Zum Bundesfestival Video 2015, das vom 25. bis 28. Juni in Halle/Saale stattfindet, werden 40 Filmteams anreisen. Sie gehören zu den "Besten der Besten" des aktuellen Jahrgangs und sind für das Finale nominiert. Während der vier Festivaltage werden ihre Filme öffentlich präsentiert, und die Filmemacher stellen sich den Fragen und der Kritik der Zuschauer.

Die Nominierten sind Teilnehmer des "Deutschen Jugendvideopreises" und von "Video der Generationen". Die Wettbewerbe werden vom Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veranstaltet. Das Besondere, das alle eingereichten Spiel-, Animations- oder Dokumentarfilme verbindet, sind die authentischen Geschichten mitten aus dem Leben -mit Themen, die sonst kaum auf der Leinwand oder im Fernsehen zu sehen sind: unverstellte Lebenswirklichkeit, mühsame Identitätssuche, oftmals schonungslos kritische Reflexion. Zu den Wettbewerben wurden knapp 800 Produktionen eingereicht.

Die hohe Beteiligung belegt die bei allen Generationen anzutreffende Attraktivität des Mediums Film. Die Besucher des Bundesfestival Video erwarten 40 spannende, bewegende und professionell gestaltete Filme von kreativen Machern zwischen drei und 86 Jahren.

"Auffällig an diesem Jahrgang ist, dass sich Jugendliche sehr ernste Stoffe für ihre Filme vorgenommen haben: Selbstzweifel, Beziehungssuche, Abschied und Trennung", resümiert Thomas Hartmann, Leiter des Bundesfestival Video, und ergänzt: "Jugendliche haben die Fähigkeit, die Anliegen zu thematisieren, die sie bewegen, etwa unterschiedliche sexuelle Orientierungen oder die fortschreitende Mediatisierung. Sie nehmen die Wirklichkeit an und hinterfragen sie, ohne jedoch alles sofort zu skandalisieren." In der subjektiven und kritischen Betrachtung der Welt liegt das politische Potenzial der Filme - sowohl beim Deutschen Jugendvideopreis als auch bei Video der Generationen.

Erfreulich waren die breite Themenvielfalt und die meist erfrischend unkonventionelle Filmsprache. "Das zeugt von einem sehr selbstbewussten Umgang mit dem Medium Film und seinen technischen und dramaturgischen Möglichkeiten. Die leistungsfähige und bezahlbare Technik kommt der Qualität der Produktionen zugute. Die Filmemacher bleiben konsequent an ihrer Geschichte und verlieren sich nicht in technischen Spielereien", so Hartmann.

(Pressemitteilung des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, KJF)

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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 31.03.2020]
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