Weihnachtszeit: Viel Zeit vor dem Bildschirm?

Empfehlungen zur Medienzeit bei Schulkindern

Junge mit Controller; Internet-ABC / B. Langkopf
Junge mit Controller; Internet-ABC / B. Langkopf

Kinder verbringen immer mehr Zeit vorm Bildschirm. Laut einer Studie von Super-RTL und IP-Deutschland steigerte sich der Medienkonsum bei den Sechs- bis 13-Jährigen um 20 Prozent (von 133 Minuten in 2016 auf 160 Minuten in 2018). Auch die aktuelle JIM-Studie belegt den Trend, sie hat die Zielgruppe der 12- bis 19-Jährigen im Blick: An Schultagen verbringen sie ca. dreieinhalb Stunden täglich im Internet (die Jüngeren mehr als zweieinhalb Stunden und die Älteren zum Teil bis zu vier Stunden). 

Gerade in den anstehenden Weihnachtsferien werden diese Werte in vielen Familien wahrscheinlich noch weit überboten. Es laufen viele schöne Filme im Fernsehen, geschenkte Computerspiele und Spielekonsolen werden genutzt. Und lag ein Smartphone unter dem Tannenbaum, so entzieht sich oft das Medienverhalten von selbst der elterlichen Kontrolle.

Empfohlene Medienzeiten

Das Internet-ABC empfiehlt, dass Sechs- bis Neunjährige nicht länger als eine Stunde, und Zehn- bis Zwölfjährige nicht mehr als 75 Minuten am Tag mit Bildschirmmedien verbringen. Doch das sind nur Richtwerte. Entscheiden müssen die Eltern selbst: Welche Regeln gelten für ihre Kinder?  Am besten legen Kinder und Eltern die Regeln gemeinsam fest und notieren sie (siehe den Link zum Mediennutzungsvertrag in der rechten Spalte).

Natürlich kann es auch Ausnahmen geben von den Regeln – gerade nach den Feiertagen, wenn etwas Ruhe einkehrt und jeder ein wenig mehr Zeit hat. Schön wäre es, wenn dadurch auch das Gemeinsame gestärkt würde: Warum also nicht gemeinsam mit dem Kind die neuen Spiele, auch die digitalen, entdecken? 

Gute Mediennutzung lernen

Es sollte allerdings klar sein, dass die längeren Bildschirmzeiten im Schulalltag die Ausnahme bilden müssen. Am besten wäre natürlich, wenn Kinder es selbst lernen würden, sich zu mäßigen – und irgendwann selbst einschätzen könnten, wann der richtige Zeitpunkt des Ausschaltens gekommen ist.

Entscheidend sind auch hier das gute Vorbild der Eltern sowie das Miteinander im Gespräch. Mutter und Vater sollten wissen, was das Kind am Bildschirm macht, wofür es sich begeistert, wovor es ggf. auch Angst hat.

Wie machen Sie das mit Ihrem Kind zu Weihnachten?

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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 27.03.2019]


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Mediennutzungsvertrag

Auf dieser Internetseite von klicksafe und Internet-ABC können Eltern und Kinder einen Vertrag schließen: eine Übereinkunft zur Nutzung von Computer, Spielkonsole, Smartphone und Fernseher.

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