Die PING!-Idee für den Elektroschrott

Statt auf den Müll... Neue Wege für alte Handys und andere Gerätschaften

Screenshot der PING!-Webseite; Bild: PINGSTATION
Screenshot der PING!-Webseite; Bild: PINGSTATION

Alle zwei Jahre ein neues Smartphone, eine leistungsstärkere Digitalkamera, ein komfortableres Tablet, bessere Kopfhörer, einen noch kleineren USB-Stick und so weiter. Aber wohin dann mit all den alten Geräten? In den Schubladen und Schränken in Deutschland lagern inzwischen Tonnen von Elektronikschrott. Und dabei sind die Geräte in den seltensten Fällen nicht mehr funktionsfähig – sie sind nur Opfer von technologischen Weiterentwicklungen oder Modeerscheinungen.

Wohin aber mit all diesen Geräten, in denen zum Teil teure Rohstoffe wie Coltan, Kupfer und Gold stecken, für die Menschen bei der Förderung oft ihre Gesundheit riskiert haben? Auf den Müll gehören sie sicherlich nicht. Her also mit der PING!-Idee: Wie wäre es, sie einfach weiterzugeben an jemanden, der sie gebrauchen kann und schätzt, auch wenn es nicht die allerneuesten Modelle sind?

Wenn man in öffentlich zugänglichen Regalen Bücher einstellen und anderen zugänglich machen kann, muss das doch auch mit Elektronikgeräten klappen das überlegte sich ein Medienpädagoge aus Karlsruhe und initiierte die ersten PING!-Stationen in seiner Stadt. In eigens aufgestellten Boxen an Orten, an denen viele Menschen vorbeikommen, kann man seine ausgemusterten Geräte ablegen. Sobald alle privaten Daten darauf gelöscht sind, bekommen sie einen PING!-Aufkleber und gelangen in den Kreislauf der Weiterverwendung.

Damit die drei Stationen in Karlsruhe nicht die einzigen bleiben, gibt es für Schulen, Vereine und andere Organisationen Informations- und Werbematerial darüber, wie eine eigene Station aufgebaut werden kann. Solch ein Vorhaben bietet zudem die Gelegenheit, im Unterricht beispielsweise über den Lebensweg eines Smartphones von der Produktion bis zur Verschrottung oder über die ökologischen Folgen unseres Elektronikkonsums zu sprechen. Um das Thema zu unterfüttern, kann auf Infomaterial, Comics und Grafiken der Website handysektor.de zurückgegriffen werden.

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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 24.09.2018]


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