Was ist eine Internetsucht?

Smartphone, Tablet, PC; Bild: Internet-ABC
Smartphone, Tablet, PC; Bild: Internet-ABC

Der Begriff Internetsucht wird heute häufig im Zusammenhang mit einer exzessiven Nutzung des Internets allgemein oder einzelner Anwendungen verwendet. Betroffene Personen beschreiben, dass verschiedene Internetangebote ihre Gedanken beherrschen und ihr Verhalten im Alltag bestimmen. Alltägliche Pflichten (Schule oder Beruf) und soziale Kontakte werden vernachlässigt, um online sein zu können. 

Neben dem Begriff "Internetsucht" haben sich ebenfalls Bezeichnungen wie "Internetabhängigkeit", "Computerabhängigkeit" oder "pathologische Internetnutzung" etabliert, welche jedoch im Grundsatz das gleiche Phänomen beschreiben.

Trotz der zunehmenden Verwendung des Suchtbegriffs handelt es sich bei der sogenannten Internetsucht nicht um eine anerkannte Abhängigkeitserkrankung. Noch nicht: Die erfahrenen negativen Konsequenzen im Alltag von Personen mit einer Internetsucht sind unumstritten – ebenso wenig wie die Notwendigkeit, solche Personen zu behandeln.

Daher geht die Forschung zunehmend dazu über, die Kriterien einer möglichen Internetsucht mit anderen Substanz- und Verhaltensabhängigkeiten (zum Beispiel "Spielsucht") zu vergleichen. Deren Symptome ähneln denen einer Internetabhängigkeit. 

2. Welche Formen der Internetsucht gibt es?

Grundlegend werden zwei Formen einer Internetsucht unterschieden: die generalisierte und die spezifische Internetsucht. 

Personen mit der Symptomatik einer generalisierten Internetsucht nutzen verschiedene Internetangebote im nahezu gleichen Maße, wobei keine Anwendung eindeutig favorisiert wird. Es werden verschiedene Angebote (Chat, Nachrichten verfolgen, Spiele) parallel genutzt – wobei Stunden über Stunden vergehen. 

Bei einer spezifischen Internetsucht wird von den Betroffenen eine bestimmte Nutzungsform des Internets klar bevorzugt. Die am häufigsten beobachteten Formen sind die exzessive Nutzung von 

  • Onlinespielen (z.B. Rollenspiele wie "League of Legends"), 
  • Onlineglücksspielen (z.B. Onlinepoker oder ähnliche Casinospiele), 
  • Onlinepornografie, 
  • Onlineshopping oder 
  • Onlinekommunikationsplattformen (z.B. Soziale Netzwerke und Messenger wie Facebook, WhatsApp oder Instagram). 
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1 Kommentar

[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 21.11.2018]


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jojo 19.11.2018 10:03
sehr spannende seite aber von wem wurde das alles geschrieben...?

Schwerpunkt "Internetsucht"

Dies ist eine Seite des Schwerpunkts "Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen".

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