Das "gefährliche" Smartphone: Wo ist denn das Problem?

Das "gefährliche" Smartphone: Wo ist denn das Problem?

Am heimischen (Desktop-)Rechner wählen viele Eltern die Sicherheitseinstellungen mit Bedacht: Die Kinder erhalten ein eigenes Benutzerkonto und ggf. werden dafür technische Lösungen installiert, die den Umgang mit Computer und Internet kontrollieren und absichern.

Mit einem eigenen Smartphone können sich die Kinder bei Freunden oder über öffentliche Hotspots von Cafés einloggen und dort unbehelligt von der elterlichen Kontrolle im Internet surfen und auf ungeeignete Inhalte stoßen. Zudem sind sie mit dem Smartphone sowohl als Medienkonsument, als auch als Produzent bestens ausgestattet: Sie tragen ihr Fotoalbum, ihr Tagebuch und ihre Videothek ebenso mit sich herum wie eine Kamera und ein Aufnahmegerät. Mit an Bord ist selbstverständlich auch die Möglichkeit, selbst erstellte (oder auch unerlaubterweise kopierte) Inhalte aller Welt zugänglich zu machen. 

Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über mögliche Gefahrenpotentiale, die der Besitz eines Smartphones in Kinderhand birgt. Weiterführende Informationen und Tipps zu jedem Thema finden Sie bei unserem Partner Handysektor. Da diese Seiten für Jugendliche aufbereitet sind, empfehlen wir auch einen gemeinsamen Blick mit den jungen Smartphonebesitzern (oder -anwärtern):

  • Verstörende Inhalte
    Neben Pornografie und Gewaltverherrlichung können auch andere unangebrachte Inhalte wie geschmacklose Kettenbriefe ihren Weg auf das Smartphone finden. Übrigens nicht nur via Internet, sondern beispielsweise auch über Bluetooth oder ein Datenkabel.

  • Urheberrechtsverstöße
    Urheberrechtsverstöße, beispielsweise weil man einfach ein Bild aus dem Internet (z.B. über die Google Bildersuche) als Profilfoto verwendet hat, können teuer werden.

  • Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht
    Gleiches gilt für Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht, wenn beispielsweise Videos vom Schulhof auf YouTube hochgeladen werden.

  • Mobbing und Cybermobbing
    Mit einem Smartphone können die Übeltäter von Mobbing und Cybermobbing ihre Gemeinheiten nicht nur dokumentieren, sondern auch über das Internet verbreiten und jedermann zugänglich machen.

  • Datenschutz und Datenkraken
    Datenschutz und Datenkraken: Nicht erst durch den NSA-Skandal ist bekannt, dass Regierungen und Unternehmen gerne Daten sammeln und ausspähen. Doch muss Facebook wirklich wissen, wann ich mich wo und mit wem treffe, und gleichzeitig auch meine Fotos und Videos kennen? Viele Apps wie Spiele oder Messenger ("WhatsApp") verlangen von ihrem Nutzer Informationen, die sie gar nicht brauchen.

  • Datenklau im "Kleinen"
    Zugegeben, diese Datensammelwut von Unternehmen ist etwas Abstraktes. Mitunter viel unangenehmer kann der Datenklau im "Kleinen" sein: Wenn beispielsweise die Klassenkameraden die privaten Bilder, Videos und Texte auf dem Smartphone entdecken. Deshalb ist es wichtig, das Smartphone gegen unerlaubte Zugriffe zu schützen. Handysektor über die Sicherung des Bildschirms

  • Viren und Handystrahlung
    Hinzu kommen eher technische Gefahren, wie beispielsweise durch Viren, die Smartphones ebenso wie Desktop-PCs befallen können oder das strittige Thema Handystrahlung. Handysektor rät dazu: "Wer auf Nummer sicher gehen will, sorgt vor".

Mit Hilfe von Einschränkungen im Betriebssystem des Smartphones oder unter Verwendung zusätzlicher Apps ist es jedoch möglich, etwas mehr für die Sicherheit der jungen Nutzer im Umgang mit dem Smartphone und insbesondere dem mobilen Internet zu gewährleisten. Für die am meist verbreiteten Betriebssysteme von Smartphones ("iOS" von Apple und "Android" von Google) geben wir Ihnen einige Tipps an die Hand, wie Sie beispielsweise den Zugriff auf unangemessene Inhalte oder bestimmte Funktionalitäten (W-LAN, Bluetooth, Installieren von neuen Apps oder dem Zugriff auf die Kamera) unterbinden können.

7 Bewertungen
2 Kommentare


Diesen Artikel bewerten
absenden
Samuel 12.08.2017 15:36
leider sind die links unterlegt - sie verweisen auf about : blank
tina 08.05.2017 15:06
leider sind die links nicht unterlegt - sie verweisen auf about:blank
Fragen?
Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Internet-ABC oder zu einzelnen Themen und Materialien? Wir helfen Ihnen gerne weiter! ​
button-icon
Abschicken
button-icon
E-Mail schreiben