Die Installation einer Spiele-App für Kinder

Zugriffsrechte bei der Installation einer App; Bild: Internet-ABC
Zugriffsrechte bei der Installation einer App; Bild: Internet-ABC

Die Installation einer App ist deutlich einfacher und schneller als bei einem PC- oder Konsolenspiel. Benötigt wird nur ein Internetzugang (zum Beispiel WLAN).

Trotzdem ist es nicht ratsam, die Installation von Apps Kindern allein zu überlassen. Was Eltern im Einzelnen beachten sollten, wird nachfolgend erklärt.

Voraussetzungen: Kreditkarte, Gutschein, Guthaben für die App

Wer eine kostenlose oder kostenpflichtige App installieren möchte, muss entweder ein Konto einrichten und eine Kreditkarte hinterlegen oder sich in Elektromärkten oder Tankstellen Gutscheinkarten der jeweiligen App-Stores besorgen. Bei Smartphones kann teilweise auch mit der Telefonrechnung oder einem Prepaid-Guthaben bezahlt werden. Mancher Mobilfunkanbieter sperrt diese Möglichkeit der Bezahlung allerdings.

Fazit: Achten Sie bei der Installation von Spielen darauf, inwieweit der Nachwuchs die Möglichkeit hat, selbst Apps zu installieren.

Technische Aspekte

Bei Android-Apps gibt es keinen Technik-Standard. Das bedeutet: Nicht jede App läuft auf jedem Gerät. Enttäuschungen sind da vorprogrammiert. Bei Apple ist dies schon durchaus verlässlicher. Dennoch kommt es auch hier vor, dass eine Version mal nicht funktioniert.

Fazit: Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob die App für das Gerät geeignet ist. Nicht immer ist es möglich, aber ein paar Hinweise kann man schon recherchieren.

Zugriffe unterbinden

Manche Apps sind neugierig. Zu neugierig. Zum Beispiel wollen sie Zugriff auf den Standort des Nutzers. Das heißt: Wenn die App genutzt wird, wissen die Vertreiber der App, wo sich der Nutzer gerade befindet. Das mag bei einem Navigationssystem einleuchtend sein. Aber bei vielen Spielen oder Lern-Apps ist das im Normalfall nicht notwendig.

Die Zugriffsrechte können Sie allerdings auch nach der Installation einer App wieder einschränken: unter Einstellungen / Zugriffsrechte.

Einige Apps wollen zudem Zugriff auf Facebook- oder andere Kontakte haben. Auf die Installation solcher Apps sollte (daher) besser verzichtet werden.

Fazit: Je weniger Zugriff eine App auf Ihr Daten hat, umso besser!

Nach der Installation: Testen!

Die App sollte zunächst kurz ausprobiert werden, ob sie auch reibungslos läuft. Oder bringt sie erst ein späteres Update zum Laufen?

Gerade bei jungen Kindern ist ein Test ohne den Nachwuchs eine gute Gelegenheit, nach Elementen Ausschau zu halten, die ungeeignet oder erschreckend sein könnten. Späteres gemeinsames Ausprobieren mit dem Kind zeigt, wie die App bei ihm ankommt. Das sollte man aber nicht mit der Begeisterung alleine für das mobile Gerät verwechseln.

Übrigens: Auch ältere Kinder, die vielleicht schon alleine den Download durchgeführt haben, freuen sich, wenn Erwachsene ein paar Minuten beim Spiel dabeibleiben oder das Spiel mit ausprobieren. Und noch ein Vorteil: Ist das Spielprinzip auf den ersten Blick für Erwachsene nicht nachvollziehbar, können Kinder darüber prima Auskunft geben und erklären. Bedenken Sie dabei:

Wer sich mit seinen Kindern Apps ansieht, muss sich nicht unbedingt für die Apps interessieren, sondern für seine Kinder.

Schauen Sie zu Beginn des Spielens darauf, ob sich bestimmte Gefahren in der App verbergen – welche das sein können, wird im folgenden Kapitel erklärt.

Fazit: Eltern sollten eine heruntergeladene App ausprobieren, zunächst allein, später gemeinsam mit dem Kind. Sehen die Eltern dabei gewisse Gefahren, ist es ratsam, diese mit dem Nachwuchs zu besprechen.

Eine App umtauschen!

Was vielen nicht bekannt ist: Bei Nichtgefallen der App kann im Google Play Store eine kostenpflichtige App innerhalb von zwei Stunden "umgetauscht" werden  - den Kaufpreis erhält man zurück!

Bei iOS Produkten geht das laut Aussagen des Apple-Supports nicht. 


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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 24.04.2019]


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