2. Gut getarnt: Schleichwerbung
Es gibt auch Werbung, die nicht sofort zu erkennen ist. Du kennst das vielleicht aus dem Fernsehen: Der Held eines Filmes nimmt immer ein bestimmtes Getränk zu sich oder fährt immer eine bestimmte Automarke. Die Werbung wird mehr oder weniger unauffällig ins Filmgeschehen eingebaut.
Diese Form der Werbung, die sozusagen "angeschlichen" kommt, nennt man "Schleichwerbung" - und die gibt es auch im Internet. So gab es auf einer beliebten Videoseite mal das Filmchen mit dem Artisten "Ron Hammer", der mit seinem Motorrad über Dächer springt. Dabei verfehlte er das Dach der Filiale einer bekannten Baumarktkette und stürzte ab. Die Leute fanden den missglückten Stunt lustig und haben den Film, der angeblich zufällig mit dem Handy aufgenommen worden war, herumgeschickt. Später hat sich herausgestellt, dass die Baumarktkette diese ganze Sache selbst erfunden hatte: eine geschickte Werbung, die sich wie ein Virus ausbreitete.
Werbung in Texten, Foren oder Blogs
Eigentlich sollen Artikel auf Internetseiten ja, wie Zeitungsartikel, informieren. Bei übertriebenen Hinweisen auf Produkte vermischen sich aber oft Information und Werbung. In Texten gibt es manchmal Links, die direkt auf Websites verweisen, bei denen man etwas bezahlen muss, oder Links, die so tun, als würden sie zu einem Artikel führen, dabei aber zu einer Werbeanzeige gehen.
Auch Blogs oder Forum-Beiträge zu Produkten in Online-Shops sind oft mit Vorsicht zu genießen. Plötzlich werden im Blog immer dieselben Produkte oder Websites erwähnt. Oder manchmal schwärmen einzelne Forum-Nutzer von einer bestimmten Sache. Sei wachsam - passt die Erwähnung des Produkts oder der Website eigentlich zum Thema des Blogs oder des Forums? Häuft sich die Begeisterung auffällig?
Nicht unwahrscheinlich, dass es sich um Schleichwerbung handelt!