Spiel des Monats 07.2012

Die Außerirdischen gönnen sich eine Stippvisite auf dem Planeten Erde, aber nur um sie zu zerstören! Doch wollen sie der Menschheit weder mit übermächtigen Raumschiffen, noch mit bösen Strahlenkanonen ein fürchterliches Ende bereiten, sondern überraschenderweise durch Fußball. Eine übermächtige Alien-Mannschaft landet auf der Erde und spielt eine Highschool nach der anderen buchstäblich in Grund und Boden. Fußballheld Mark Evans und seine Freunde haben nur eine Chance, den Untergang aufzuhalten: Sie müssen die Angreifer aus dem All im Ballspiel besiegen. Klingt zwar nach einem Roland Emmerich-Film, macht aber trotzdem Spaß.

Nein, das ist kein japanisches Fifa12. Denn die Macher setzen nicht auf Realismus, sondern auf eine wirklich erstaunliche Mischung: Hier vermischen sich klassisches Rollenspiel und Fußballsimulation so intelligent, dass es sogar bekennenden Fußballmuffeln großen Spaß bereitet. Aufgabe des Spielers ist es, zusammen mit Mark Evans die besten Fußballspieler der Welt zu rekrutieren und zu einem siegreichen Team zusammenzustellen. Denn nur dann hat die Menschheit eine Überlebenschance. So trifft Mark an verschiedenen Handlungsorten 1500 Figuren, die er für sein Ziel einsetzen kann. Wie bei Rollenspielen üblich gibt es dabei einen starken und spannenden erzählerischen Faden: Teilweise mit Sprechern, teilweise mit vielen, langen Dialogen zum Lesen oder immer wieder überraschend tollen Animeszenen.

Es gibt zwei unterschiedliche Spielvarianten: Das Match, in dem vier gegen vier Kicker antreten oder ein eben klassisches Fußballspiel. Dabei ordnen die Kinder die Kicker nach eigenem Belieben an. Bei jeder Person lassen sich in Tabellen die Fähigkeiten wie etwa Schusskraft, Schnelligkeit oder Kampfgeist näher unter die Lupe nehmen. Gekickt wird mit Hilfe des Stylusstifts. Und schon fliegt der Ball zu seinem Ziel. Das Ziehen eines Strichs widerum legt den Laufweg des Fußballers fest. Schließlich sollen die ja im Idealfall alle aufeinanderzuspielen. Doch auch die Gegner sind sehr stark und wollen einem ständig den Ball abjagen. Dabei kommt es immer wieder zu filmartig inszenierten Duellen.

Es gibt allerdings eine große Hürde: Der Bildausschnitt auf dem DS ist einfach zu klein. Mädchen und Jungen müssen also nicht nur kicken, sondern dabei auch noch das ganze Spielfeld rauf- und runterscrollen. Denn sonst sehen sie nichts. Der Überblick geht dennoch schnell verloren. Darum ist auch das Handsymbol so praktisch, damit lässt sich das Match anhalten. Jetzt kann in aller Ruhe eine neue Strategie ausgeheckt werden. Außerdem besitzen Spezialschüsse wie Feuertornado oder ewiger Eiswind einen beeindruckenden Rumms und auch Weitschüsse sind möglich. Nach jedem gewonnenen Spiel kassiert der DS-Spieler Erfahrungspunkte, der Elan und Teamgeist werden gesteigert. Die Kicker verbessern also sich immer mehr.

"Inazuma Eleven 2" ist schon anspruchsvoll, aber nicht so, dass die Kinder nicht mehr durchblicken. Dazu werden sie viel zu gut durch das Spiel geführt und erlernen die Techniken Schritt für Schritt. Das Game erscheint übrigens in zwei Editionen: "Feuersturm" und "Eissturm". Ähnlich wie bei Pokémon sollen die zwei Ausgaben dafür sorgen, dass Spieler miteinander Kicker tauschen. Darum gibt es in beiden Ausgaben unterschiedliche Fußballer.

Fazit: Lange anhaltender und abwechslungsreicher Spielspaß.

TitelInazuma Eleven 2
Erscheinungsjahr2012
Art des SpielsRollenspiele
SpielgerätNintendo DS
Preis in Euro40,00
Verlag / BildrechteNintendo
Freigabe (USK)ohne Altersbeschränkung
Internet-ABC-Altersempfehlung9
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
1Bewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 22.07.2019]
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