oder Windows Vista , so kann Ihr Computer regelmäßig automatisch nach Aktualisierungen suchen. Gehen Sie dazu über "Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Sicherheitscenter > Automatische Updates".

Wie's genau geht, erfahren Sie in der kleinen Demo zum Thema "Sicherheitsupdate":

Demo: Sicherheitsupdate


Eingeschränkter Zugang

Ihr Kind sollte immer als Nutzer mit eingeschränkten Rechten am Rechner arbeiten. Das bringt viele Vorteile: Mit einem eingeschränkten Zugang kann man, im Gegensatz zum Administrator, keine Software für alle Benutzer installieren und schränkt so Risiken einer ungewünschten Installation ein. Auch kann Ihr Kind nicht versehentlich Programme löschen.

Der Administratorzugang ist bei Windows standardmäßig eingerichtet. Als Administrator können Sie dann eingeschränkte Konten einrichten. Gehen Sie über "Start > Einstellungen > Systemsteuerung > Benutzerkonten > eingeschränktes Konto". Schützen Sie die Zugänge mit eigenem Passwort.

Demo: Eingeschränktes Konto


Konfigurieren Sie vorinstallierte Software von Microsoft sicherer. Das gilt vor allem für den Browser Internet Explorer und das E-Mail-Programm Outlook Express. Mehr dazu in den entsprechenden Kapiteln (LinkpfeilBrowser und LinkpfeilE-Mail-Programm).

Alternativ können Sie auch andere Programme, wie den Browser Firefox und das E-Mail-Programm Thunderbird von Mozilla (www.mozilla-europe.org) verwenden. Diese sind weniger anfällig für Sicherheitsrisiken.

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