WeDo 2.0

Spiel des Monats Januar 2016

Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education
Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education

Die Firma Lego kennt überhaupt keine Berührungsängste. Neben den berühmten Baukästen stellt das Unternehmen auch klassische Brettspiele, Videospiele, Filme und den berühmten Mindstorms-Roboter her.

Dennoch war es vor sieben Jahren eine große Überraschung, als Lego Education, wie die Bildungsabteilung der Dänen heißt, ihren ersten WeDo-Kasten präsentierten. Natürlich mit Legosteinen, aber eben auch programmierbaren Elementen, die ihre Befehle per PC bekamen. Überzeugender hatte bis dahin niemand gezeigt, dass bereits Grundschüler mit dem Programmieren loslegen können.

Jetzt erscheint eine gänzlich neue, tabletfähige Fassung mit deutlich mehr Möglichkeiten. Ihre umfassenden Ideen und Möglichkeiten können allerdings in dieser Rezension nur angerissen werden.

Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education
Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education

Gestatten, mein Name ist Milo

"WeDo 2.0" hat einen Helden: Milo, ein niedlicher, fahrbarer Zyklop mit langem Hals, der nur darauf wartet, die Welt zu erforschen. Er sieht nicht nur witzig aus, sondern kann ganz legolike immer wieder modifiziert und umgebaut werden. Durch ihn werden Kinder motiviert, sich zum Beispiel einem Thema wie Naturwissenschaften auseinanderzusetzen. Doch vor dem Experimentieren und Spielen muss erst einmal gebaut werden. Halb so wild, das macht doch Spaß!

Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education
Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education

Aus welcher Hardware besteht WeDo 2.0?

Zum einen besteht die Packung aus einem Kasten mit 280 Teilen, der mit seinen Sortierfächern und Deckel als praktische Aufbewahrungsbox dient. Dazu gibt es noch einen Motor, der sich beschleunigen oder drosseln lässt. Mit Hilfe des Bewegungssensors findet das gebaute Modell sogar Objekte im Raum. Und mit dem Neigungssensor erfasst Milo Ausrichtungen wie links, rechts oder oben und unten.

Das wichtigste Element ist allerdings das Herzstück: Der sogenannte Smarthub, der über Bluetooth seine Befehle empfängt. Er wird mit Batterien oder einem separat zu erwerbenden Akku betrieben.

Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education
Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education

Welche Software wird benötigt?

Damit Milo auch weiß, was er tun muss, braucht er Kommandos. Die erhält er über die Software, die sowohl für PC als auch für alle gängigen Tablets lieferbar ist. Sie muss jedoch zunächst über einen Code freigeschaltet werden.

In der App wird die Schritt-für-Schritt-Bauanleitungen der unterschiedlichen Modelle mitgeliefert. Vor allem aber kann mit der App jede auszuführende Bewegung programmiert werden. Das geschieht über kleine, mit dem Finger verschiebbare Kommandoplättchen. Mit Learning by Doing finden Grundschüler also heraus, welche Befehle sie zu ihrem Ziel führen.

Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education
Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education

Und was müssen Kinder machen?

Bauen, programmieren und Spaß haben. Die App bietet dazu eine ganze Reihe schulrelevanter Themen als Objekte, zum Beispiel Zugkraft und Reibung, Geschwindigkeit, Standfestigkeit, Sortieren, Transportieren und vieles mehr. Hier werden Kinder an die Hand genommen und gut begleitet, um ein Zuggerät auch wirklich bauen zu können.

Zuerst wird es nach Anleitung montiert, dann programmiert, um zum Beispiel herauszufinden, wie viele Reifen Milo ziehen kann. Gleichzeitig stellt die App als treuer Begleiter des Schülers auch Fragen, etwa wie sich die Zugkraft noch steigern ließe. Immer wieder regt "WeDo 2.0" Kinder dazu an, sich Gedanken zu machen und diese auch zu dokumentieren. Hinzu kommen noch spezielle Expertenaufträge. Witzige Legoanimationen lockern den Lernanspruch immer wieder auf.

Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education
Szene aus dem Spiel; Bild: Lego Education

An wen richtet sich "WeDo 2.0"?

Mit dem Bildungsanspruch, dem durchdachten Konzept und auch den zahlreichen offenen Projekten wendet sich dieser Kasten in erster Linie an Schulen. Der Baukasten kann deshalb auch nicht im Einzelhandel erworben werden, sondern nur direkt über Lego.

Natürlich dürfen auch Privatpersonen "WeDo 2.0" nutzen, die sicherlich damit auch viel Freude und großen Erkenntnisgewinn haben werden.

Eines ist wichtig: Die vorgestellten Projekte und Möglichkeiten sind nur ein Ausschnitt des Umsetzbaren. Es kommt eben auch immer darauf an, was Kinder, Eltern und Lehrer daraus machen. Es können und sollen auch völlig neue Dinge ausgedacht und versucht werden. Das ist neben der Sensibilisierung für Problematiken ein klares Ziel von "WeDo 2.0" - frei nach nach dem Motto: Selbst denken macht schlau. 

Fazit: Echt stark!

Titel: WeDo 2.0
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Lernspiel
spielbar auf: Apps iPad/iPhone, Apps Tablets/Smartphones (Android)
Preis in Euro: 150,- EUR
Verlag / Bildrechte: Lego Education
Freigabe (USK): keine Angabe
Internet-ABC-Altersempfehlung: 8
Spielspaß: 100
Bedienung:
Technische Qualität:
Gesamtbewertung:
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 23.07.2019]


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