Pornografie und Kinderpornografie

Das Internet ist heute die erste Quelle für Pornografie. Nie war es leichter, an kostenlose Pornobilder, -filme und -texte zu kommen als heute. Das geht natürlich an jungen Menschen nicht vorbei. 60 bis 80 Prozent aller Jugendlichen ab 13 Jahren sollen bereits Erfahrungen mit (Internet-)Pornografie haben - darunter deutlich mehr Jungen als Mädchen.

klicksafe: Pornografie im Netz

Manchmal kommen sie auch unabsichtlich mit pornografischem Material in Kontakt: ein harmlos aussehender Link, eine Übertragungsanfrage auf dem Handy, die man neugierig akzeptiert…

Rechtliche Bestimmungen

Die rechtlichen Bestimmungen in der Bundesrepublik Deutschland sind klar:

  • Harte Pornografie: Absolut verboten - auch für Erwachsene - sind sexuelle Gewaltdarstellungen, sexuelle Handlungen mit Tieren und sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. 

  • Einfache Pornografie: Angebote, die explizit sexuelle Handlungen zeigen. Es ist verboten, solches Material jungen Menschen unter 18 Jahren zugänglich zu machen.
    Bei einfacher Pornografie müssen deutsche Erotikanbieter daher Jugendschutzmaßnahmen umsetzen und sicherstellen, dass ihre Inhalte nur geschlossenen Gruppen von Erwachsenen zugänglich sind. Eine zuverlässige Altersprüfung beim Besuch von Porno-Angeboten ist vorgeschrieben.

Bei Anbietern mit Sitz im Ausland greift diese Vorschrift häufig nicht. So genügt es bei etlichen Portalen, mit einem Klick und ohne echte Altersprüfung anzugeben, dass man über 18 Jahre alt ist. 

Übrigens: Wer noch unter 18 Jahren alt ist und einem ebenfalls minderjährigen Freund / einer minderjährigen Freundin einen Porno zeigt, macht sich ebenfalls strafbar!

Gefahr Kinderpornografie?

Die Verbreitung von Kinderpornografie steht weltweit unter Strafe. Die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche zufällig auf kinderpornografisches Material stoßen, ist gering. Die Betreiber solcher Angebote agieren sehr verdeckt. 

Sollten Sie oder Ihre Kinder dennoch eine solche Website finden, ist das ein Fall für die Polizei. Wenn Sie Sorge haben, selbst in Verdacht zu geraten, können Sie die Seite auch anonym anzeigen. Hier finden Sie dazu einige Hinweise: 

Was kann ich tun?

Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrem Kind über die Gefahren in nicht-moderierten Chats und auf Webseiten angeblicher Modelagenturen. Diese Foren werden genutzt, um unter falscher Identität Kontakte zu Kindern zu knüpfen. Dabei geht es meist um Fotos, auf denen Kinder in aufreizenden Posen zu sehen sind. Solche Bilder werden dann weiterverkauft. Vereinzelt wird versucht, Kinder und Jugendliche zu realen Treffen zu bewegen.

Internet-ABC: Verdächtige Seiten (Melde- und Beschwerdestellen)

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