Ein Medienvertrag

Mediennutzungsvertrag.de; Bild: Internet-ABC und klicksafe
Ein Medienvertrag

Bevor ein neues oder gar eigenes Gerät für die Kinder angeschafft wird, führen Sie ein ausführliches Vorgespräch: Wie stellen sich die Kinder den heimischen Gebrauch vor? Wie lange wollen sie spielen? Haben Freunde ähnliche Geräte oder Spiele? Steht das Gerät im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer?

Eltern teilen in diesem Gespräch ihre Befürchtungen und Ängste mit, Kinder ihre Hoffnungen und Erwartungen. Ergebnis der Diskussion ist eine gemeinsame Vereinbarung, eine Art "Medienvertrag".

Tipp

klicksafe und Internet-ABC haben ein Online-Tool zur Erstellung eines Mediennutzungsvertrags entwickelt. Hiermit können Eltern mit ihren Kindern ganz individuell festlegen, welche Medien und Inhalte wie und wie lange von den Kindern genutzt werden dürfen.

zum Online-Tool: Mediennutzungsvertrag

Ziel dieses innerfamiliären Medienvertrages sollten klare Rechte und Pflichten sein - und im Vorfeld festgelegte Konsequenzen für einen Regelbruch. Allerdings: Ein Computerspielverbot sollte nie als Strafe dienen, um z.B. den Misserfolg in der Schule zu bestrafen. Dies würde dem Medium eine Wertigkeit einräumen, die wir Erwachsenen eigentlich nicht wollen.

In ein solches Vorgespräch gehört das Aushandeln eines frei zur Verfügung stehenden Computerspielzeit-Budgets. Dabei sollte ein Wochenbudget festgelegt werden - und nicht ein Tagesbudget wie meist beim Fernsehen üblich. Kinder lernen so ihre Zeit zu "managen" und haben die Chance, sich in komplexere Spiele einzuarbeiten, welche Kreativität und Logik fördern. Eine halbe Stunde am Tag für ein umfangreiches Aufbauspiel versagt Erfolgserlebnisse. Die Folge: Eine Zuwendung zu Spielen, die rasche Erfolgserlebnisse versprechen. Und die im Volksmund so genannten "Ballerspiele" verheißen mit schnellen Abschüssen eben solche schnellen Erfolge.

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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 02.04.2015]


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