Mittwoch, 23. Mai 2012

Spiel des Monats (März 2007)

Rayman - Raving Rabbids

Screenshot des Spiels: Rayman - Raving Rabbids
 
Spiel des Monats: 03.2007
 
Titel:
Rayman - Raving Rabbids
Erscheinungsjahr:
2007
Genre:
Jump'n'Run  
 
System:
Wii 
Preis in Euro:
59,00
Verlag:
Ubi Soft
ISBN:
 
Alter:
6
USK Wertung:
Freigegeben ab 6 Jahren
 
Es ist schon aufregend genug, mit der neuen Wii-Konsole von Nintendo zu spielen, aber wenn auch noch ein Spiel wie 'Rayman - Raving Rabbids' hinzukommt, kennt die Begeisterung kein Halten mehr.

 
Spielspaß:
sehr gut
Bedienung:
sehr gut
Technische Qualität:
sehr gut
Gesamtbewertung:
sehr gut


Beschreibung

Screenshot des Spiels: Rayman - Raving Rabbids

Es ist schon aufregend genug, mit der neuen Wii-Konsole von Nintendo zu spielen, aber wenn auch noch ein Spiel wie Rayman - Raving Rabbids hinzukommt, kennt die Begeisterung kein Halten mehr. Herrlich schwarzhumorig kämpfen sich ein bis vier Spieler mit dem wohlbekannten Jump'n-Run-Helden durch siebzig verrückte Minispiele im Land der völlig durchgeknallten Hasen. Der Wii-Controller und das Nunchuk (ein zweiter Controller) werden dabei so schnell wie möglich im Kreis gedreht, zum Zielen...

Armer Rayman

Screenshot des Spiels: Rayman - Raving Rabbids

Rayman ist sicher nicht freiwillig bei den Langohren gelandet. Ein riesengroßer King-Kong-Hase mit Maulkorb hat ihn mitten aus einer Picknickrunde heraus entführt. Jeden Tag wird er in eine Arena geworfen, in der der arme Kerl vier Minispiele zu bewältigen hat. Schafft er sie, wartet eine fünfte Bonus-Herausforderung auf ihn, bevor er das nächste Level antreten darf. Seine einsamen Abende verbringt Rayman in seiner Zelle. Mit den im Laufe des Spieles gewonnenen Boni verwandelt sie sich bald jedoch in ein schickes Luxus-Zimmer.

Spieler hören sich freigespielte Musik auf einem Grammophon an oder wühlen sich durch die verrückte Garderobe des Kleiderschrankes. Witzige Sonnenbrillen, Perücken, oder Sonnenbrillen verschaffen jedem Spieler die Rayman-Oma, den coolen Hiphopper oder den sportiveren Helden. Sitzt Rayman in seiner Zelle, können alle bereits gespielten Spiele von hier aus noch einmal in Angriff genommen werden.

Durch und durch schwarzer Humor

Screenshot des Spiels: Rayman - Raving Rabbids

Die wahre Action wartet jedoch in der Arena. Die Spieler wirbeln mit dem Controller, damit Rayman eine Kuh an einer Kette im Kreis herumschwingt. Lässt Rayman die Kuh los, fliegt sie  durch einen schmalen Durchgang auf ein Feld. Die geforderte Mindestweite liegt anfangs bei nur schlappen 35 Metern. Doch die Kunst besteht darin, trotz der Geschwindigkeit in der Rayman sich dreht, in der richtigen Zehntelsekunde das Knöpfchen des Controllers zu drücken, um der Kuh zu ihrem Freiflug zu verhelfen.

Feinmotoriger geht es beim Hasenfüttern zu: Ein hungriger Hase sitzt vor einem leeren Teller und denkt nur ans Essen. Um ihn satt zu machen, zeichnen Spieler mit dem Wii-Controller die seltsamen Speisen unter Zeitdruck nach- und zack! landen Tennis-Bälle, Pizza oder eine Banane vor dem Hungerleider.

Mit Klostampfern wird am Strand auf die fiesen Puschelhäschen geballert, die endlos aus Büschen springen, aus Raumschiffen heruntersausen oder von einem U-Boot her an Land schwimmen. Schießen geht so: Der Controller übernimmt das Zielen und Abfeuern der Klostampfer, während ein Schütteln des Nunchuks die Pömpelmunition nachlädt. Klingt leicht, ist es aber beileibe nicht.

Muskelkater inklusive

Screenshot des Spiels: Rayman - Raving Rabbids

Das Spiel hat echt Humor. So ist auch die folgende Idee herrlich schräg: In jedem Level wurde ein ganz besonderes Musikgerät zu versteckt. Treffen Spieler mit einen Pömpel darauf, fangen die verrückten Hasen an zu tanzen und sind so für Rayman und Spieler leichte Beute.

Bei den Rennen sorgt die Koordination der Controller-Fernbedienung und des Nunchuks von selbst für Heiterkeit. Damit Rayman rennt, müssen die Spieler beide ganze schnell auf- und ab bewegen. Beim Galopp auf dem Warzenschwein gibt das Nunchuk die Richtung vor, doch mit dem Controller treiben Spieler ihre Schweine an. Beide Arme mit ihren verschiedenen Bewegungen im Griff zu haben, trainiert ganz sicher die Koordinationsfähigkeit. Zumindest sieht es zum Brüllen aus.

Mit allen Sinnen spielen

Screenshot des Spiels: Rayman - Raving Rabbids

Grafisch überzeugt das Spiel mit bunten Farben und detailliert ausgeschmückten Szenerien. Eine passende Geräuschkulisse untermalt mit Kettenklirren, Nachladegeräuschen oder unfeinem Hasenrülpsern bei Tisch auf witzige Weise das Spielgeschehen. Im Disco-Wettbewerb rocken allbekannte Partylieder, die passend zur skurrilen Rayman-Welt mit quietschigen Stimmen und schnelleren Rhythmen verändert und Spieler garantiert zum Wippen bringen. Die Steuerung verhält sich ausgewogen feinfühlig beim Zielen, bei schnellen Bewegungen, bei schwungvollem Ausholen und auch beim Nachzeichnen von Linien auf dem Bildschirm. Das ist natürlich nichts für ausgesprochene Grobmotoriker, doch Rayman sieht es nicht allzu eng und verzeiht kleine Abweichungen.

Fazit: Tolles Party- und Familienspiel

Im Partymodus spielen Mehrspieler nur die bereits im Einzelspielermodus frei geschalteten Spiele, was ein bisschen schade ist, denn so müssen Einzelspieler erst Vorarbeit leisten, bevor sie ihre Freunde einladen oder die ganze Famillie Spaß daran hat. Nichtsdestotrotz ist dieses Spiel einfach ein Brüller, ein Spiel, das jeder Spieler mit Humor unbedingt spielen und haben sollte. Mit einer Einschränkung: Das Spiel ist für die Wii und ihre Controller konzipiert und dort ein echter Hammer. Beim Gegentest mit Maus und PC konnte es nicht so recht überzeugen.

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