Zocken, chatten und fernsehen – ohne Ende?

Unsere große Internet-ABC-"Medienzeiten"-Abstimmung

Zocken, chatten und fernsehen – ohne Ende?

"Machst du aus …? Die halbe Stunde ist um!“ „Nein, bitte … nur noch ein paar Minuten!" 

Kommt Ihnen das bekannt vor? Oder finden Sie es unnötig, eine Bildschirmzeit (TV, Computer, Tablet, Spielkonsole, Handy) festzulegen? Sind Sie konsequent oder lassen Sie auch mal Ausnahmen zu?

Wie machen Sie das?

Legen Sie fest, wie lange Ihr Kind vor dem Bildschirm sitzen darf?
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Zeiten festlegen oder nicht? Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen!

Franziska 07.12.2018 21:09
Bei uns gibt es ganz klare Regeln,in der Woche gibt es keine Spielekonsole. Schule ist wichtig und das wissen die Kinder auch. Ich möchte ihnen auch Werte vermitteln wie tägliche Rituale in Form von Lesen oder Gespräche,natürlich auch kuscheln. Denn ich finde es schade wenn Kinder nur vor dem PC hängen. Ich habe 4 Kinder in ganz unterschiedlichen Altersklassen und gehe arbeiten. Am Wochenende dürfen sie auch gern mal 2 Stunden nutzen,allerdings achte ich darauf das es nie 2 Stunden vor dem zu Bett gehen ist. Da sie dann so aufgewühlt sind und keine Ruhe finden.
Jacqueline 04.12.2018 11:26
Meine Kleine ist jetzt 5. Sie darf schon seit gut 2 Jahren an Werktagen eine Medienkarte nutzen. Das entspricht entweder 20 Minuten Tablet spielen oder eine Folge einer Serie anschauen. Am Wochenende hat sie drei Karten, darf diese aber erst nach dem Mittagessen einlösen. Entweder für 3 Einzelsachen oder um einen großen Film anzuschauen. Ausnahmen gibt es bei uns natürlich auch, aber eher selten. Und damit fahren wir ziemlich gut.
Paul 25.11.2018 12:17
Bei unserer Tochter (12) ist TV ziemlich uninteressant. Interessanter ist das Smartphone, WhatsApp und TikTok, aber auch Galileo und ähnliche Sendungen via Youtube. Wir haben 30 Minuten WLAN-Zeit (plus kleine Ausnahmen) festgelegt, das klappt ganz gut. Grundsätzlich halte ich es für wichtig, dass wir Eltern auch Überschreitungen bis zu einem gewissen Grad tolerieren, denn für unsere Kinder bedeutet "mit etwas Neuem umgehen zu lernen" ja auch, Erfahrungen zu sammeln und aus diesen dann Lehren zu ziehen. Manchmal braucht es dafür Grenzen, oft aber auch gewährte Freiheiten.
Andrea 16.11.2018 18:25
Bei meinem elfjährigen Sohn gibt es Medienchips ( 20 Spielfiguren in der Woche, eine Figur ist eine halbe Std. Medien, er darf meistens frei entscheiden, wie er sie wann einsetzt). das hat anfangs gut geklappt, nun wird es gerade schwieriger, weil wir doch immer wieder den Stop setzen und kontrollieren müssen, da er es nicht schafft auszumachen und auf die Zeit zu achten.... Bei meiner Tochter, 14 haben wir tausend Regeln durch, zusammen mit ihr und auch ohne, hat nichts befriedigend geklappt. Nun lassen wir es mehr oder weniger laufen, außer daß abends ca. 20 oder 21 Uhr das Handy in der Küche unten und aus ist und sonst kassieren wir es ab und an mal ein, wenn wir finden, daß es Zuviel ist. Oder mal vor Schulklausuren oder aufgrund massivem Daneben-Benehmens. Das findet sie aber auch angemessen und gut, wie sie in "klaren Momenten" ihres Teeniedaseins auch zugibt. es tut ihr gut, die handyfreie Zeit, das merkt man sofort. Und sie sieht auch an ihren Freudinnen, daß Zuviel Handykonsum ungesund ist und formuliert das auch so. Sie kann sich da gut reflektieren. Beim Essen oder in der Schule ist Handy tabu.
Hermann 16.11.2018 12:09
Es gibt bei uns Standards, aber diese sind nicht monolitisch sondern immer auch dem täglichen Diskurs untergeordnet. Damit meine ich, dass wir mit den Kindern darüber reden, wieviel z. B. Fernsehen wir wann in Ordnung finden und wieviel sie für angemessen halten. Bei Diskrepanzen wird diskutiert und das ist auch erwünscht. Im Zweifel haben wir zwar das letzte Wort, aber meist finden wir zu tragfähigen Kompromissen. Letztlich üben wir so auch, dass man aufeinander zugehen muss und dass Regelwerke nicht gänzlich vom Himmel fallen und feststehen, sondern auch zu großen Teilen selbstgemacht, ausgestaltet und miteinander vereinbart werden.
Torsten 15.11.2018 21:51
Wir wollen, dass die Kinder ihre eigenen Erfahrungen sammeln, den Umgang mit diesen Medien lernen und lassen Sie in einem gewissen Rahmen walten. Allerdings ist die absolute Zeit zwar nicht festgelegt, wird aber von uns durchaus restriktiv gesehen. Es gibt noch andere Möglichkeiten zu spielen und sich zu unterhalten, Möglichkeiten die uns wertvoller sind. Aber wir wollen dennoch die Kinder auch im Umgang mit Smartphone und Co unterstützen. Es ist oftmals eine Gratwanderung.
Christine 14.11.2018 13:31
Bei den möglichen Antworten wirkt es so, als seien wir Eltern souverän in dieser Herausforderung an die moderne Erziehung. Aber: Eigentlich sind wir alle ziemlich ratlos, frustriert und überfordert. Schön, dass es solche Seiten wie das InternetABC gibt, wo es Infos und Hilfestellungen gibt!
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 10.12.2018]


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