Spiel des Monats 01.2013

Schon der erste Teil von "Micky Epic" war eine echte Überraschung. Das ganz im alten Stil erster Disney-Filme gehaltene Abenteuer erfreute nicht nur Kinder und deren Eltern, sondern konnte sogar jene abgebrühten Computerspielkritiker begeistern, die sich sonst nur für bis an die Zähne bewaffnete Helden erwärmten. Neben dem kräftigen Old-Fashion-Touch lag das auch an der atmosphärischen Dichte und dem einfallsreichen Spielprinzip: Wer mit Farbe spritzte, komplettierte auf diese Weise unfertige Wege und Bauwerke. Der Einsatz von Verdünner hingegen löste die Farbe auf und machte so den Weg zu Geheimverstecken frei.

Dieses Spielprinzip findet auch im zweiten Teil seinen Einzug.

Zur Story: Ein heftiges Erdbeben hat "Wasteland" mächtig durcheinander gewirbelt. Auch wenn nicht ganz klar ist, welcher Bösewicht dahinter steckt, springt Micky in die Bresche, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Dazu sucht er die Phantasiewelt auf und legt wieder einmal mit Farbe und Verdünner los. So werden zum Beispiel Pfade zu Ende geführt. Und mit Hilfe des Verdünners entfernt Micky Wände und andere Gebäudeteile, um einfacher auf ein Dach zu gelangen.

Unterwegs sammelt der Spieler dazu jede Menge hilfreiche Farb- und andere Items ein. Geheime Durchgänge und Tunnel führen zu anderen Teilen Wastelands.

In diesem Abenteuer ist Micky allerdings nicht allein. Der dauergrinsende Hase Oswald begleitet unseren Helden durch die verschiedenen Level und hat stets eine Fernbedienung dabei. Damit bedient er bestimmte Schalter oder repariert kaputte elektronische Geräte.

Oswald kann auch mit seinen Langohren ganz á la Rayman fliegen. Wenn sich Micky richtig positioniert, darf er sich dann an die Füße des flatternden Hasen hängen und so höhere und entferntere Ebenen erreichen. Im Zweierspielermodus kommt dabei richtig Stimmung auf, denn erstens müssen sich die Spieler absprechen und zweitens macht das Fliegen einfach Spaß. Der Einzelspieler dagegen dürfte sich öfter über Oswald aufregen, denn die KI der Figur macht irgendwie, was sie will und erfordert Geduld.

Um weiter voranzukommen, übernimmt Micky im Spiel auch Aufträge der Bewohner und er erhält auch eine Kamera, um Fotos zu schießen. Die Herausforderungen sind allerdings nicht immer ganz einfach. Gerade wenn bestimmte Gegenstände aus dem Verdünnerfluss gezogen werden müssen, hilft nur ein wenig Magie.

Im Gegensatz zum Vorgänger verzichtet "Micky Epic: Die Macht der 2" auf die zum Teil recht morbide Grundstimmung. Dafür gibt es jetzt längere Gesangseinlagen, die vielleicht junge Kinder und Musical-Fans begeistern. Den Rest dürften sie vielleicht in den Wahnsinn treiben.

Fazit: Lohnt sich.

TitelMicky Epic: Die Macht der 2
Erscheinungsjahr2012
Art des SpielsAction & Abenteuer
SpielgerätWii
Preis in Euro26,00
Verlag / BildrechteDisney
Freigabe (USK)ab 6 Jahre
Internet-ABC-Altersempfehlung8
Spielspaß
Bedienung
Technische Qualität
Gesamtbewertung
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[Veröffentlicht oder aktualisiert am: 14.03.2017]
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