1. Vom Autor zum Urheber
Beim Wort "Autor" denkt man meist an Geschriebenes, doch der Begriff "Autorschaft" lässt sich auch auf Film, Fotografie und Musik ausdehnen. Ein Autor ist jemand, der eine Idee hatte und sie umgesetzt hat: Er hat ein Buch geschrieben, einen Song komponiert oder ein Bild gemalt oder fotografiert. Er ist der geistige Urheber, der Erfinder eines Werks.
Mit der Urheberschaft verbunden ist die Idee, dass der Urheber einer kreativen Leistung der alleinige Besitzer dieser Leistung ist. Ihm gehört sein Werk zwar, aber er kann die Nutzungsrechte mit anderen teilen oder an sie abgeben. Dazu bestimmt er ganz genau, WAS andere mit diesem Werk machen dürfen. Er kann auch entscheiden, das Werk selbst nicht zu nutzen, wenn er das richtig findet. Die Erlaubnis gibt der Urheber anderen in Form eines Vertrags: der Lizenz. Ob diese Lizenz dann kostenfrei ist, oder ob man dafür bezahlen muss, entscheidet er ganz allein.
Vielleicht fragst du dich, warum es das Urheberrecht gibt?
Stell dir vor, wie du dich fühlen würdest, wenn jemand immer deine Hausaufgaben abschreibt. Oder immer das nachmacht, was du dir ausgedacht hast. Das würdest du sicher nicht so gut finden, oder?
Mit dem Diebstahl von kreativer Leistung wie Musik oder Film schadest du außerdem jemandem! Künstler, Schriftsteller und Musiker wollen mit ihrer Arbeit Geld verdienen. Das können sie nicht, wenn jemand ihre Werke einfach kopiert oder behauptet, dass das alles seine eigenen Ideen seien.
Zum Schutz dieses so genannten geistigen Eigentums gibt es das Urheberrecht. Es entsteht automatisch mit der Schöpfung eines Werks.