Der Spieler schlüpft in die Haut eines jungen Abenteurers, den sich in der Südsee aufhält. Zu Spielbeginn nimmt der elektronische Stellvertreter Konturen an: Männlich, weiblich, hell, dunkel, mittel, klein oder groß? Bald darauf geht es zum ersten Tauchcheck, dem so genannten "Check Dive".

Mit Sidekick "Oceane", der Enkelin des Stationschefs an der Seite geht es schließlich hinunter in das blaue Lagunennass. Begleiterin Oceane übernimmt das Tutorial und erklärt die Spielsteuerung: mit Wii-Mote in die Richtung zeigen und mit dem B-Knopf Flossenschläge ausführen. Ganz einfach. Die Fokussierung des A-Knopfs auf einzelne Fische oder Pflanzen verrät Details über die Spezies. Das erworbene Meereswissen wandert in die spielinterne Datenbank. Entgegen der Realität, in der 20 internationale Handzeichen und Unterwasserschreibtafeln den Sprechfunk ersetzen, funktioniert der Unterwasserplausch hier bequem über Funk. Oceane gibt permanent Infos über Tiere und Umgebung. Mantas, Delphine und schließlich noch ein Buckelwal samt Nachwuchs begegnen uns während des ersten Tauchgangs.

Danach bildet die Tauchbasis auf einer kleinen Insel den Ausgangspunkt für die weiteren Unterwassertouren. Die nach und nach freizuspielenden Tauchgebiete verteilen sich über die ganze Welt. Die fliegende Händlerin Nancy versorgt die Spieler mit neuer Ausrüstung und entpuppt sich als dankbarer Abnehmer für gehobene Schätze. Sie entziffert zudem alte Schriften, was sich als sehr wichtig für das Vorantreiben der Hauptstory erweist. Die dreht sich um die geheimnisvolle Saga vom "Lied des Drachens", das einen Schatz öffnet, und um einen mysteriösen Tod im Umfeld des Tauchbasis-Betreibers. Wild ersponnen hängt die Inschrift auf einem Halsketten-Anhänger mit einem versunkenen Schloss in der Ägäis zusammen, und über Japan führt die Story im weiteren Verlauf bis in die Antarktis.

Nebenaufträge wie Touristenführungen oder Umweltschutzaufträge, das Ertauchen von Titeln, das Suchen von Schätzen, die Kartographierung der Tauchgebiete und Heilung von kranken Meeresbewohnern bieten langen Tauchspaß. Auch lädt das virtuelle Nass zum gelegentlichen Abtauchen und Entspannen ein.

Tödliche Tauchunfälle gibt es nicht. Sinkt der Luftvorrat unter Reserve, beamt das Programm den Unvorsichtigen einfach zum Tauchboot zurück. Der mühelose Wechsel vom Tauch- zum Landgang unterstreicht den fehlenden Simulationsanspruch.

Im Multiplayer-Modus gelingen gemeinsame Tauchpartien. Sogar Jugendschutz-Bemühungen finden sich hier, denn nur bereits befreundete Spieler tauchen zusammen ab. Zufällige unliebsame Online-Begegnungen klammern diese aus. Die Grafik bietet exotische Fischarten und Korallengärten in einer erstaunlich hübschen Kulisse. Kinder ab 8 Jahre haben hier bereits ihren Spaß, inhaltlich verstehen können es vielleicht eher Kinder ab 10 Jahren.

TitelEndless Ocean 2 – Der Ruf des Meeres
Erscheinungsjahr2010
Art des SpielsSport
SpielgerätWii
Preis in Euro30,00
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung10
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 04.10.2019]
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