Auch in diesem Autorennspiel geht es darum, sich im Karrieremodus nach oben zu kämpfen. Statt Punkte sammelt der Rennfahrer "Lichter" und "Fans". Die gesammelten "Lichter" schalten Gegner und Rennserien frei, "Fans" verteilt das Programm beispielsweise für erfolgreichen Einsatz von Items, Driften durch Kurven oder Annahme von kurzen Special-Events - z. B. einen anderen Fahrer mit dem "Stoß"-Power-Up anzurempeln oder per "Nitro" zu rammen. Bei Erfolg rückt das Erreichen des Fan-Ziels näher. Die Fans entsprechen einem Erfahrungspunktesystem. Nach dem Erreichen einer bestimmten Punktezahl warten Aufstieg und neue Fahrzeuge auf den virtuellen Raser.

Zusätzliche Spielmotivation bieten Boss-Herausforderungen. Zum Boss-Duell führt nur der Weg über die Bewältigung aller vier Level-Aufgaben, wie etwa 1500 Meter driften oder vier perfekte Dreifach-Nitros zünden. Den Boss gilt es zu besiegen oder sein Auto zu zerstören. Das Auto des Gegners enthält dabei eine Spezialeigenschaft, welche beim Sieg auf das eigene Gefährt abfärbt.

An welcher Stelle man im Rennen liegt, wechselt durch den Einsatz von Blitzattacken oder durch Nitro so häufig, dass frühzeitiges Aufgeben nie in Frage kommt. Hier erlaubt das Spiel z. B. gleich bis zu drei Power-Ups einzusacken und diese dann taktisch klug zur Verteidigung oder zum Angriff auf der Rennstrecke zu nutzen.

Die Strecken und Autos fallen recht unterschiedlich aus. Die legendäre Corvette, der dicke Offroader oder der hochgetunte Japaner starten in Umgebungen wie London oder L.A., die aber keinen echten Strecken entsprechen. Wie von Crash-Spielen wie "Flatout" gewohnt halten schnellere Autos weniger Schaden aus, während Schadensfänger recht langsam um die Kurve eiern. Die größte Stärke des Titels liegt im Mehrspielermodus. Bis zu 20 Leute fahren online gegeneinander. In diesem Chaos greift das gleiche Fan-Erfahrungspunktesystem. Erst nach und nach erscheinen neue Spielmodi, Autos und Modifikationen. Hier kommt die gleiche Motivation wie in der Einzelspieler-Kampagne auf.

Grafisch verrät schon der Spielname, wie das Geschehen auf dem Monitor aussieht: "Blur" heißt auf deutsch so viel wie "verwaschen". Die Strecken kommen etwas zu detailarm rüber und alle Rennen finden nachts oder bei bewölktem Himmel statt. Wenn die Power-Ups jedoch zum Einsatz kommen, blitzt es kräftig auf dem Bildschirm und über eine 5.1-Dolby-Sound-Anlage sausen die Blitze regelrecht durchs Zimmer.

Aufgrund der absichtlichen Zerstörung gegnerischer Fahrzeuge erhielt das Spiel durch die USK eine Altersfreigabe ab 12 Jahren. Daher ist es für Jungen ab 12 spannend, die aus dem bunten "Super Mario Kart" langsam herauswachsen. Kinder diesen Alters sollten auch so Internet-fit sein, dass sie online gegen andere spielen können.

TitelBlur
Erscheinungsjahr2010
Art des SpielsRennspiele
SpielgerätPlayStation 3, Xbox 360
Preis in Euro59,00
Verlag / BildrechteActivision
Freigabe (USK)ab 12 Jahre
Internet-ABC-Altersempfehlung12
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 12.04.2020]
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