Samstag, 11. Februar 2012

Thema des Monats

Die Zeit vor dem PC (10.11.2008)

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Kinder und Jugendliche lieben Computer. Wenn sie können (und dürfen), sitzen viele praktisch ständig davor, spielend und daddelnd, sie chatten, lernen und surfen. Aber wie viel Zeit sollte das eigene Kind am PC verbringen, wie viel ist gut - und ab wann wird es bedenklich?

Empfehlungen von Medienpädagogen

Uhr auf Tastatur; Rechte: Internet-ABC

Diese Frage stellen sich viele Eltern. Völlig zu Recht, denn eins ist klar: Wer zu viel Zeit am PC verbringt, leidet irgendwann unter Bewegungsmangel - mit den bekannten Folgen. Darum sollte kein Kind, kein Jugendlicher zu viel Zeit vor dem PC verbringen. Nur: Was ist das rechte Maß? Allgemein gültige Regeln kann es nicht geben, denn jedes Kind ist anders, hat andere Vorlieben und Eignungen, braucht andere Anreize.

Die meisten Medienpädagogen können sich aber auf folgende Empfehlungen einigen:

  • Wenn sich ein Kind für den Computer interessiert: Gut. Computer sind heute ein wichtiges Medium. Allerdings sollte man auch kein Kind zwingen, sich mit dem Rechner zu beschäftigen. Die Neugierde kommt in der Regel früh genug.
  • Jungen und Mädchen unter 12 Jahren sollten besser keinen eigenen Computer besitzen. Das macht konkrete Absprachen erforderlich und erleichtert damit die Kontrolle der Mediennutzung.
  • Grundsätzlich gilt: Der Computer ist kein Babysitter. Setzen Sie Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt vor den PC. Je jünger das Kind, desto wichtiger ist das.
  • Verantwortungsvolle Eltern setzen Sie gemeinsam mit dem Kind an den Rechner, schauen sich Lernspiele und Spiele zusammen an und erkunden auch das Internet gemeinsam. So kann das Kind gleich Fragen los werden, es lernt Regeln und begreift wichtige Zusammenhänge.
  • Wichtig ist auch die Auswahl der Software: Wählen Sie für das Alter der Kinder geeignete Software aus. Finden Sie heraus, ob dem Kind die Software gefällt. Das fördert die Urteilskraft und das Bewusstsein für Qualität.
  • Die Zeit vor dem Computer verfliegt regelrecht, das gilt vor allem, wenn Spiele zum Einsatz kommen. Hier liegt die größte Gefahr, dass die Zeit einfach "vergessen" wird (was auch Erwachsenen ohne weiteres passieren kann). Kinder im Grundschulalter sollten nicht mehr als 30 Minuten pro Tag am Rechner verbringen. Für Kinder zwischen 10 und 13 Jahren werden bis zu 60 Minuten und ältere Kinder bis 90 Minuten als Obergrenze empfohlen.

Vereinbarungen treffen

Schwierig wird es, die Zeitkontingente mit technischen Mitteln zu kontrollieren - und zu reglementieren. Am besten geht das mit Windows Vista. Denn wer einen Rechner mit Windows Vista benutzt, kann für sein Kind ein eigenes Benutzerkonto einrichten und dann detailliert festlegen, zu welchen Uhrzeiten der PC benutzt werden darf (und wie lange), auch welche Spiele benutzt werden dürfen (Altersstufe) kann eingestellt werden - und was im Internet erlaubt sein soll und was nicht. Weil diese Einstellungen direkt im Betriebssystem vorgenommen werden, lassen sich die Sperren und Regeln kaum umgehen.

Was Eltern allerdings wissen sollten: Findige Jugendliche starten den PC dann von CD oder USB-Stick, etwa mit Linux - und können die technischen Beschränkungen dann umgehen. Das setzt allerdings schon einiges an Kenntnissen voraus, ist aber möglich.

Ältere Windows-Versionen bieten keine Möglichkeit, den Zugang zu beschränken. Mit Spezialprogrammen wie KidTime (www.kiwidot.de) lässt sich ebenfalls der Zugang regeln und kontrollieren. Spielend einfach legen Eltern oder Lehrer fest, wie viele Stunden das Kind am Tag, in der Woche oder im Monat den Computer benutzen darf. Jedes Kind bekommt einen USB-Stick, auf dem die entsprechenden Daten gespeichert sind. Der Stick wird quasi wie ein Schlüssel benutzt: Auf den PC stecken und loslegen. Aber auch hier gilt: Die Software lässt sich relativ einfach aushebeln und hilft daher bestenfalls, die PC-Nutzung für Kinder zu regeln. Jugendliche lassen sich davon nicht beeindrucken.

Medienpädagogen halten allerdings wenig von Filtern und Kontrollprogrammen. Im Idealfall sitzen Eltern und Kinder gemeinsam vor dem Rechner.

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Kommentar

Emma | Pc... | 30.09.2011 15:59

Ich bin früher sehr oft am Pc gewesen. Dann hab ich aber gelesen , dass man davon süchtig werden kann und jetzt verbringe ich nur noch 1 Stunde am Tag im Internet! LG , Emma =)

Lolomat212 | naja | 02.11.2011 12:49

ich finde es gut und vernünftig eine feste zeit zu haben,aber ich bin 13 und muss nach 1-er stunde den PC ausmachen während alle meine freunde zwischen 2 und ca. 6 std. spielen was echt "bescheiden"!!!

Giulia | Internet | 15.01.2012 14:37

ich finde es ist auch ok mit einer Stunde. Weil es macht ja auch nur süchtig und später wenn man Arbeitet hat. Man ja auch fast keine zeit mehr dafür und so ist man es halt dann auch gewohnt nicht länger am pc zu sitzen.

Daniel | ...Nun ja... | 05.02.2012 23:03

Wenn ich ehrlich sein soll würde ich mit einer Stunde niemals auskommen. ;) Um vernünftig mit Freunden zocken zu können ist viel mehr Zeit von Nöten. Zum Teil zocken welche aus meiner Klasse von 2.00 Uhr, bis 02,00. Ich versuche mch zu beschränken, doch um wirklich mit reden zu können muss man mehr Zeit zum zocken opfern. Für das Internet sind die Zeiten jedoch ausreichend.

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