Spiel des Monats 11.2010

Die größten Konsolenskeptiker wurden nicht von Prof. Kawashima, sondern von Professor Layton überzeugt. Die liebevoll inszenierten und in eine spannende Handlung eingefügten Rätsel fesseln Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Im besten Falle sogar gemeinsam.

In diesem dritten Teil erreicht Layton und seinen Assistent Luke ein Brief aus der Zukunft. Erstaunlicherweise von Luke selbst. Schnell kann der Professor einen Zusammenhang zur kürzlich misslungenen Vorführung von Dr. Stolypins Zeitmaschine herstellen. Nach einer Explosion verschwand damals nicht nur der Wissenschaftler, sondern auch der Premierminister.

Die Spur führt zu einem merkwürdigen Uhrengeschäft. Als die Helden den Laden wieder verlassen, wirken die Stadt London und die Bewohner irgendwie verändert. Alles deutet darauf hin, dass der Professor und sein Schüler durch ein Zeitportal zehn Jahre in die Zukunft gereist sein müssen. Doch weshalb reagieren die Menschen so ängstlich auf Laytons charakteristischen Zylinder? Wie kommt es, dass so viele Londoner völlig durchnässt und in extremer Eile durch die Stadt hasten? Wer sind die vielen dunklen Gestalten, die so schroff und unfreundlich sind?

Neben der äußerst fesselnden Rahmengeschichte spielen natürlich wieder tolle Denksportaufgaben die Hauptrolle. Es gilt diesmal ganze 165 Rätsel aufzuspüren, die sich im Spielverlauf verstecken. Wer die Knobelaufgaben erfolgreich löst, verdient sich Pikarat-Punkte und treibt auch die

Handlung der Geschichte voran. Im Gegensatz zu den Vorgängertiteln sind diesmal mehr Schiebe- und Bilder-Rätsel zu den Aufgaben in Sachen Logik, Rechnen und Puzzlen hinzugekommen. Abwechslung gibt es genug. Mal müssen frei bewegliche Einzelteile gedreht und gespiegelt werden, damit sie in die vorgegebene Form einer Münzkanone hineinpassen.

Ein anderes Mal muss der Spieler sein ganzes logisches Denkvermögen bündeln, um anhand der treuherzigen Aussagen von vier Kindern den Lügner unter ihnen – und somit den Dieb des letzten Kuchenstücks - zu entlarven.

Besonders unterhaltsam sind die vielen Knobelnüsse, bei denen die Kopfanstrengungen mit tollen Animationen einhergehen. So müssen etwa fünf farbige Frösche auf genau dem Holzpfahl bewegt werden, der mit einer Schleife in ihrer Farbe geschmückt ist. Tippt der Spieler ein Fröschlein an, so hüpft er hübsch über einen Artgenossen zum nächsten freien Pfahl. Nett ist auch das Rutschbananenspiel, bei denen ein kleiner Mini-Layton mit dem Touchpen durch ein Labyrinth voller glitschiger Schalen schliddert.

Damit auch weniger geübte Knobelfans nicht an den teilweise doch recht anspruchsvollen Rätseln verzweifeln, können wieder jeweils drei Tipps pro Aufgabe gekauft werden. Die Münzen hierzu verstecken sich in den hintersten Winkeln nahezu jeden Screens. Wer aber selbst nach drei Tipps die Lösung noch nicht gefunden hat, nutzt einfach das neue Supertipp-Feature. Positiv fällt auch die verbesserte Notiz-Funktion auf, bei der durch die Verwendung unterschiedlicher Farben Lösungswege oft noch erleichtert werden.

Der neueste Teil der Layton-Knobelreihe beweist einmal mehr, was eine Unmenge an Liebe zum Detail und eine gut ausgedachte Geschichte ausmachen. Statt einer bloßen Aneinanderreihung von Rätselspielen - wie bei unzähligen Gehirn-Training-Games - ist auch das neueste Layton-Spiel ein fesselndes Denksportabenteuer, das der Spieler nur schwer aus der Hand legen kann. Dazu erfahren wir mehr über Layton, dessen tragischer Romanze und wie er zu seinem Zylinder kam. Hut ab!

Kurz: Ein perfekter Mix!

TitelProfessor Layton und die verlorene Zukunft
Erscheinungsjahr2010
Art des SpielsQuiz & Denkspiele
SpielgerätNintendo DS
Preis in Euro40,00
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ab 6 Jahre
Internet-ABC-Altersempfehlung8
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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